Gegen Handball Emmen hingen die Trauben für den HC KTV Altdorf zu hoch. Die Luzernerinnen, welche sich noch Chancen – allerdings recht bescheidene, da zurzeit 5 Punkte Rückstand auf Hochdorf aufweisend – bezüglich Gruppenmeisterinnen-Titelgewinn ausrechnen, zeigten sich während der gesamten 60 Spielminuten als mehrheitlich dominantes Kollektiv. Die Urnerinnen verkauften sich allerdings schlecht. Sie liessen sich immer wieder von gegnerischen Gegenstössen überraschen, verscherzten zahlreiche eigene Chancen und gingen alles über alles gesehen ganz einfach zu unkonsequent ans Werk. Der frühzeitig eingehandelte 0:3 respektive 2:6-Rückstand erwies sich als eigentliche Hypothek – bis zur Pause wuchs der Vorsprung Emmens auf sechs Längen (14:8) an. Als Negativum aus Sicht der Altdorferinnen wäre natürlich speziell die Knieverletzung Mirjam Arnolds (schon in der ersten Spielphase eingehandelt) zu vermerken. Die KTV-Akteurin spielte die Partie dessen ungeachtet zu Ende, wird – nach ärztlicher Konsultation – ihrer Formation jetzt aber für einige Zeit fehlen. Während der zweiten Halbzeit gaben die Gastgeberinnen das Zepter nicht mehr aus der Hand. Altdorfs Alternativen – nur eine zur Verfügung stehende Rückraumspielerin – bildete ein zu grosses Handicap, als dass die Niederlage (18:27) noch hätte abgewendet werden können. Daran vermochte auch Fränzi Brand nichts zu ändern, die an diesem Spieltag mit sieben erzielten Treffern zu beeindrucken wusste.

 

Im Zwischenklassement liegt der HC KTV Altdorf (13 Spiele, 8 Punkte, -3) noch immer ganz knapp über der Gefahrenzone, allerdings nur dank einem weniger (als die direkte Konkurrenz) bestrittenen Spiel und der wesentlich besseren Tordifferenz. Aus dem „hellroten“ Bereich grüssen der BSV Stans (13/8, -71) sowie die Mythen-Shooters (14/8, -38). Auf dem direkten Abstiegsplatz ist Sursee (14/5) angesiedelt.

 

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Michelle Zwahlen; Mirjam Arnold (1), Manuela Bär (2), Fränzi Brand (7), Michèle Eisner (1), Brigitte Kempf (2), Belinda Kieliger (1), Alissa Pedroncelli (1), Cornelia Rickli (1), Stephanie Gisler (2).