Die ältesten Juniorinnen waren es sich bewusst: Es würde in der Luzerner Maihof-Halle gegen das Kollektiv der SG Emmen/Borba in der Stärkeklasse 2 einen „engen“ Fight absetzen. Dass es dann tatsächlich zu einem solchen kam, war aber nicht der Leistung der Urnerinnen, sondern der einen schwachen Tag einziehenden Spielleiterin Violeta Ettlin zuzuschreiben. Sie sprach hauptsächlich gegen die Urnerinnen teils nicht nachvollziehbare Zeitstrafen aus, so dass der KTV-Trupp praktisch während der gesamten zweiten Spielhälfte in Unterzahl agieren musste. Sauer stiess die Ref-Leistung begreiflicherweise insbesondere Altdorfs Coach Silvio Zgraggen auf.

 

Der HC KTV Altdorf trat in Luzern mit nur einer Ersatzspielerin an - Noemi Gisler ausgeklammert, die infolge ihrer langwierigen Knieverletzung nach langer Rekonvaleszenzzeit zurzeit erst bei Penaltyverdikten aufs Feld beordert werden kann. Die Urnerinnen starteten ruhig und überlegt, ohne allzu riskante respektive zu frühe Abschlussversuchs-Raketen steigen zu lassen. Die KTV-Abwehr wirkte aggressiv, ohne je die Grenzen der Fairness zu überschreiten. Weil es den Gästen gelang, eine praktisch hundertprozentig positive Abschlussquote vorzuweisen, konnte bis zur Pause eine recht beruhigende 9:5-Reserve herausgearbeitet werden. Während des zweiten Abschnittes schlichen sich bei den Altdorferinnen vermehrt technische Fehler ein – durchaus verständlich beim hohen vorgelegten Tempo, den höchst begrenzten Auswechselmöglichkeiten sowie der geschilderten übermässig vielen kassierten 2-Minuten-Strafverdikten. Durch den 18:16-Sieg erhöhten die Urschweizerinnen ihr Punktekonto auf 6 Einheiten, sich dadurch definitiv im Ranglistenmittelfeld positionierend.

 

Altdorf spielte mit: Isabelle Studer, Chiara Arnold (1), Marlies Arnold, Gabriela Bissig (2), Noemi Gisler (2 P.), Katarina Kristo (3), Isabelle Lauener (2), Tea Pavic (4), Livia Waser (4).