Donnerstag, 06 Juni 2013 10:30

Imposanter Schlussspurt zum Meisterschaftsabschluss

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Die beiden Captains Mirjam Arnold (Altdorf, links) und Dominique Stocker (Emmen). FOTOS: RUEDI AMMANNHandball, Damen, 2. Liga: HC KTV Altdorf – Handball Emmen 17:17

Championat 2012/13 endete mit einem sehenswerten Spektakel. Siegestor fiel Sekundenbruchteile zu spät. Urnerinnen nun auf dem dritten Podestplatz!

Nahezu vollzählig liefen die Girls von Trainer Sebastian Munzert - er hat bei den NLB-Herren übrigens für zwei weitere Saisons unterschrieben! - am Samstagabend in der Feldliarena ein. Lediglich Nachwuchstalent Noemi Gisler fehlte. Die Partie verlief während 60 Minuten hoch spannend. Nur gerade einmal führten die 2.-Liga-Vizemeisterinnen - 2 Minuten vor Schluss -, ehe der Ausgleich fiel und der KTV Altdorf mit einem Hammergeschoss Shelly Eisners an die Lattenunterkante die Partie beschloss. Der Ball landete dabei um Zentimeter hinter der Torlinie („Wembley-Tor“…), doch die Zeit war fatalerweise bereits ganz knapp abgelaufen – es blieb bei der für die Vizemeisterinnen insgesamt wohl eher schmeichelhaften Punkteteilung. In der Endabrechnung führt die SG Ruswil/Wolhusen/Nottwil (34 Punkte), vor Handball Emmen (30), und - nach der sonntäglichen Nachtragspartie zwischen LK Zug und Malters/Menznau (17:16) - dem HC KTV Altdorf (19, dritter Podestplatz!), vor Malters/Menznau (18).

2:0 nach 68 Sekunden
Letztes (erfolgreiches) Saison-Timeout des HC KTV Altdorf mit Coach Sebastian Munzert. FOTOS: RUEDI AMMANNDer HC KTV Altdorf startete fulminant. Brigitte Kieliger und Shelly Eisner hatten den Ball schon nach etwas weniger als 1 Minute in die Maschen der Luzernerinnen geknallt. Altdorfs Kollektiv beeindruckte in der Folge mit einer kompakt wirkenden Abwehr. Im Angriff hatten seine Akteurinnen ihr Visier fatalerweise jedoch nicht sonderlich gut eingestellt. Dank Michèle Zwahlen (parierter Penalty), Cornelia Rickli, Shelly Eisner (zweimal) und Mirjam Arnold lautete das Skore in der 18. Minute 6:3. Nach einem sackgroben Foul an Eisner fackelte Arnold in 
der Folge nicht lange: Den fälligen Penalty wuchtete sie in die gegnerischen Maschen. Kora Munzert besorgte in Überzahl das 8:5. Arnold schraubte das Skore mit einem weiteren Penalty gar auf 9:5. Das 9:7 beantwortete Rickli 3 Sekunden vor dem Pausenpfiff (Unterzahl, Zeitstrafe gegen Kieliger) mit dem 10:7.

Dem Emmener Maskottchen die Krallen gestutzt… FOTOS: RUEDI AMMANN

Mehrere zusätzliche Einwechslungen
Z
u Beginn des zweiten Spielabschnittes ergänzte Munzert die KTV-Formation mit Isabelle Lauener, Livia Waser sowie den Geschwistern Alissa und Monja Pedroncelli. Emmen vermochte den Rückstand in der Folge bis auf eine Länge zu verkürzen (12:11), donnerte einen Sieben-Meter-Ball an die Latte, während auf der Gegenseite Alissa Pedroncelli – zweimal mustergültig am Kreis angespielt – für eine erneute 3-Tore-Führung ihrer Truppe (14:11) besorgt war. Eisner scheiterte nach dem 14:13 allein vor der gegnerischen Hüterin. Emmen realisierte in der 52. Minute das 14:14. Eine Zeitstrafe, durch den überzeugend arbitrierenden Martin Betschart gegen Emmen verhängt, schien zum Auftakt der von den Sitzen reissenden Schlussphase die Vorentscheidung herbeizuführen. Dem 15:14 (Arnold, Penalty) folgte trotz Überzahlspiel der Urnerinnen der erneute Gleichstand – Alissa Pedroncelli verschoss, allein am gegnerischen Kreis auftauchend. Luzia Briker im KTV-Tor wartete mit mehreren Topparaden auf, doch das nun sichtlich überstrapazierte Nervenkostüm der 


 
Altdorferinnen liess 200 Sekunden vor Spielschluss die erstmalige Führung Emmens in dieser Partie zu (15:16). Shelly Eisner erzielte den Ausgleich und riss für ihr Team beim Stande von 16:17 schliesslich den hoch verdienten Remispunkt aus dem Feuer, sehr zur Genugtuung von Spielertrainer Munzert: „Unser Kollektiv lieferte einen sehenswerten Kampfgeist ab, beeindruckte mit einer mehrheitlich starken Abwehrleistung. Schade, dass etliche hochkarätige Chancen versiebt wurden. Aber es gibt wohl wenig bis nichts zu meckern, wenn den favorisierten Vizemeisterinnen letztlich ein Zähler abgezwackt werden konnte.“

 

Altdorf spielte mit: Luzia Bricker, Michèle Zwahlen; Shelly Eisner (5), Michaela Jauch, Brigitte Kempf (1), Belinda Kieliger (1), Isabelle Lauener, Kora Munzert-Piepgras (1), Alissa Pedroncelli (2), Cornelia Rickli (3), Livia Waser, Monja Pedroncelli, Mirjam Arnold (4).

Gelesen 1838 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Juni 2013 10:36
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