Playoffs, NLB/NLA: Yellow Winterthur – HC KTV Altdorf 34:25

Die „verlängerte“ Saison ist auch für die Urner definitiv vorbei. Jetzt wird nach vorne geschaut.

HuwylerlukaIm Vorfeld der letzten Mittwochabend-Playoffrunde war nur noch eine Frage offen: Welches Team würde sich hinter Stäfa den zweiten Platz betreffs Zugehörigkeit zur höchsten nationalen Stärkeklasse 2012/13 sichern? Es gab zwei Möglichkeiten: Fortitudo Gossau respektive Yellow Winterthur, nachdem der HC KTV Altdorf bekanntlicherweise bereits nicht mehr im Gespräch stand.

 

In der Partie der bisherigen NLA-Teams Stäfa und Gossau tat sich – zumindest aus aussenstehender Optik besehen – eher Seltsames: Die Zürichseebuben führten zu Beginn des zweiten Spielabschnittes mit zehn Längen Vorsprung (!), während Winterthur gegen die Urner ebenfalls in Front lag. Aufgrund des Zwischenstandes hätte Yellow den Sprung nach oben (bessere Tordifferenz) geschafft. Doch in Stäfa schloss Gossau plötzlich auf, machte den Zehn-Tore-Vorsprung wett, holte schliesslich beide Punkte ab (29:27) und machte das Spiel mit dem „Tordifferenz-Rechenschieber“ zur Makulatur. In der Yellow-Chefetage fielen im Zusammenhang mit der „anderen“ Partie wenig freundliche Worte, es wurde gar von „Steigbügel-diensten“ der Höherklassigen untereinander gemunkelt.

 

Eine Halbzeit lang top mitgehalten

 

Was den HC KTV Altdorf betrifft: Die Urner hielten am Mittwochabend in Winterthur eine Halbzeit lang ausgesprochen gut mit, trotzdem auf die verletzten Marcel Luthiger und Dave Bär verzichtet werden musste und einige weitere Akteure angeschlagen angetreten waren. „Es war erklärtes Ziel, uns sportlich zu verhalten und das Beste zu zeigen, obwohl wir natürlich bezüglich Mitsprache um den Aufstieg die Chancen bereits verspielt hatten“, erklärte Coach Predi Ceko zum Pausenergebnis (16:14 zugunsten der Gastgeber). Im Verlaufe des zweiten Spielabschnittes neigte sich das Zünglein an der Waage immer deutlicher zugunsten der klar stärker werdenden Zürcher. In den Reihen der Innerschweizer, bei denen die Luft doch etwas draussen schien, schlug es Mal für Mal ein, so dass schliesslich eine deutliche Niederlage unvermeidlich war. Zum Verhängnis wurden dem KTV-Trupp speziell gewisse Unkonzentriertheiten. Diese ermöglichten es Yellow immer wieder, besonders mit Konterattacken zum Erfolg zu kommen: Insgesamt waren es mehr als anderthalb Dutzend Gegenstösse, welche die Platzherren erfolgreich abzuschliessen wussten.

 

Spielertrainer Daniel Brack und Coach Predi Ceko attestierten ihrem verständlicherweise doch etwas frustrierten Team abschliessend, insgesamt immerhin eine Top-Meisterschaft, mit dem Erreichen der Playoffs, gezeigt zu haben, „auch wenn wir uns natürlich den einen oder anderen Zähler im Rahmen der Championats-Finalissima durchaus erhofft hatten. Es ist doch etwelches Pech, gleich vier Partien gegen höherklassige Teams mit nur je zwei mickrigen Längen Differenz verloren zu haben“, bilanzierte Ceko. Das abschliessende Playoffklassement: 1. Stäfa (10 Punkte, +17), 2. Gossau (8, +4), 3. Yellow Winterthur (6, +1), 4. Altdorf (0,

-22).

 

Voreilige Transfer-Verbandsmeldungen

 

Einigen Unmut löste in der Chefetage des HC KTV Altdorf die Medienmitteilung des schweizerischen Dachverbandes (auf der SHV-Homepage nachzulesen) bezüglich Transfer des bisherigen Stäfa-NLA-Akteurs Lukas Huwiler (bereits früher eine Saison beim HC KTV Altdorf mitwirkend) aus. Es ist zwar richtig, dass der 22-jährige Linkshänder (eventueller Ersatz für Daniel Röösli) im gegenseitigen Einvernehmen mit der Stäfner Vereinsleitung den bestehenden Vertrag vorzeitig aufgelöst hatte, Gespräche mit dem HC KTV Altdorf gelaufen und bereits einige Details besprochen worden waren, doch ein entsprechendes Dokument mit den Urnern ist im gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht unterzeichnet, auch wenn das Ganze nach Aussagen der KTV-Verantwortlichen „mit einiger Wahrscheinlichkeit bevor stehen dürfte“, wie am Donnerstagvormittag - nach Rückfrage - zu erfahren war.

 

ZUM BILD

Bereits vor zwei Saisons spielte Lukas Huwiler (Stäfa, NLA) beim HC KTV Altdorf (NLB) vorübergehend mit. FOTO: RUEDI AMMANN