Playoffs NLB/NLA


StaefaMit gemischten Gefühlen reisten die Altdorfer am Freitagabend, 11. Mai, nach Gossau (NLA). Bereits die Anfahrt gestaltete sich schwierig. So steckten die Urner bei Zürich nicht weniger als anderthalb Stunden im Autobahn-Stau, so dass sich dann die Vorbereitungsphase in der Ostschweiz auf ein absolutes Minimum reduzierte und deshalb alles andere als optimal war. In den Reihen der Altdorfer fehlte Ivan Fallegger (Diplomabschluss), dafür war der gegen Stäfa infolge Krankheit ausgefallene Marc Fallegger wieder mit dabei. Als „Mann für Notfälle“ figurierte der Ex-Altdorfer Topspieler Florian Wisotzki auf dem Mannschaftsblatt, ebenso erstmals der KTV-Nachwuchsakteur Fabian Auf der Maur.

 

Ausgeglichene Partie vom Anpfiff weg

Der HC KTV Altdorf zeigte auch gegen den zweiten NLA-Widersacher absolut keinen Respekt. Die Urner lieferten gegen die favorisierten Gastgeber während der ersten Halbzeit eine ebenbürtige Leistung ab. Nach knapp 20 Minuten lautete das Skore 9:9 – die Seiten wurden beim Stande von 14:13 (für Gossau) gewechselt. Bereits zu Beginn des zweiten Spielabschnittes sah sich Altdorfs Topskorer und Spielertrainer Daniel Brack mit einer unbequemen Manndeckung konfrontiert, was natürlich in den Reihen der Innerschweizer einige Umstellungen bezüglich Spielanlage notwendig machte. Nach 45 Minuten lautete das Skore prompt 22:17 zugunsten der Ostschweizer. Fatal in dieser Phase war aus Sicht der Urner, dass sie gleich vier hundertprozentige Chancen nicht in Zählbares umzumünzen verstanden. Trotzdem brachte der nun mächtig Druck entwickelnde KTV-Trupp den Thron der Gossauer nochmals mächtig ins Wackeln (25:23). In der Schlussphase reduzierte Altdorf den Rückstand - ein Spiegelbild zum Heimspiel gegen Stäfa! – auf eine klitzekleine Länge (26:25), ehe Gossau dann 30 Sekunden vor Spielschluss den matchentscheidenden Treffer zum finalen 27:25 unter Dach brachte. Anzumerken bleibt, dass dieses Mal die Spielleiter eine souveräne Leistung zeigten. Altdorfs Spielertrainer Daniel Brack zur Partie: „Wir lieferten gegen Gossau eine durchschnittliche Performance ab. Bei einem maximalen Rendement wäre wohl mehr drin gelegen.“

 

Ex-Nationalspieler Urs Schärer reaktiviert

 

Jetzt will sich der HC KTV Altdorf am Sonntagabend, 13. Mai, in der Feldli-Arena (Anspielzeit: 20 Uhr; Neo-Regierungsrat Beat Jörg wird die Partie gegen Winterthur eröffnen!) den ersten Sieg im Rahmen der Playoffs unter den Nagel reissen. Bereits im Retourspiel der Qualifikationstour zeigten die Urner, dass sie durchaus in der Lage sind, am Lack der NLB-Gruppensieger erfolgreich zu kratzen. Yellow hat übrigens die zweite Partie der Playoffs am Freitagabend in Stäfa mit nur einem Törchen Unterschied verloren, dabei den KO-Schlag erst 18 Sekunden vor Spielschluss kassierend. Interessantes Detail: Das Team aus der Eulach-Stadt hatte gegen Stäfa den 177-fachen früheren Internationalen Urs Schärer reaktiviert. Daniel Brack vor dem sonntäglichen Heimfight: „Wir werden alles geben, um die beiden Punkte in den eigenen Reihen zu behalten, wohl wissend, dass sich die Gäste zurzeit einer beneidenswerten Form erfreuen.“ Wie genau das KTV-Kollektiv besetzungsmässig einlaufen wird (mit oder ohne Ivan Fallegger/Florian Wisotzki) halten Brack sowie Coach Predrag Ceko aus verständlichen Gründen noch unter Verschluss…

 

Altdorfs Aufgebot gegen Gossau: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Dave Zürcher, Marc Fallegger, Daniel Brack, Dave Bär, Peter Stilagyi, Florian Wisotzki, Christian Bär, Martin Betschart, Sebastian Munzert, Daniel Röösli, Jost Brücker, Fabian Auf der Maur.

 

ZUM BILD

Florian Wisotzki verstärkte in Gossau das KTV-Kollektiv. FOTO: RUEDI AMMANN