Montag, 15 September 2014 00:00

Trotz eindrücklichem Endspurt keine Punkte

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Damen, 2. Liga: HC KTV Altdorf - Handball Emmen 22:24

Keine Lorbeeren vermochten die Urnerinnen zum Saisonauftakt abzuholen. Zu unkonstant waren ihre erbrachten Leistungen.

LauArnoldEiniges hatten sich die KTV-Handballerinnen zum Saisonauftakt vorgenommen. Doch zu vieles blieb am Samstagabend in der Feldliarena Stückwerk, um den letztjährigen Regionalcupsiegerinnen und Ranglistenzweiten das Handwerk legen zu können. So kam eine Niederlage zustande, die nicht hätte sein dürfen. Auf einen Nenner gebracht: Es gilt noch verschiedene Baustellen im Teamgefüge zu beseitigen, um zu Punkten zu gelangen. Primär kam die Deckung phasenweise nicht auf das erwartete Rendement, liessen (auch) die Torhüterinnenleistungen Wünsche offen und vermochte schliesslich der Angriff sein (vorhandenes) Potenzial nur phasenweise abzurufen. Eines darf dem Team indessen zugute gehalten werden: Es kämpfte gegen Handball Emmen, das unter dem Zepter von Stefan Brunner stolze 22 Spielerinnen in seinem Kader stehen hat und spielerisch recht stark besetzt ist, bis zum Schluss unverdrossen und mit unübersehbarem Engagement.

Die 16 fatalen Minuten

Der HC KTV Altdorf startete vielversprechend. Die nach einjährigem Auslandaufenthalt wieder mitmixende Isabelle Lauener war für den ersten Treffer der neuen Saison besorgt. Mirjam Arnold liess sich den zweiten Erfolg gutschreiben. In die Gilde dieser beiden erfolgreichen KTV-Skorerinnen schrieb sich bis zur 18. Minute (10:10) ausserdem die viel Druck entwickelnde Noemi Gisler ein. Als dann nach diesem Zeitpunkt in Überzahl arg geschustert worden war, bahnte sich das Ungemach erstmals an. Die KTV-Abwehr zeigte sich bis zur Pause nämlich höchst unstabil. Dem Heimteam glückte kein einziger Treffer mehr. Das Spiel über die Flügel wirkte mangelhaft, Kreisanspiele bildeten Seltenheitswert. Zu oft wurde im Angriff das Heil in Einzelaktionen und unkonzentrierten Abschlussaktionen gesucht. Die Besucherinnen nutzten die Gunst der Stunde, um bis zum Ablauf der ersten halben Stunde ein sechs Längen betragendes Polster herauszuwirtschaften (10:16). In die Phase der Ungereimtheiten fügte sich nach erfolgtem Seitenwechsel ein durch Noemi Gisler unverwertet gelassener Penalty ein. Erst nach dem 10:17 und einer gegnerischen Zeitstrafe besannen sich die KTV-Akteurinnen - nach insgesamt 16 aus ihrer Sicht torlosen Minuten (!) - wieder ihrer Qualitäten: Kora Munzert traf in einer Phase numerischer Überlegenheit für Altdorf wieder mal ins Ziel (34. Minute).

Vier Tore in kürzester Zeit markiert

Damen1Sehenswerte Aktionen prägten die Phase zwischen der 35. Und 40. Minute. Die nun plötzlich konzentriert aufspielenden Gastgeberinnen hebelten die gegnerische Abwehr viermal in Serie (Mirjam Arnold, Alissa Pedroncelli, zweimal Noemi Gisler) respektlos aus. Eine Vorentscheidung zeichnete sich ab, als Handball Emmen wieder zuzulegen vermochte und erneut auf sechs Längen davonzog (15:21, 42. Minute). Doch der kämpferische Einsatz der Altdorferinnen liess nochmals Hoffnung keimen. Isabelle Lauener (zweimal), Alissa Pedroncelli, Noemi Gisler sowie Selina Schuler hämmerten den Ball bis zur 51. Minute ins gegnerische Netz, damit den Rückstand laufend minimierend (20:21). Schade, dass das KTV-Kollektiv in der Folge eine gegnerische Zeitstrafe nicht zu nutzen verstand. Der Match schien gelaufen, als die Luzernerinnen auf 20:23 erhöhten, zumal Alissa Pedroncelli eine Sieben-Meter-Chance versiebte. Zweimal in Folge liess Mirjam Arnold aber Hoffnungen auf einen Punktegewinn der Altdorferinnen nochmals aufkommen. Doch Handball Emmen machte eine Minute vor Spielschluss mit dem 24. Treffer alles klar. „Wir haben uns selber an der Nase zu nehmen, nichts Zählbares erreicht zu haben. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir uns durch den Auftaktmisserfolg nicht entmutigen lassen, leistungs- und konzentrationsmässig zulegen und schon bald die ersten Punkte einfahren können“, bilanzierte Coach Migi Müller.

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Elena Müller; Mirjam Arnold (7), Livia Gisler, Noemi Gisler (7), Stephanie Gisler, Isabelle Lauener (4), Kora Munzert-Piepgras (1), Iva Pavic, Alissa Pedroncelli (2). Seline Schuler (1), Livia Waser, Gina Zurfluh, Janine Zurfluh.

 

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