pedroncelliDamenhandball, 2. Liga: HC KTV Altdorf – Spono Nottwil 21:22

 

Dienstagabendpartie stand bis zuletzt auf des Messers Schneide. Zu viele technische Eigenfehler führten das Aus herbei.

 

 

Die Serie der knappen Niederlagen geht für die Altdorferinnen weiter. Dieses Mal fatalerweise auch im Regionalcup. Gegen die Vertretung von Spono Nottwil, die in der laufenden Meisterschaftssaison auswärts um Haaresbreite das bessere Ende für sich behalten hatte, wurde am Dienstagabend in der Baldini-Halle der Kürzere gezogen. Das Aus kam indessen erst in der Schlussminute zustande, nachdem der HC KTV Altdorf einen weiteren der insgesamt etlichen Schüsse nur an die gegnerische Torumrandung geknallt hatte (dieses Mal war Shelly Eisner der Unglücksrabe). Doch es lag schliesslich nicht nur an dieser versiebten Kapitalchance der Urnerinnen beim Stande von 21:21 (und erst noch in Unterzahl agierend…): Sie schaufelten sich die Grube bereits vorgängig selbst, da sie eine Vielzahl penibler technischer Fehler produzierten und so den (auch nicht sonderlich) überzeugenden Besucherinnen den Schritt in den Halbfinal überhaupt ermöglichten.

 

Mehrmalige Führung – aber Pausenrückstand

 

In den Reihen des HC KTV Altdorf musste anlässlich der durch Martin Betschart gut geleiteten Partie auf das Mittun von Mirjam Arnold (Unfall im wenige Tage zuvor bestrittenen Meisterschaftsspiel gegen Emmen), Belinda Kieliger und Manuela Frey verzichtet werden. Den Führungstreffer (1:0) erzielte in der 4. Minute Cornelia Rickli. Fehlende Präzision in den KTV-Angriffen und mangelnder Druck spielten den Besucherinnen in die Hand: Sie glichen aus und markierten das 1:2. Bis zur 25. Minute erarbeiteten sich die Altdorferinnen mehrheitlich offenkundige Spielanteile. Als Manuela Bär und Fränzi Brand aus dem 4:4 ein 6:4 aus dem Hut gezaubert hatten, schienen sich die KTV-Damen einer Vorentscheidung zu nähern. Doch Fehlanzeige: Spono Nottwil meldete sich zurück, zumal die Gastgeberinnen immer wieder (auch) durch viel zu frühe Abschlussversuche einen Ausbau der Reserven versiebten. Da nützten auch verschiedene eindrückliche Interventionen von Luzia Briker im KTV-Tor nichts. Immerhin hatte Brigitte Kempf nach dem 9:11 durch zwei Treffer (Penalty sowie Einzelaktion) wieder den Gleichstand (11:11) hergestellt. Der letzte Minustreffer, aus Altdorfer Optik, fiel just mit dem Halbzeit-Sirenenton zusammen.

 

Eindrückliche Fleissleistung

 

Nachdem Michelle Zwahlen den Torsteherinnenposten übernommen hatte und gleich mit einer Topparade ihre Aufwartung gemacht hatte, bauten die Luzernerinnen ihren Vorsprung auf drei Längen (12:15, 14:17) aus. Rabenschwarzes Pech war, dass Brigitte Kempf einen Sieben-Meter-Ball knapp neben das gegnerische Tor zirkelte. Doch das KTV-Kollektiv gab sich nicht auf. Zweimal Manuela Bär, Fränzi Brand sowie Cornelia Rickli zeichneten für den Gleichstand (19:19) zuständig. Simone Renner (aberkanntes Tor) und ein Aussetzer Fränzi Brands (allein am gegnerischen Kreis aufgetaucht) bestrafte Spono Nottwil postwendend mit dem 19:20. Noch aber hatten die beiden Teams ihr Pulver nicht verschossen. Zweimal zirkelte Shelly Eisner den Ball ins gegnerische Netz, ehe ein erneuter fataler Ballverlust der Urschweizerinnen Spono Nottwil zum „lucky punch“ (und Siegestreffer) verhalf. Ein direkt auszuführender Freiwurf (Shelly Eisner) in der Schlusssekunde änderte am Ergebnis nichts mehr. „Wir hätten uns für die Meisterschaftsniederlage durchaus revanchieren können. Doch die fehlende Cleverness kostete schliesslich Kopf und Kragen“, bilanzierte der verständlicherweise enttäuschte Trainer Angelo Pedroncelli nach dem knapp verpassten Einzug in den Regionalcup-Halbfinal.

 

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Michelle Zwahlen; Manuela Bär (5), Fränzi Brand (5), Shelly Eisner (4), Stephanie Gisler, Michaela Jauch, Brigitte Kempf (3), Alissa Pedroncelli, Monja Pedroncelli (2), Simone Renner, Cornelia Rickli (2).

 

 

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Alissa Pedroncelli im „Anflug“ – links Fränzi Brand. FOTO: RUEDI AMMANN