Montag, 27 Oktober 2014 00:00

Ein Remis - zwei Siege

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DSC02303Vor eigenem Publikum gefielen die zweitjüngsten Girls und Boys des HC KTV Altdorf am Samstag in der Feldliarena. Das Kollektiv der Coaches Andrea Clapasson und Stefan Epp liess sich von den Gegnern ganz einfach kaum beeindrucken. Nach einem Unentschieden gegen die Vertretung des BSV Stans a (12:12) landeten die Gastgebenden zwei ebenso verdiente wie klare Siege. Der BSV RW Sursee (14:11) wie auch der TV Horw a (18:10) sahen sich auf die Verliererstrasse gedrängt.

Am Ende ein hektisches Derby

Der erste Fight gegen die jungen Nidwaldner verlief in der Schlussphase hoch spannend. Dank einer konzentrierten Abwehrleistung vermochten die Altdorfer bereits bis zur Pause in Front zu ziehen (6:3). Dabei gingen auch die Girls echt zur Sache, was die Gäste wohl etwas überraschte. Die Urner/innen zeigten sich vorweg im Rückraumbereich gut disponiert. Nach dem Tee wurde der Vorsprung gar auf fünf Längen erhöht. Reglementsgemäss musste in der Folge mit einem Feldspieler weniger agiert werden. Diese Umstellung führte dann prompt zum Einbruch: Stans lancierte Gegenstösse und weitere beherzte Angriffe, dadurch die Einheimischen verunsichernd. Beim Spielstand von 12:11, unmittelbar vor dem Abpfiff, kam der BSV zu einem direkten Freistoss. Der Ball fand den Weg zum Unentschieden ins Netz des KTV-Kollektivs (12:12).

Partie nach Pausenrückstand gedreht

Gegen Sursee versuchte Headcoach Stefan Epp, seine Truppe mit einer extrem offensiv angelegten Deckung zum Erfolg kommen zu lassen. Doch die Altdorfer fanden sich damit nicht so ganz zurecht, da das Ganze in den Trainings noch nie so ausgeprägt geübt worden war. Das System hatte aber auch sein Gutes: Sursee verlor durch die KTV-Gangart immer wieder frühzeitig Bälle. Diese führten öfters zu gefährlichen Gegenstossaktionen. Der BSV führte zur Pause mit 11:9. Nach dem Tee stellte Stefan Epp die Deckung seines Kollektivs wieder auf die traditionelle Gangart um. Prompt gelang den Einheimischen nach erfolgtem Gleichstand die 12:11-Führung. Eine verscherzte Penaltychance sowie einige Schüsse gegen die Torumrandung der Luzerner waren auf Altdorfer Seite in der Folge zu beklagen, sonst wäre der Sieg (14:11) sicherlich noch deutlicher ausgefallen.

Mit gedrosselten Motoren

Die Partie gegen Horw war die schwächste der drei Vorstellungen. Weder in Deckung noch Angriff konnte an die vorangegangenen Leistungen angeknüpft werden. Aktionen von den Flügelpositionen aus scheiterten immer wieder – der Angriff wirkte (zu) oft statisch. Vielleicht war auch ganz einfach etwas die Luft draussen… Der Erfolg der Gastgeber war natürlich nie gefährdet.

Andrea Clapassons Retrospektive: „Unsere Spieler/innen wurden auf verschiedensten Positionen eingesetzt – eine echte Herausforderung für alle. Das Team hat sich generell sehr gut zu verkaufen vermocht – alle Akteure gaben ihr Bestes. Wenn der Einsatz so bleibt oder allenfalls noch etwas aufgepeppt werden kann, darf auch im Rahmen der weiteren Turniereinsätze mit Erfolgen gerechnet werden.“

Altdorf spielte mit: Leonardo Loureiro; Vanessa Gisler, Emilie Gisler, Sarah Tresch, Matteo Kovacevic, Jon Müller, Nils Epp, Jonas Gerig, Ivo Kamer, Lukas Müller, Raphael Wunderlin, Luca Aschwanden, Alexandra Kempf.

 

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