Sonntag, 17 Januar 2016 00:00

Verletzungshexe als Spielverderberin

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Auf-/Abstiegsrunde 2./3. Liga

Altdorf verlor gegen Stans 14:24. Zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle der Gastgeberinnen spielten Nidwaldnerinnen in die Hand.

Timeout gg. StansAltdorfs Damencrew war seit der ersten Phase der Qualifikationsrunde (2015) nicht zu beneiden. Denn die Verletzungshexe schlug erbarmungslos zu. Der Reihe nach fielen die Topskorerinnen Noemi Gisler und Mirjam Arnold, danach weitere Akteurinnen, darunter Isabelle Lauener, aus. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Altdorferinnen auf ein immer schmäler werdendes Kader abzustützen hatten respektive haben. Dies war auch zum Auftakt der Auf-/Abstiegsrunde 2./3. Liga (nachdem der schweizerische Dachverband beschlossen hatte, das Oberhaus zu straffen respektive um etliche Teams zu verkleinern) am Samstagabend in der Feldliarena nicht anders.

Kate Sommerauer BSV filtered heAus der neu formierten Siebnergruppe - die 2.-/3.-Liga-Teams haben insgesamt ein Dutzend Partien zu bestreiten - wird in der Saison 2016/17 nur noch eine allereinzige Equipe der 2. Liga angehören.

Stanserinnen profitierten von gegnerischem Handicap

Da der HC KTV Altdorf im Rahmen des ersten (Zusatz-) Spieles mit einem weiter personell reduzierten Kollektiv (nicht auskurierte Blessuren sowie Erkrankungen verschiedener Akteurinnen) zur Sache gehen musste, verwunderte es kaum, dass die Widersacherinnen des BSV Stans das bessere Ende für sich behalten konnten. (Die KTV-Teamkarte wies nur mal gerade zehn Namen auf!) Und da auch Rückkehrerin Shelly Eisner im Verlaufe der ersten Halbzeit noch eine Verletzung einfing und nur mit reduzierter Kraft weiterspielen konnte, sanken die Chancen der vorerst gut mitmischenden Altdorferinnen im Verlaufe des zweiten Spielabschnittes definitiv rapide, um noch etwas Zählbares aus dem Kräftemessen gegen die personell weitgehend aus dem Vollen schöpfenden Nidwaldnerinnen bewirken zu können.

Pedroncelli Alissa filteredNun werden sich die Altdorferinnen, wenn nicht alles täuscht, also in naher Zukunft mit der Zugehörigkeit zur untersten Regionalliga anzufreunden haben. Eine Tatsache, die nach Remedur in den Reihen der einst stolzen Frauen-Nationalliga-B-Truppe des KTV ruft. Doch die Zukunft wird zweifellos wieder bessere Zeiten bringen. Dann nämlich, wenn die Verletzungssträhne der Vergangenheit angehört und weitere Nachwuchsspielerinnen ins Kollektiv integriert werden können.

Führung in der Auftaktphase

Seniorin Kate Sommerauer katapultierte die Einheimischen - unter den Kiebitzen weilte auch NLA-Topskorer Lukas von Deschwanden (ex Altdorf, jetzt Wacker Thun), der seinerseits verletzt ist und dem Nationalteam nicht zur Verfügung steht - in der Auftaktphase in Front. Nach dem 2:3 war es Shelly Eisner, die dank zweier super inszenierter Angriffe das 3:3 und 4:3 bewerkstelligte. Seline Schuler besorgte nach dem 4:4 das 5:4 – Altdorfs Angriffsreihe agierte vorübergehend vielversprechend. In der Folge verlief das Urschweizerinnenderby ausgeglichen. Immer wieder wurden vom Heimteam gegnerische Führungstreffer kaltschnäuzig egalisiert. Unmittelbar vor der Pause zirkelte Janine Zurfluh einen Penaltyball in die Maschen der Stanserinnen. Die Seiten wurden dann allerdings doch knapp zugunsten der BSV-Truppe (11:12) gewechselt.

Nachlassende Kräfte

Das Team Coach Alex Bileks sah sich durch das Handicap Shelly Eisners zu Beginn des zweiten Spielabschnittes verunsichert. Stans profitierte prompt von den nachlassenden Kräften der Urnerinnen, um bis zur 45. Minute einen Sechs-Tore-Vorsprung zu realisieren (18:12), die Vorentscheidung damit einläutend. Die Angriffe des KTV wirkten in der Folge meist unkonzentriert und alles andere als zielstrebig inszeniert. So dominierten die Besucherinnen die letzten zehn Spielminuten klar, steckten auch die gegen eine ihrer Spielerinnen verhängte rote Karte locker weg und entschieden den Fight schliesslich mit einem Zehn-Tore-Vorsprung klar für sich. Janine Zurfluh wie auch Seline Schuler hatten in der Schlussphase ausserdem das Pech, je einen Penaltyball vom Pfosten des BSV-Tores ins Spielfeld zurückprallen zu sehen.

Altdorf spielte mit: Luzia Briker; Stefanie Baumann, Nicole Blättler, Shelly Eisner (2), Alissa Pedroncelli, Monja Pedroncelli (2), Seline Schuler (3), Kate Sommerauer (1), Lea Zgraggen (1), Janine Zurfluh (5).

 

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