Sonntag, 10 November 2013 17:00

Haarscharf an Debakel vorbeigeschrammt

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2. Liga, Damen: HC KTV Altdorf – LK Zug 23:22

Der 8-Tore-Vorsprung (37. Minute) liess ein lockeres Finish erwarten. Doch alles kam ganz anders – letztlich musste der Sieg richtiggehend erzittert werden.

Livia Waser traf zweimal ins Tor der Zugerinnen. FOTO: RUEDI AMMANNWas am Samstagabend in der Feldliarena ablief, kostete Coach Angelo Pedroncelli, die rund 50 Kiebitze wie auch die Spielerinnen selbst buchstäblich Nerven – bildlich gesprochen gar kiloweise. Immerhin blieben die beiden Punkte dank einem Treffer Monja Pedroncellis, gut 2 Minuten vor dem Abpfiff realisiert, im Urnerland. Der LK Zug schien als Tabellenvorletzter vorerst kaum ein spezielles Hindernis darzustellen, zumal die Urnerinnen das Heft lange Zeit recht fest in den Händen hielten, dann aber nach sieben Minustreffern in Serie den Faden vorübergehend richtiggehend verloren.

Im Zwischenklassement belegt der KTV-Trupp nun, zusammen mit dem HC Kriens, nach fünf Runden (der Auswärtsmatch gegen Willisau, ursprünglich auf den 2. November terminiert, ist auf den 20. Dezember verschoben worden), in der Zehnergruppe den dritten Tabellenplatz, 2 Zähler hinter den Leaderinnen aus Emmen (9) sowie der SG Ruswil/Wolhusen/Nottwil (ebenfalls 9, aber eine Mehrpartie aufweisend).

15:10-Halbzeitführung

Monja Pedroncelli, erfolgreichste Skorerin (7) und Realisatorin des Siegestreffers. FOTO: RUEDI AMMANNDie Altdorferinnen, ohne Shelly Eisner (verletzt) sowie Tea Pavic (Rücktritt) angetreten, bekundeten gegen die Vertretung des LK Zug vorerst einige Probleme. Die ersten vier Tore erzielten die an diesem Abend speziell überzeugende Monja Pedroncelli (3) sowie Noemi Gisler. Nachdem Torsteherin Kora Munzert eine mirakulöse Parade abgeliefert hatte, schoss Alissa Pedroncelli ihre Farben erstmals in Führung. Noemi Gisler traf danach innerhalb von 4 Minuten ebenso oft ins Volle. Mirjam Arnold fetzte den Ball zum 13:9 ins gegnerische Tor (23. Minute), ehe Kora Munzert einen gegnerischen Penaltys souverän zu entschärfen wusste. Livia Gisler sowie Monja Pedroncelli waren bis zur Pause für einen 5-Tore-Vorsprung (15:10) besorgt – die Weichen im Hinblick auf den angestrebten Sieg dadurch gestellt. Dies umso mehr, da die Gastgeberinnen durch Livia Waser (zweimal), Monja Pedroncelli und Mirjam Arnold (in Unterzahl) das Skore gleich nach Wiederaufnahme der Begegnung auf 19:11 (37. Minute) schraubten.

Der fatale Einbruch

In der Folge verloren die Altdorferinnen den Faden vollständig. Sie operierten zu umständlich und fanden gegen die auf 6:0 umgestellte Deckung der Zugerinnen kein Rezept. Während voller 8 Minuten gelang kein einziges Erfolgserlebnis, während der nun mächtig Druck entwickelnde LK Zug gegen die in dieser Phase wenig überzeugende Deckung der Urnerinnen Tor um Tor - sieben an der Zahl - markierte. Danach fing sich der KTV beim Stande von 19:18 endlich wieder auf. Die Geschwister Pedroncelli sowie Noemi Gisler schossen ihre Farben bis zur 50. Minute mit 22:18 in Führung. Doch die Gäste erinnerten sich der Schwächen ihrer Widersacherinnen, nutzten diese weidlich aus und erzielten 330 Sekunden vor Spielschluss den Gleichstand, um anschliessend mit einem Penalty nur den Pfosten zu treffen. Noemi Gisler donnerte den Ball im Gegenzug ebenfalls nur an die Torumrandung. Die Partie dauerte noch 2 Minuten, als Monja Pedroncelli ihren Bewacherinnen enteilte. Die Chance zum 23:22 liess sie sich nicht nehmen. So quasi zum Dessert traf Noemi Gisler erneut nur das Holz des LKZ-Tores. Am Resultat änderte sich schliesslich bis zuletzt nichts mehr.

„Wir spielten mehrheitlich besser, doch das Loch zwischen der 37. und 45. Minute hätte uns beinahe noch um die Früchte unserer Arbeit gebracht“, befand Angelo Pedroncelli in der Retrospektive, um gleichzeitig festzustellen, dass es bezüglich Spielanlage in den Reihen des HC KTV Altdorf noch einiges zu verbessern gilt und sich das konditionell überzeugende Kollektiv Noemi Gisler war mit 6 Treffern zweitbeste Torschützin im Lager der Altdorferinnen. FOTO: RUEDI AMMANN   insbesondere durch eine gegnerische Abwehrumstellung nicht aus dem Konzept werfen lassen darf.

Altdorf spielte mit: Kora Munzert, Luzia Briker (nicht eingesetzt, da eine Fussverletzung noch nicht ganz auskuriert ist); Mirjam Arnold (3), Livia Gisler (1), Noemi Gisler (6), Stephanie Gisler, Alissa Pedroncelli (3), Monja Pedroncelli (7), Seline Schuler, Livia Waser (2), Janine Zurfluh (1).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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