Montag, 12 Dezember 2016 00:00

Weiterhin mit weisser Weste

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HC KTV Altdorf II – Borba Luzern 36:30

Altdorfs «Zwei» wahrte den Nimbus der Ungeschlagenheit vor eigenem Publikum. Mark Herzog mit sieben Treffern bester Skorer.

H2 Häuslermarc filteredAltdorfs Teammanager Patrik Amrein zog mit Genugtuung vom Parkett: «Seine» Truppe hatte am Samstag auch im Rahmen der vierten Heimvorstellung keine Konzessionen gemacht und das Punktepaar in den eigenen Reihen behalten. «Opfer» war Borba Luzern, das die Heimreise an den Fuss des Pilatus mit einer Schlappe anzutreten hatte. Altdorfs zweite Mannschaft grüsst in seiner Zehnergruppe jetzt von der vierten Position – gleichauf mit Ruswil/Wolhusen (8 Punkte), hinter dem verlustpunktelosen Kriens II (14), den Mythen-Shooters (9) und dem TV Horw (8), der eine Partie weniger ausgetragen hat. Nun steht den Altdorfern am kommenden Samstag im letzten Spiel des zu Ende gehenden Jahres der schwere Gang zum verlustpunktelosen Leader bevor.

Tobias Rieders Comeback

Im Tor der Platzherren stand nebst Luca Segantini wieder Tobias Rieder im Einsatz. Vor knapp einem Jahr hatte er sich einen Kreuzbandriss zugezogen und figurierte seither auf der Verletztenliste. Für Tobias war der Fight gegen die Borbasten zusätzlich speziell, stand in den Reihen der Luzerner doch sein Bruder Fabian im Einsatz, der zu Juniorenzeiten in den Reihen des KTV Altdorf das Handballhandwerk erlernt hatte.

Die Partie stand zu Beginn im Zeichen der Offensivreihen. Letztere zeigten sich gross in Fahrt, gelang es doch weder der Deckung weder hüben noch drüben, die Widersacher in den Griff zu bekommen. Das Altdorfer «Zwei» stellte seine Abwehr im Verlaufe der ersten Spielhälfte etwas um. Was Wirkung zeigte – wenn auch in beschränktem Rahmen. Immerhin waren es die Altdorfer, welche zur Pause mit 15:14 im Vorsprung lagen.

Verbesserte Abwehrleistung zementierte Erfolg

Die Platzherren nahmen sich im Kabinengespräch vor, im Deckungsbereich leistungsmässig zuzulegen. Was dank mehrerer Ballgewinne und einiger technischer Fehler der Luzerner prompt gelang. Mit einfachen Gegenstössen zeichnete sich der Sieg der KTV-Truppe ab. Die Partie war in der 48. Minute weitgehend entschieden, stand doch eine Acht-Tore-Reserve der Urner fest. Borbas Kollektiv gelang es in der Folge, den Rückstand auf fünf Längen zu reduzieren, doch am 36:30-Erfolg des KTV vermochte es nicht zu rütteln. Insgesamt lieferten die Gastgeber eine geschlossene Teamleistung ab. Linkshänder Mark Herzog zeichnete sich mit sieben Treffern als erfolgreichster Skorer aus. Aber auch vier weitere Akteure des Heimteams waren mit mindestens fünf Treffern an der Ausbeute beteiligt. Tobias Rieder feierte ein starkes Comeback. Einziger (kleiner) Wermutstropfen war, dass er ein Penaltygeschoss seines Bruderherzens nicht zu entschärfen wusste… Die Partie klang auch sportlich-kameradschaftlich beeindruckend aus. Einige Borbaspieler liessen es sich nämlich nicht nehmen, am Altdorfer Nachtleben aktiv teilzunehmen und mit ihren «Gegnern» anzustossen.

Defensiv sind noch Defizite auszuräumen

Das Fazit von Coach Patrik Amrhein: «Offensiv vermochte unsere Truppe zu überzeugen, was in den vorangegangenen Partien nicht immer der Fall gewesen war. Unser Tempospiel funktionierte teilweise super. Dadurch konnten die Luzerner immer wieder vor Probleme gestellt werden. Defensiv war auf unserer Seite nicht alles das Gelbe vom Ei, doch vermochte dieses Manko den Erfolg nicht in Frage zu stellen. Nun heisst es gegen Kriens II am jüngsten Erfolg anzuknüpfen und zu versuchen, die Leadercrew möglichst in Verlegenheit zu bringen.» Im Januar geht es dann erst am 21. weiter. Und zwar mit dem Auswärtsspiel in Malters.

Altdorf II spielte mit: Luca Segantini (1. bis 12. Minute), Tobias Rieder (restliche Spielzeit); Jérôme Arnold, Pascal Arnold, Dave Bär (5), Mauro Bissig, Michael Bissig (6), Adrian Bucher (2), Marc Häusler (5), Mark Herzog (7), Andreas Schranz (5), Dennis Wipfli (3), Simon Ziegler (2), Carlo Zurfluh (1).

 

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