Die SF US Yverdon West zierte nach den ersten acht Partien im Zwischenklassement den ersten Platz. Sie überzeugte im Rahmen ihrer fünf Heimspiele und war zu Hause ungeschlagen. Die SG Stans-Altdorf war bestrebt, diese Regelmässigkeit zu durchbrechen. Die Waadtländer wahrten den Nimbus ihrer Ungeschlagenheit indessen knapp. Nach ihrem jüngsten Sieg (32:29) führen die Romands mit 14 Punkten, 2 Zähler vor Birsfelden. Die SG Stans/Altdorf belegt den 8. Platz (8 Punkte). Sie liegt damit nur noch 2 Längen vor der ominösen „roten Zone“.

Yverdons Kollektiv zeigte von Beginn weg, dass es bereit war, die Top-Heimserie fortzusetzen, übernahm bereits in der Startphase das Spieldiktat und ging 7:3 in Front. Die Gäste sündigten von Beginn weg im Abschluss. Überhastet vorgetragene Aktionen kennzeichneten ihr Spiel. Einzig Lukas Wicki im Tor hielt sehr gut. Er bewahrte sein Team vor einem grösseren Rückstand. Auch ein Timeout brachte die erhoffte Wende nicht. Anlässlich der Pausenbesprechung (beim Stande von 17:9 für die Platzherren) waren sich SGSA-Trainer und -Spieler einig: „Wir haben nichts mehr zu verlieren, kämpfen aber bis zum Schlusspfiff.“

Während der zweiten Hälfte präsentierte sich vorerst das gleiche Bild. Der Leader erzielte das erste Tor. Nach einer Überzahl-Situation (19:10) fanden die Innerschweizer besser ins Spiel. Sie holten Tor um Tor auf und zeigten, dass sie durchaus in der Lage wären, den Gegner zu fordern. Beim Stande von 23:20 sahen sich die Waadtländer gezwungen, ihr erstes Timeout zu nehmen. Mit zwei Toren in Serie vermochten sich die Einheimischen prompt wieder ein Polster anzueignen. Doch die SG Stans-Altdorf fightete unentwegt weiter. Sie brachte den Leader (30:28) nochmals arg in Bedrängnis. Die beiden Unparteischen standen in der Schlussphase dem Heimteam dann deutlich näher: Sie übersahen Schrittfehler, belegten die Gäste mit zwei fraglichen Zeitstrafen und wollten zu guter Letzt auch nicht gesehen haben, dass die Einheimischen bei einer Strafe 7 Sekunden zu früh ergänzten, was reglementsgemäss eine weitere Strafe zur Folge gehabt hätte. Nach Intervention der Stanser Trainer wollten die Spielleiter weder die überforderten Zeitnehmer noch den gegnerischen Trainer konsultieren. „Den Grund für die Niederlage allein bei den Unparteiischen zu suchen, wäre aber wohl zu einfach. Es reicht in der Regel ganz einfach nicht, wenn man nur während einer Halbzeit eine gute Leistung abzurufen vermag. Neun Tore in der ersten und zwanzig Treffer während der zweiten Hälfte sprechen eine deutliche Sprache“, bilanzierten die SGSA-Teamchefs in der Retrospektive.

Für die SG Stans/Altdorf spielten: Lukas Wicki, Cyrill Casanova; Cyril Keller (5), Marc Häusler (3), Andri Lehmann (8/1) Carlo Zurfluh Carlo, Darius Rosenkranz, Elias Arnold (3/3), Dani Baumann, Marc Herzog (3), Sebastian Achermann (7), Dominik Achermann, Mauro Bissig, Manuel Gisler, Patrik Barmettler.