Donnerstag, 03 April 2014 00:00

Gegnerischer Griff in Trickkiste wurde zum Fallstrick

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Damen 2. Liga: HC KTV Altdorf – SG Ruswil/Wolhusen/Nottwil 24:27

Nach Pausenführung Zügel aus der Hand gegeben. Urnerinnen verbleiben auf 6. Tabellenplatz.

Die verletzt ausgefallene Mirjam Arnold (rechts) „verarztet“ Topskorerin Noemi Gisler. FOTO: RUEDI AMMANN   Im vorletzten Heimspiel gaben die Altdorferinnen am Donnerstagabend die Chance aus der Hand, einerseits den Leaderinnen ein Schnippchen zu schlagen und anderseits ihre Tabellensituation zu optimieren. Die eingehandelte Niederlage hatte für die Urnerinnen indessen keine negativen Folgen: Sie hatten sich den Klassenerhalt bereits vorgängig gesichert. Verletzungsbedingt hatte Mirjam Arnold zu pausieren (Schulterverletzung). Ihr Ausfall hinterliess im KTV-Angriff sichtlich Spuren. Die Besucherinnen vergrösserten an der Tabellenspitze ihre Leaderinnenposition. Sie werden nun Ende Monat in der Romandie um den Aufstieg in die 1. Liga fighten dürfen.

Knappe Führung zur Pause

Brigitte Mohenski erzielt einen ihrer sehenswerten fünf Treffer. FOTO: RUEDI AMMANNDer HC KTV Altdorf - gecoacht durch Angelo Pedroncelli, Christoph Piske und Mirjam Arnold - beeindruckte während des ersten Spielabschnittes mit sehenswerten Aktionen. Der Ball zirkulierte in den eigenen Reihen bestens – herausgearbeitete Chancen wurden meist kaltschnäuzig verwertet. Dies umso mehr, da Kora Munzert im Tor immer wieder mit beherzten Aktionen beeindruckte, auch einen Penaltyball unschädlich machte (29. Minute) und ihren Vorderleuten dadurch zusätzlich Mumm einflösste. Nach einer 3:1-Führung glich sich das Resultat aus (10:10, 24. Minute). Noemi Gisler, die sich später mit einer engen Bewachung herumzuschlagen hatte, erhöhte auf 12:10. Livia Waser war für das 13:11 besorgt, ehe die Luzernerinnen von einem Altdorfer Aussetzer in der Abwehr profitierte. Die Seiten wurden beim Stande von 13:12 gewechselt.

Die Wende – 10 Minuten ohne Torerfolg

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes skorten Livia Waser und Brigitte Mohenski. Beim Stande von 15:15 drehte der Wind zu Ungunsten der Urnerinnen. Der gegnerische Trainer hatte seine Deckung nämlich umgepolt. Sie ging nun nach der Devise „3:2:1“ zur Sache. Mit diesem Fazit fand sich der KTV-Angriff überhaupt nicht zurecht. Ungewöhnlich zahlreiche Bälle wurde versiebt, ein geordnetes Konzept liess sich in den Reihen der Die Coaches Angelo Pedroncelli (links) und Christoph Piske motivieren ihre Spielerinnen anlässlich eines Timeouts zum Endspurt. FOTO: RUEDI AMMANN   Gastgeberinnen nicht mehr erkennen. So verstrichen satte 10 Minuten ohne einheimischen Torerfolg. Auch ein durch Pedroncelli/Piske/Arnold angefordertes Timeout vermochte keine neuen Impulse auszulösen. Nach 50 Spielminuten hatten sich die nun viel Druck erzeugenden Luzernerinnen die Basis zum abschliessenden Erfolg (lies: Sieg) geschaffen: 17:24. Der KTV zeigte in der Folge vermehrte Dynamik und nahm die letzte Spielphase mit Elan in Angriff. 4 Minuten vor Spielschluss war der Rückstand prompt auf drei Längen (23:26) reduziert worden. Zu mehr reichte es gegen die ihr System konsequent durchziehenden Besucherinnen nicht. Brigitte Mohenski setzte mit dem 24:27 den sehenswerten Schlussakzent der Partie. Die meisten Treffer für den KTV-Trupp markierten im Rahmen des vorletzten Meisterschaftsfights Noemi Gisler sowie Alissa Pedroncelli – sie trafen je sechsmal ins Volle – vor Brigitte Mohenski (5).

Altdorf spielte mit: Kora Munzert, Elena Müller; Stefanie Baumann (2), Noemi Gisler (6), Stephanie Gisler (2), Brigitte Mohenski (5), Alissa Pedroncelli (6), Monja Pedroncelli (1), Livia Waser (2), Lea Zgraggen, Janine Zurfluh.

 

 

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