Dienstag, 11 März 2014 00:00

Plötzlich wieder im "Zitterklub"

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Damen 2. Liga: LK Zug – HC KTV Altdorf 25:20

Programmierter Sieg blieb Wunschdenken. Urnerinnen in der Tabelle fatalerweise wieder Richtung Problemzone abgedriftet.

Noemi Gisler erzielte in Zug gleich ein volles Dutzend Treffer. FOTO: RUEDI AMMANN   Mit einem veritablen Flop gegen die Ranglistenvorletzten manövrierte sich der HC KTV Altdorf wieder in eine höchst ungemütliche Lage – dies vier Spiele vor Meisterschaftsschluss. Von den Kolinstädterinnen liess sich das KTV-Kollektiv ganz einfach unnötigerweise aushebeln. In der Zwischenwertung ist das Polster der Crew von Coach Angelo Pedroncelli auf den ominösen Strich (Barrage- respektive Direktabstiegsplatz) arg zusammengeschrumpft. Dies ist umso bedauerlicher, da mit einem Sieg der Klassenerhalt so gut wie sicher hätte vorzeitig realisiert werden können. Erschwerend fällt ins Gewicht, dass die Altdorferinnen im Hinblick auf das restliche Meisterschaftsprogramm auf Standardhüterin Luzia Briker (Auslandaufenthalt) wird verzichten müssen. Alissa Pedroncelli zur jüngsten Niederlage: „Alles in allem lieferten wir eines unserer schlechtesten Spiele im Rahmen des laufenden Championats ab. Man merkte unverkennbar, dass wir im Vorfeld der Auswärtspartie gegen den LK Zug nur gerade ein Training absolviert hatten.“

Im hinteren 2.-Liga-Tabellenteil präsentiert sich die Ausgangslage nun wie folgt: 6. HC KTV Altdorf 14/12, 7. Malters-Menznau 15/11, 8. Mythen-Shooters 14/10, 9. (Barrageplatz) LK Zug 15/9, 10. (Direktabstiegsplatz) Stans 15/4. – Die verbleibenden vier Partien hat der HC KTV Altdorf gegen die beiden führenden Teams Ruswil/Wolhusen/Nottwil und Emmen, ferner Mittelfeldklub Sursee (5.) sowie Schlusslicht Stans zu bestreiten.

4-Tore-Vorsprung preisgegeben

Die Partie begann ausgeglichen. Dem 0:1 setzten Mirjam Arnold und Noemi Gisler den Ausgleichs- respektive Führungstreffer entgegen. Nach dem 6:6 (10. Minute) liessen die Urnerinnen während 6 Minuten keinen Treffer mehr zu. Dafür skorten Brigitte Mohenski, Noemi Gisler (zweimal, einmal mittels Penalty) sowie Alissa Pedroncelli, dadurch das 10:6 bewerkstelligend. Nach einer Zeitstrafe, gegen die Letztgenannte verhängt, gerieten die Urnerinnen ins Trudeln. Zug verkürzte auf eine Länge (10:9). Unmittelbar vor der Pause vermochten die Gastgeberinnen ihren zwischenzeitlich erarbeiteten Vorsprung auf zwei Einheiten (15:13) zu erhöhen.

Ballverluste und fatale Eigenfehler

Zu viele Ballverluste und technische Ungereimtheiten läuteten die Niederlage der Urnerinnen nach Wiederaufnahme der Partie definitiv ein. Umso mehr, als verschiedene gute bis beste Chancen unverwertet blieben und die Angriffsmaschinerie arg stotterte. 11 Minuten vor Spielschluss führte der LKZ mit 21:17. Zwischen der 42. und 54. Minute übertrafen sich die KTV-Akteurinnen geradezu mit wenig erbaulichen Aktionen. Genauer: Der Ball fand den Weg ins gegnerische Tor erstmals wieder gut 5 Minuten vor Spielende (22:18). Altdorf vermochte den eingehandelten Rückstand schliesslich nicht mehr zu reduzieren. Der Match ging somit definitiv in die Binsen.

Beste Skorerin in den Reihen des HC KTV Altdorf blieb Noemi Gisler (12), vor Mirjam Arnold und Alissa Pedroncelli (je 3). Die beste Schussauswertung verzeichneten Alissa Pedroncelli (75 Prozent), Noemi Gisler (67) und Brigitte Mohenski (50). Altdorf schoss 49-mal (Zug: 42-mal) aufs gegnerische Tor. Luzia Briker im KTV-Gehäuse verzeichnete eine gute 33-prozentige Abwehr-Erfolgsquote.

Altdorf spielte mit: Luzia Briker; Mirjam Arnold (3), Stefanie Baumann, Noemi Gisler (12), Stephanie Gisler, Brigitte Mohenski (1), Kora Munzert, Alissa Pedroncelli (3), Monja Pedroncelli (1), Seline Schuler, Livia Waser, Lea Zgraggen, Janine Zurfluh.

 

 

 

 

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