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Mittwoch, 18 September 2013 13:37

Thriller endete in der sechsletzten Sekunde

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U19-Elite-Junioren: HC KTV Altdorf – St. Otmar St. Gallen 32:31

Nach Zehn-Tore-Rückstand folgte die wundersame Wende. Daniel Baumanns genialer Lucky Punch als Glanzlicht.

Das In-extremis-Siegerteam der SG Stans/Altdorf in der ersten Meisterschaftsrunde; hinten links Coach Migi Müller, hinten rechts Daniel Lussi. FOTO: RUEDI AMMANNLetzte Saison war es dem Team der Spielgemeinschaft Stans/Altdorf buchstäblich im letzten Moment (Barragespiele) gelungen, sich weiterhin in der Eliteklasse, somit unter den besten nationalen Formationen ihrer Altersgruppe, zu behaupten – eine tolle Leistung. Nun begann am Samstag in der Feldli-Arena die Meisterschaft 2013.

Sie schien unter einem schlechten Stern zu stehen, trotzdem die Innerschweizer im Rahmen der Vorbereitungsphase St. Otmar bezwungen hatten. Die Coaches Daniel Lussi und Migi Müller mussten weitgehend machtlos zusehen, wie ihre Boys eine triste Auftaktphase boten, den Ostschweizern alle erdenklichen Freiheiten gewährten und kaum zu geschlossenen Eigenaktionen fanden. So geriet die SGSA schnell mit 1:8 (!) in Schieflage; das erste Tor der Saison hatte gegen die St. Galler Andri Lehmann erzielt. Das Auftaktdebakel setzte sich in der Folge fort: Nach 22 Minuten lautete das Skore 7:17. Es folgten (endlich), aus Sicht der Innerschweizer, doch erste Lichtblicke. Sie erlaubten es, die Tordifferenz bis zur Pause auf fünf Einheiten zu reduzieren.

Punktegewinn langezeit nur Wunschdenken

Der Auftakt zum zweiten Spielabschnitt schien die Nidwaldner/Urner definitiv auf die Verliererseite zu drängen. So wuchs ihr Rückstand wieder auf acht Tore an. Ein durch die BSV/KTV-Coaches gefordertes Timeout wirkte in der Folge indessen buchstäblich Wunder. Die Gastgeber zündeten eine eigentliche Rakete: Ihre Abwehr wirkte plötzlich mehrheitlich wie ein Bollwerk – im Angriff wurden die erarbeiteten Chancen eiskalt zu Erfolgen verwertet. Der Rückstand schmolz wie Schnee an der Frühlingssonne dahin. Schliesslich folgte der geniale Thriller-Endspurt der Platzherren, nachdem die Luft bei den Ostschweizern langsam aber sicher draussen schien. Doch an einen Sieg wagten vorderhand natürlich weder die eigenen Akteure noch die erfreulich zahlreich aufmarschierten Fans zu glauben. Immerhin glückte den Erstgenannten noch der schier wundersam anmutende Ausgleich.

In Unterzahl der Lucky Punch

Die SGSA-Formation schien sich in der Folge um die Früchte ihrer Aufholhatz  geprellt zu sehen: Sie wurde nämlich in der letzten Spielphase mit einer fatalen Zeitstrafe eingedeckt. Doch da war ja noch Schlitzohr Daniel Baumann. Die Nummer neun der Einheimischen fasste sich sechs Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit ein Herz, setzte zu einem Sturmlauf an und fetzte den Ball in die gegnerischen Maschen, damit trotz Unterzahl den Sieg seines Kollektivs Tatsache werden lassend. Vergessen waren der triste Auftakt sowie der Zehn-Tore-Rückstand – zwei wichtige Punkte dank einer abschliessenden beeindruckenden Leistung, sehr zur Genugtuung der beiden Coaches Lussi/Müller, definitiv im Trockenen.

Im Zwischenklassement (insgesamt 10 Teams spielen in der Gruppe mit) führen nun Suhr/Aarau sowie die SG Stans/Altdorf (je 1/2), vor GC/Amicitia Zürich, St. Otmar St. Gallen, Stäfa/Uster sowie BSV Future Bern (alle 2/2). Die nächste Begegnung führt die Innerschweizer mit Birsfelden (1/0) zusammen.

Die SG Stans/Altdorf, mehrheitlich mit KTV-Akteuren „bestückt“, spielte mit:  Linus Würsch, Luca Segantini; Cyril Keller (2), Elias Arnold, Benedict Omlin (2), Daniel Baumann (5), Manuel Gisler (1), Sebastian Achermann (5), Darius Rosenkranz, Andri Lehmann (7), Dave Arnold (2), Mark Herzog (2), Marc Häusler (6), Mauro Bissig.

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