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Handball NLB: TV Endingen- HC KTV Altdorf 32:25

 

Offenbar sind auch aller schlechten Dinge drei. Nun ist aber der erste Punktegewinn dringend gefragt.

 

Die Altdorfer unter Neo-Trainer Jan Sedlacek waren bezüglich Meisterschaftsauftaktprogramm nicht zu beneiden. Sie erhielten gleich die drei wohl stärksten Mannschaften vorgesetzt. Um prompt auch ebenso oft den Kürzeren zu ziehen. Dieses Mal erwischte es die Urner gegen NLA-Absteiger TV Endingen. Und zwar nicht nur mit einem respektive zwei Toren Differenz wie gegen GC/Amicitia Zürich sowie Schaffhausen, sondern gleich mit deren sieben. Erneut vermochten die Innerschweizer - ohne Nicolas Stocker, Tizian Dossenbach, Gregor und Christian Bär angetreten - ihr Leistungspotenzial nicht vollumfänglich abzurufen. Immerhin taxierte der Heimchronist des TVE den HC KTV Altdorf als „routinierte Innerschweizer“, um gleich anzumerken, dass es auf Seite der Aargauer primär der Nachwuchs war, welcher für die Musik sorgte. Endingens Kollektiv profitierte insbesondere von der Routine von Spielmacher Christian Riechsteiner, welcher den Altdorfern immer wieder echte Probleme aufgab. Hinzu kam, dass sich die Verpflichtung des neuen Ausländers, Lazar Tosic, als ein Schwarztreffer erweist. Er schlenzte den Ball als erfolgreichster Skorer seines Kollektivs gleich siebenmal ins Tor Marcel Luthigers.

 

0:3 nach gut zwei Minuten
Der Start fiel für die Altdorfer alles andere als vielversprechend aus. Denn schon nach 140 Sekunden lagen sie mit 0:3 im Hintertreffen. Wiederum erwies sich die Deckung als zu wenig resolut, was die wirbligen Gastgeber weidlich auszunützen verstanden. Zumal sie auch in Sachen Gegenstossapplikationen zeigten, wie Ballgewinne in „bare Münze“ umgesetzt werden können. Der HC KTV Altdorf vermochte zu wenige Akzente zu setzen, um den frühen Vorsprung der Endinger wettzumachen. Insbesondere bissen sich die Urner öfters als lieb die Zähne am top disponierten TVE-Schlussmann Dominik Rosenberg aus. Er wartete nicht nur mit sehenswerten Paraden auf, sondern wehrte - vor erneut 350 (!) TVE-Heimzuschauern - gleich drei Penaltybälle magistral ab. So kündigte sich bereits nach Ablauf der ersten halben Stunde an, dass die Gäste mit Volldampf der dritten Saisonniederlage entgegensteuerten.

 

Umgestelltes Deckungsdispositiv verfing nicht
Jan Sedlacek versuchte im Hinblick auf die zweite Halbzeit, das Abwehrkonzept umzubauen. Doch Endingen liess sich dadurch den Schneid nicht abkaufen. Die Aargauer gaben ihren Pausenvorsprung (fünf Tore, 18:13) in der Folge nicht mehr preis. Vielmehr bauten sie diesen gar auf sieben Längen aus, nachdem die zuletzt offensiv angelegte KTV-Deckung vergeblich versucht hatte, der schnittigen TVE-Angriffslinie den Zahn zu ziehen. Nicht zufrieden zeigte sich nach der erneuten Schlappe Jan Sedlacek. Er sprach gar von der „bisher schlechtesten Leistung“ im Rahmen der neuen NLB-Meisterschaft. Und wären da nicht die Altdorfer Topskorer Florian Wisotzki, Marc Fallegger und Thomas Hürlimann – insgesamt trafen sie zusammen 19-mal ins Volle – gewesen, hätte es für die Altdorfer wohl gar ein Debakel abgesetzt.

 

Im Zwischenklassement grüsst der HC KTV Altdorf nun punktelos vom ungewohnten vorletzten Rang. Ebenfalls noch ohne Zähler liegen Aufsteiger Lausanne und Handball Grauholz im Rennen. An der Tabellenspitze stehen zurzeit, gemeinsam mit je 6 Punkten, Endingen, GC/Amicitia Zürich, Schaffhausen und Lyss. Es darf aufgrund der gegenwärtigen Konstellation für den KTV-Trupp bereits von „Alarmstufe eins“ gesprochen werden. Nun empfangen die Urner am kommenden Samstag (18 Uhr, Feldli) die Leidensgenossen aus Lausanne. Ein erneutes Verlieren ist ganz einfach untersagt…

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger; Martin Betschart (2), Michael Bissig, Jost Brücker, Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (5), Flavio Fallegger, Thomas Hürlimann(5), Daniel Röösli (2), Peter Szilagyi, Florian Wisotzki (9), Edi Zakarauskas.