Montag, 31 Oktober 2016 00:00

Nicolas Stockers und Mark Herzogs Glanztaten

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)

HC KTV Altdorf II – HB Seetal 24:23

Bis zuletzt stand der Fight auf des Messers Schneide. In der letzten Sekunde wartete Nicolas Stocker mit der alles entscheidenden Parade auf.

Stocker Nic Y 2Mit dem dritten Erfolg in der neuen Saison warteten Altdorfs «Reserven» am Samstag in der Feldliarena auf. Team und Fans mussten sich allerdings bis zuletzt gedulden, ehe der doppelte Punktegewinn gegen die aufsässigen Widersacher aus dem Seetal (Absteiger aus der 2. Liga) feststand. In der Zehnergruppe zieren nun die vordere Ranglistenhälfte: 1. Kriens (5/10), 2. Ruswil/Wolhusen (5/8), 3. Mythen-Shooters (5/7), 4. HC KTV Altdorf (5/6), 5. Emmen (4/5).

Marcel Luthiger hatte sich bereit erklärt, den Torsteherposten zu übernehmen. Doch schon nach acht Minuten sah er sich infolge gesundheitlicher Probleme gezwungen, den Platz zu räumen. Diesen übernahm Nicolas Stocker, der als seinerzeitiger Keeper der ersten Herrenmannschaft eigentlich als Feldspieler im Herren zwei umfunktioniert worden war.

Böses Auftakterwachen

Altdorf II erarbeitete sich rasch ausgezeichnete Chancen. Doch der gegnerische Schlussmann hielt alle Bälle, die auf seinen Kasten abgefeuert wurden. So führte der HCS nach fünf Minuten mit 0:4, ehe Simon Ziegler den Bann brach und für die Platzherren erstmals reüssierte. In der Folge fand sich die KTV-Defensive immer besser zurecht. Nach gut 20 Minuten stellte Coach Patrik Amrhein die Abwehr auf 5:1 um, was den Seetalern unverkennbar Probleme schuf. Nach 25 Minuten waren die Urner definitiv im Spiel angekommen: Sie verkürzten und glichen aus (11:11 lautete der Pausenstand). Alles hätte noch besser sein können, denn Marc Häusler setzte in letzter Sekunde ein Penaltygeschoss nur an den gegnerischen Torpfosten.

Schallende Ohrfeige als «Highlight»

Die zweite Halbzeit gestaltete sich zu einem eigentlichen Handballkrimi. Den Luzernern gelang es während der ersten fünf Minuten nur einmal, die KTV-Deckung aus den Angeln zu hieven. Dieses Fazit nützten die Gastgeber dazu aus, sich mit drei Toren Vorsprung in Front zu knallen, zumal Nicolas Stocker zu diesem Zeitpunkt mehrmals sensationelle Paraden abgeliefert hatte. Nach drei Vierteln der gesamten Spielzeit lautete das Skore 18:17. Anschliessend zeigten die Abwehrreihen beider Mannschaften starke Phasen. In der 54. Minute schrieb ein Gästeakteur «Geschichte»: Er erhielt vom Spielleiter die blaue Karte unter die Nase gestreckt, nachdem er Mauro Bissig eine schallende Ohrfeige (!) verpasst hatte. In der 58. Minute führten die Altdorfer schliesslich 22:21. Seetal gelang indessen der Ausgleich. 60 Sekunden vor Spielschluss war es der überragende Mark Herzog, welcher für das 24:23 besorgt war, nachdem dem gleichen Schützen in der zweiten Halbzeit bereits vorgängig ein halbes Dutzend sehenswerter Treffer gelungen waren. Mit dem letzten Angriff hatten die Seetaler schliesslich die Chance, den Gleichstand zu bewerkstelligen. Doch dagegen legte die KTV-Deckung ihr Veto ein. Vier Sekunden vor dem letzten Signal erhielten die Luzerner einen Freiwurf aus der linken Rückraumzone zugesprochen. Im Rahmen der daraus resultierenden Aktion - Durchbruch des Seetaler Topskorers - stockte den KTV-Fans der Atem. Doch da war ja noch der bereits eingangs erwähnte Nicolas Stocker, der mit einer Traumparade aufwartete und so seinem Team den Sieg rettete.

Lob des Teamchefs

Das Fazit seitens Coach Patrik Amrhein: «Eine tolle Gesamtleistung unseres Kollektivs, welches sich nach dem Auftaktflop wieder in die Partie zurückmeldete. Jeder Spieler zeigte sich in der Folge bereit, an die Grenzen zu gehen. Auf den Erfolg gegen die starken Besucher dürfen wir mächtig stolz sein. Vor allem unsere Defensive funktionierte wie schon anlässlich des ersten Heimspiels prächtig – mit dieser «Waffe» gelang es uns, den Seetalern den Giftzahn zu ziehen. Nun geht es in anderthalb Wochen auswärts bei den starken Mythen-Shooters weiter. Eine Zeitspanne, die es uns gestattet, verschiedene Blessuren einzelner Akteure auszukurieren.

Für Altdorf spielten: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker (8. bis 60. Minute); Pascal Arnold, Dave Bär (2), Mauro Bissig, Michael Bissig, Adrian Bucher, Marc Häusler (5), Mark Herzog (7), Andreas Schranz (5), Thomas von Deschwanden (2), Denis Wipfli (1), Simon Ziegler (2), Carlo Zurfluh.

 

Gelesen 1121 mal