Nationalliga B: Chênois Genf – HC KTV Altdorf 34:31

 

Etwas allzu viel lief bei den Urnern aus dem Ruder. Letzte Runde muss jetzt über Playoff-Teilnahme entscheiden.

 

VerschworeneEin klitzekleines Pünktchen hätte den Innerschweizern in der Romandie genügt, um sich die Playoffteilnahme vorzeitig zu sichern. Dies deshalb, da Mitkonkurrent Schaffhausen am Donnerstag im vorgezogenen Spiel gegen Siggenthal wie später auch Leader Yellow Winterthur gegen Zofingen überraschenderweise recht klar den Kürzeren gezogen hatten. Fazit: Erst die 22. und letzte Runde des Qualifikationsdurchganges wird am kommenden Samstagabend bezüglich Vergabe der beiden Playoffteilnahme-Billetts entscheiden. Der rote Teppich blieb für den HC KTV Altdorf infolge der kassierten Niederlage somit eingerollt... Die gegenwärtige Ausgangslage: 1. Winterthur (32 Punkte, Tordifferenz +54), 2. Altdorf (31, +63), 3. Schaffhausen (29, +62). Altdorf empfängt jetzt noch Siggenthal, Winterthur den HS Biel, Schaffhausen den HC Arbon. Auch bezüglich Abstieg ist noch nicht alles geritzt: Vier Teams figurieren zurzeit in der roten Zone: Grauholz (16), GC/Amicitia (15), Steffisburg (14), Arbon (12).

 

 

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Achtung: Baldini-Halle statt Feldli-Arena

 

Die letzte wichtige Partie des HC KTV Altdorf findet am Samstag, 28. April (Anspielzeit: 18 Uhr), in der Baldini-Halle statt. Der Grund: Auf den Feldli-Anlagen findet am gleichen Wochenende das 91. kantonale Schwingfest statt. Die Halle wird in diesem Zusammenhang für die Präsentation des grossen Gabentempels benötigt.

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26 Fehlwürfe in der ersten Halbzeit

 

Im Anschluss an den recht fulminanten Start der Altdorfer (4:2-Führung nach fünf Minuten, Treffer erzielt durch Daniel Röösli/2, Peter Szilagyi sowie Jost Brücker), zeigte sich bald, dass die KTV-Deckung die in sie gesetzten Erwartungen an diesem Abend nur bedingt zu erfüllen vermochte. Zwar gelang es Spielertrainer Daniel Brack/3, Jost Brücker/2, Peter Szilagyi und Sebastian Munzert bis zur 18. Minute (nach dem 4:4), trotz Doppelmanndeckung (gegen Brack und Marc Fallegger zum Tragen gebracht) nochmals auf drei Längen Abstand zu erhöhen (11:8). Danach jedoch gaben die Romands Gegensteuer. In der 22. Minute erzielten sie erstmals den Führungstreffer. In der vorletzten Minute des ersten Spielabschnittes hatten sie sich gar mit 14:17 in Front geschossen – Altdorf traf innerhalb von 12 Minuten nur noch viermal ins Volle. Die Seiten wurden beim Stande von 15:17 gewechselt.

 

Die Bilanz der Innerschweizer fiel bis zu diesem Zeitpunkt recht bedenklich aus: 26 Fehlwürfe waren zu verzeichnen. Die KTV-Abwehr liess sich immer wieder aushebeln – ausnahmsweise vermochten auch seine beiden Torsteher nicht sonderlich zu überzeugen. Zur Ehrenrettung der KTV-Truppe bleibt anzumerken, dass der (39-jährige!) Genfer Hüter – eindeutig bester Mann auf dem Feld – mit etlichen Glanzleistungen in Erscheinung trat und dadurch den Altdorfer Akteuren zweifelsohne auch eine gehörige Portion „Mumm“ abzukaufen verstand.

 

Starker Ivan Fallegger

 

Eine ausgesprochen starke Leistung lieferte während des zweiten Spielabschnittes im Urner Kollektiv (nebst Spielertrainer Daniel Brack mit 10 und Daniel Röösli mit 6 Treffern) speziell Ivan Fallegger ab. Ungeachtet dessen, dass er noch bis am Samstag an der ETH Zürich an seiner Diplomarbeit zu arbeiten hatte und erst auf dem Schienenweg kurzfristig zu seinem Team gestossen respektive nachgereist war. Nach dem 17:21 (35. Minute) liessen Röösli (2) und Brack ihr Team neue Hoffnung schöpfen (21:22). Doch Chênois baute seinen Vorsprung wieder aus (24:28, 50. Minute). Zwischen der 51. und 56. Minute setzte Ivan Fallegger den Ball viermal ins gegnerische Netz (29:31). Doch nach zwei weiteren Treffern der Gastgeber war die Partie definitiv entschieden. Alles in allem bleibt anzumerken, dass der HC KTV Altdorf die schussgewaltigen Genfer nie wunschgemäss in den Griff zu bekommen vermochte und anderseits auch eine schlechte Ausnützung im Überzahlspiel verzeichnete, öfters sogar in Phasen numerischer Überlegenheit Minustreffer kassierte. Spielertrainer Daniel Bracks Bilanz: „Wir haben am Samstagabend leider nicht unser bestes Spiel gezeigt und es verscherzt, den so genannten big point einzufahren. Jetzt heisst es ganz einfach, am Samstag gegen das starke Siggenthal wieder unser gewohntes Leistungspotenzial auszuschöpfen und den Nimbus unserer Heim-Ungeschlagenheit im Rahmen der Finalissima aufrecht zu erhalten. Nur so können wir aus eigener Kraft die Playoffqualifikation schaffen.“

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Christian Bär, Daniel Brack (10), Jost Brücker (3), Ivan Fallegger (6), Marc Fallegger (2), Martin Betschart (1), Sebastian Munzert (1), Daniel Röösli (6), Peter Szilagyi (2), Dave Zürcher.

 

ZUM BILD

Verschworenes Team – im Hinblick auf die alles entscheidende Samstagabendpartie in der Baldini-Halle. FOTO: RUEDI AMMANN