Sonntag, 15 März 2015 00:00

Den Rettungsanker vorzeitig geworfen

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Damen 2.Liga: Malters/Menznau – HC KTV Altdorf 15:22

Nach verschiedenen Durchhängern haben sich die Urnerinnen mit einer beachtlichen Leistung zurückgemeldet: Sieg und Abschied aus der Relegationszone.

noemimirjamAusgerechnet gegen die bislang in der vorderen Tabellenhälfte angesiedelten und favorisierten Luzernerinnen (bisher 14 Punkte) – und erst noch auswärts – besannen sich die KTV-Frauen (bislang erst 8 ergatterte Zähler) ihrer Qualitäten. Sie verpassten ihren Widersacherinnen eine klare Niederlage. Die beiden eroberten Punkte liessen das Zählertotal der Urschweizerinnen auf zehn Einheiten anwachsen, wodurch sie ihren Vorsprung auf die unter dem ominösen Strich rangierten Mythen-Shooters auf sechs und Dagmersellen gar zehn Einheiten erhöhten. Der HC KTV Altdorf darf das Meisterschaftsrestprogramm jetzt aus gesicherter Warte und ohne jeglichen Leistungsdruck angehen.

Viel Konzentration zum Auftakt

Auch ohne Topshooterin Isabelle Lauener und Monja Pedroncelli, dafür mit Noemi Gisler (Doppellizenz mit Zug) antretend, nahm das KTV-Kollektiv die Partie gegen Malters/Menznau ausgesprochen konzentriert in Angriff. Die aggressiv eingestellte und kompakt wirkende Deckung zog den Gastgeberinnen immer wieder den Zahn. Im Angriff waren sehenswerte Aktionen und effizientes Zusammenspiel unübersehbar. Schliesslich setzten auch bemerkenswerte Einzelaktionen, Durchsetzungsvermögen sowie präzise Torschüsse positive Akzente. Das Bild rundeten ausgesprochen starke Torhüterinnenleistungen ab. Malters/Menznau wurden während der ersten halben Stunde nur mal gerade vier Erfolgserlebnisse zugestanden. Zur Pause führte Altdorf mit 14:4 souverän.

Konzentrationsschwächen zu Beginn der zweiten Halbzeit

Eine kurze Phase mit Konzentrationsproblemen folgte nach erfolgtem Seitenwechsel. Die damit verbundenen Fehler und Ballverluste liessen gegen die nun kompakter und agiler wirkenden Luzernerinnen den Vorsprung etwas schwinden. Doch schon bald legten die KTV-Frauen wieder zu. Die Chancenauswertung wurde optimiert, trotzdem die Gegnerinnen versuchten, mit einer ein-, teilweise sogar zweifachen „Mann“-Deckung das Spielgeschehen zu prägen. Doch Altdorf liess sich nicht ins Bockshorn jagen, um schliesslich mit sieben Längen Vorsprung beide Punkte klar für sich zu behalten.

Dani Baumann gewiefter Coach

Mirjam Arnold (7 Tore), hinter Noemi Gisler (9) zweitbeste Skorerin auf dem Feld, zum Vollerfolg ihres Kollektivs: „Die starke Auftaktleistung gestattete uns, in der Folge sozusagen stresslos und abgeklärt zur Sache zu gehen. Das Zusammenspiel klappte weit besser als im vorherigen Spiel, das wir in Hochdorf klar ans Bein zu streichen hatten. Coach Dani Baumann wusste das Geschehen auf dem Parkett gut zu beobachten, daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen und die Weichen Richtung Sieg mit seinem Konzept rechtzeitig zu stellen. Torhüterin Luzia Briker lieferte schliesslich während der vollen 60 Minuten eine eigentliche Topleistung ab.“

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Elena Müller, Mirjam Arnold (7), Noemi Gisler (9), Stephanie Gisler (1), Kora Munzert, Iva Pavic (1), Alissa Pedroncelli (2), Seline Schuler, Lea Zgraggen, Janine Zurfluh (2), Gina Zurfluh.

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