Gegen den TV Birsfelden rechnete sich die SG Stans/Altdorf auswärts reelle Siegeschancen aus. Mit einem Erfolg hätten sich die Innerschweizer aus dem Problembereich absetzen können. Doch die entsprechende Chance wurde versiebt – die Partie ging mit 29:33 an die Basler. Im Zwischenklassement verblieb das Kollektiv der SGSA auf dem 8. Platz (8/8), knapp oberhalb der „roten Zone“ (Abstieg aus der Interklasse), vor Gossau (10/8), der SG Pilatus (11/6) sowie Muri (9/3). Der nächste Einsatz folgt erst am 21. Januar, auswärts gegen Schlusslicht Muri.

Die Gastgeber starteten besser in die Partie. Sie zogen 5:2 in Führung. Birsfelden praktizierte eine offensive 3:3-Deckung. Auf diese Variante vermochten sich die Akteure der SGSA mit zunehmender Spieldauer immer besser einzustellen. Sie waren öfters über den Kreis erfolgreich und holten Tor um Tor auf. Beim Stande von 9:9 schafften die Innerschweizer den Ausgleich, um später gar 12:11 in Front zu ziehen. Nach einem harten Foul an Sebastian Achermann vermochte dieser vorerst nicht mehr mitzuspielen. Die Mannschaft reagierte auf diesen Ausfall sichtlich verunsichert. Die Basler nutzten die Situation aus. Sie zogen bis zur Pause mit 19:15 in Führung.

Zur zweiten Spielhälfte warteten die Innerschweizer mit einer starken Phase auf. Innerhalb kurzer Zeit drehten sie das Spiel. Mit 7:1 Toren wandelte die SGSA den Pausenrückstand in eine 22:20 Führung um. In der Folge glich sich das Spielgeschehen aus (23:23). Dann folgte die entscheidende Szene: Cyril Keller beging in einer 1:1-Situation an seinem direkten Gegenspieler ein „normales“ Foul. Dieser wehrte sich vehement aus der Umklammerung. Die beiden Schiedsrichter zeigten zweimal 2 Minuten. Beide gegen Keller verhängt. Die Birsfelder nutzten diese Überzahl resolut aus. Sie zogen 28:25 in Führung. Der SG Stans-Altdorf gelang es, noch einmal bis auf eine Länge zu verkürzen. Eine weitere fragwürdige Zeitstrafe und zwei vergebene glasklare Chancen am Kreis besiegelten das Schicksaal der Nidwaldner/Urner.

Den Grund für die Niederlage bei den Unparteiischen zu suchen, wäre wohl zu einfach. Die Schiedsrichter zeigten während drei Viertel der gesamten Spielzeit eine gute Leistung. In der Schlussphase wollten sie vermutlich das Strafenverhältnis ausgleichen. Stefan Arnold zum Spiel: „Wir haben diese Partie anlässlich von Überzahlsituationen verloren. Eine ausgeglichene Bilanz in Phasen numerischer Überlegenheit hätte zum Punktegewinn eigentlich bereits gereicht. Die unberechtigte 4-Minuten-Strafe gegen Cyril Keller entschied vermutlich den Ausgang der Begegnung.“

Für die SGSA spielten: Lukas Wicki, Cyrill Casanova; Cyril Keller (4), Marc Häusler (3), Andri Lehmann (5), Patrik Barmettler (2), Darius Rosenkranz, Elias Arnold (3), Dani Baumann, Marc Herzog (2), Sebastian Achermann (2), Dominik Achermann (8), Mauro Bissig, Manuel Gisler.