Montag, 19 Oktober 2015 00:00

Eine verkorkste zweite Halbzeit

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HC KTV Altdorf – LK Zug 25:33

Gäste wirkten im zweiten Spielabschnitt zielstrebiger und konsequenter. Altdorferinnen auf 8. Platz abgerutscht.

lau isa lkz filteredNach einmonatiger Spielpause haben die Damen wieder in den Meisterschaftsbetrieb eingegriffen. Sie taten dies in der festen Absicht, ihr Punktekonto zu äufnen. Dies umso mehr, da auch Noemi Gisler (Doppellizenz mit Zug, Nationalliga) erstmals in der neuen Saison zur Verfügung stand.

Die Gastgeberinnen zeigten zwei verschiedene Gesichter: Während der ersten Halbzeit kompakt und siegorientiert, in der Folge zu zögerlich und fahrig, verbunden mit zahlreichen technischen Eigenfehlern, zur Sache gehend. So verwunderte es schliesslich nicht, dass die Gäste beide Punkte nach Hause entführten. Zum LK Zug pavic iv miri filteredbleibt anzumerken, dass er über ein starkes Kollektiv verfügt und nicht von ungefähr im Zwischenklassement an der Spitze, zusammen mit Kriens (je vier Spiele und 6 Punkte), liegt, während der HC KTV Altdorf nach drei Einsätzen auf 2 Punkten stehen blieb und in der Zehnergruppe auf den achten Platz abgedriftet ist. Hinter dem Team von Trainer Alex Bilek liegen nur noch die beiden zählerlosen Mythen-Shooters und BSV Stans. Am kommenden Samstag treten die Altdorferinnen bei Borba/Luzern an.

Drei-Tore-Rückstand locker wettgemacht

zurfluh janine LKZNach den ersten 12 Spielminuten lagen die Urnerinnen mit 3:6 im Hintertreffen. Mirjam Arnold versorgte in der Folge zwei Penaltybälle souverän im Tor der Besucherinnen. Innerhalb der folgenden Minuten war es Iva Pavic, die für ihr Team zweimal skorte, ehe Noemi Gisler mit ebenso vielen Treffern den KTV erstmals in Führung schoss (13:11). Ein diskutabler 7-Meter-Entscheid kam den Zugerinnen zu pass, doch Mirjam Arnold hielt dagegen und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung ihrer Truppe wieder her. Die Seiten wurden beim Stande von 14:13 gewechselt.

Zu viele Ungereimtheiten

Die Zugerinnen profitierten nach der Pause von (oft unbegreiflichen) gegnerischen Unsicherheiten, reüssierten innerhalb von 122 Sekunden dreimal in Serie. Von diesem Keulenschlag erholten sich die Altdorferinnen nicht mehr, verscherzten sogar ein Überzahlspiel respektive die sich daraus eröffnenden Chancen und gerieten immer deutlicher auf die schiefe Ebene, zumal sich die technischen Fehler in den eigenen Reihen häuften und die Besucherinnen daraus Mal für Mal Profit zu schlagen verstanden. Auch ein von Coach Alex Bilek angefordertes Timeout änderte an der Sache nichts. Dies primär gisler noemi lkz filtereddeshalb, da die Spielweise der Zugerinnen – angeführt durch „Zugpferd“ und Nati-A-Spielerin Varela Rodriguez Nerea – immer überzeugender wirkte und Altdorf oft wie die berühmte Maus vor der Schlange aus Ehrfurcht zu erstarren schien. Die Erkenntnis aus der (unnötigen) Niederlage: Das KTV-Team kann deutlich mehr und wird gut daran tun, sich nun in Runde vier bei Borba/Luzern wieder während der vollen 60 Minuten seiner Qualitäten zu besinnen, insbesondere in der Abwehr konsequenter zur Sache zu gehen und im Angriff zielstrebiger zu agieren.

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Elena Müller; Mirjam Arnold (8), Nicole Blättler, Noemi Gisler (5), Stephanie Gisler (1), Isabelle Lauener (5), Iva Pavic (4), Alissa Pedroncelli, Seline Schuler, Jenny Walker, Lea Zgraggen (1), Gina Zurfluh, Janine Zurfluh (1).

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arnold mir LKZ filtered 

Gelesen 1055 mal Letzte Änderung am Montag, 19 Oktober 2015 19:40