Donnerstag, 02 April 2015 00:00

Meistertitel ohne Punktverlust vorzeitig abgeholt

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Willisau – HC KTV Altdorf 14:25

Der direkte Verfolger wurde mit elf Toren Differenz klar gebodigt. Schon jetzt ist den Urnern (Tordifferenz +138!) die Meisterkrone nicht mehr streitig zu machen.

mu15 mit titel2In der vorletzten Finalrundenpartie der Stärkeklasse 2 (sechs Mannschaften) bestritten die Altdorfer ihr vorletztes Punktespiel der Meisterschaft 2014/15. Sie schlugen dabei gegen die Luzerner Gastgeber kompromisslos zu, um jetzt - weiterhin ohne jeglichen Zählerverlust - 14 Punkte aufzuweisen und klar vor Willisau (10), den Mythen-Shooters und Emmen (je 7) etabliert. Ein toller Erfolg der Truppe von Trainer Tobias Rieder.

Kompaktes Urner Abwehrbollwerk

Die jungen Urner zeigten vom Anpfiff weg, dass sie bereits frühzeitig alle Rechenspiele Makulatur werden lassen wollten. Mit ihrer perfekt gestellten Defensive brachten sie die Hausherren rasch aus dem Tritt. Durch die Urner Mauer gab es fast kein Durchkommen. So war es auch symptomatisch, dass die Platzherren ihr erstes Tor erst durch einen Penalty zu verwirklichen vermochten. Das Skore eröffnete Kapitän Simon Studer mit einem sicheren Abschluss vom Kreis aus. Die Urschweizer legten den Gastgeber bald ihre Grenzen offen. Beim Stande von 9:3 forderte Willisau sein erstes Timeout. Altdorfs Coach nutzte diese Gelegenheit zu einer Rochade: Er wechselte sein Team nahezu gänzlich aus. Nun kamen die Widersacher etwas besser ins Spiel. Sie vermochten die „Roten“ mit einer etwas offensiver angelegten Verteidigung etwas zurückzubinden. Trotzdem dampfte der gegnerische zur Pause (14:8) unverkennbar auf Titelkurs.

Chancen nicht optimal genutzt

Die Urner starteten in die zweite Hälfte fulminant, doch schienen sie ihr „Zielwasser“ verschüttet zu haben: Beste Chancen blieben öfters ungenutzt. Auch aus dem sonst so zuverlässigen Rückraum kam recht wenig, da die Hausherren die linke gegnerische Angriffsseite mit einer Manndeckung abschirmten. Ohne ihre Königsposition geriet die Altdorfer Angriffslokomotive prompt etwas ins Stocken. Einen Höhepunkt bildete das Penalty-Tor von Moritz Gisler, welcher seinen ersten Treffer kaltblütig aus 7 Metern Torentfernung erzielte. Je länger das Spiel lief, desto mehr gewannen die Zuschauer die Einsicht, dass die Willisauer nicht mehr konnten und die Altdorfer nicht mehr wollten... Durch die ebenfalls inszenierte Manndeckung der Altdorfer, auf den Luzerner Spielmacher angelegt, blieben gegnerische Tore bis zuletzt eher Mangelware.

Trainer und Coach Tobias Rieder in seiner Retrospektive: „Ein altes Sport-Sprichwort besagt, dass Spiele in der Offensive, die Meisterschaft in der Defensive gewonnen werden. Es trifft auch auf den bisherigen Verlauf der Meisterschaft durchaus zu. Persönlich bin ich glücklich, dass unser Team den Titel vorzeitig abgeholt hat. Doch bin ich nicht restlos mit der gegen Willisau gebotenen Leistung zufrieden: Wir wirkten zu wenig hungrig, zu satt. Es ist mir natürlich durchaus klar, dass man nicht immer hundert Prozent liefern kann, aber es sollte trotzdem stets versucht werden, das Leistungsmaximum abzurufen. Die entsprechende Einstellung hat im Rahmen der neunten Schlussrundenbegegnung etwas gefehlt.“

Altdorf spielte mit: Pascal Gisler, Moritz Mattli;Joël Arnold, Thomas Arnold (2), Luca Aschwanden (1), Pascal Blättler (5), Nick Gasser, Daniel Gisler, Moritz Gisler (1), Philipp Mulle (5), Pascal Schuler (5) Simon Studer (4), Marko Toljan (2) Oliver Zurfluh.

 

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