U11Dem HC KTV Altdorf ist es gelungen, im neuen Jahr erstmals ein U11-Nachwuchsteam zu bilden. Unter der Leitung von Tobias Rieder entwickelten die Girls und Boys rasch ein beachtliches technisches Können. Nach einem ersten Turniersieg wurde der ersten Heimvorstellung mit besonderem Interesse entgegengeblickt. Die „Premiere“ vermochte prompt eine stattliche Anzahl Zuschauer in die Feldli-Arena zu locken.

Krimi im Urschweizer Derby

Im ersten Spiel mass sich der viel Selbstvertrauen an den Tag legende KTV-Nachwuchs mit dem TV Sarnen. Die Obwaldner waren aufgrund ihrer letzten Ergebnisse als durchaus ebenbürtig einzuschätzen. Vorerst agierten die Gastgeber etwas gehemmt. Zwar musste Torhüter Luca Aschwanden nur viermal hinter sich greifen, doch da die Offensive noch nicht warm gelaufen war, kam bis zur Pause eine 3:4-„Hypothek“ zustande. In der zweiten Halbzeit griff Luca Aschwanden, der den Torsteherposten Alani Imhof überlassen hatte, erfolgreich ins Angriffsspiel ein. Mit zwei schönen Einzelaktionen schoss er die Altdorfer in Front. Danach folgte ein echter Krimi: Die Sarner glichen jede Führung der Altdorfer immer wieder aus. Nach dem 9:8 zugunsten der jungen Urner entwickelten die Obwaldner in der Schlussminute zusätzlichen Druck, vermochten indessen die gut organisierte gegnerische Defensive nicht mehr zu überwinden. Somit war der erste Heimsieg des HC KTV Altdorf definitiv perfekt.

Die erste Halbzeit gegen Spono Nottwil verlief recht monoton (2:0). Angesichts der Spielanteile eine viel zu knappe Führung der Gastgeber, die etwas Kaltblütigkeit vermissen liessen. Nach der Pause legten die Altdorfer einen höheren Gang ein. Sie liessen Spono nie richtig ins Spiel kommen. Letztlich durften sich beide KTV-Torhüter über den Shutout (7:0) freuen.

Emmen als Troubleshooter

Als dritter Gegner trat der HC Emmen an. Mit starkem Selbstvertrauen starteten die Urner ins Spiel; zumal die Besucher anlässlich des letzten Aufeinandertreffens relativ locker bezwungen worden waren. Doch die Luzerner hatten sich gut auf das kreative Spiel der Urner eingestellt. Sie liessen Letzteren wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Trotzdem traf Kapitän Joël Arnold viermal ins Schwarze. Er hatte grossen Anteil an der 5:4-Pausenführung. Fatalerweise verzeichneten die Altdorfer während des zweiten Spielabschnittes eine unbegreifliche Baisse. Die Gäste trumpften in der Offensive anderseits gross auf. Sie gingen in der Deckung kompromisslos zur Sache. Insbesondere gegen den Luzerner Topskorer fand der KTV kein valables Mittel. Schliesslich kam für die Einheimischen eine ebenso knappe wie bittere 8:9-Niederlage zustande. Sie kostete die Urner, wie sich weisen sollte, schliesslich den Turniersieg.

Sichtlich über die knappe Niederlage geschockt, wurde die vierte Partie in Angriff genommen. Malters, das zuvor in drei Spielen 38 Treffer (!) kassiert hatte, gelangen in der ersten Halbzeit nur zwei Erfolgserlebnisse. Glücklicherweise vermochte Trainer und Coach Tobias Rieder seine Schützlinge in der Pause neu zu motivieren. Die schlechte erste Halbzeit war in der Folge wie weggewischt. Locker erzielten die Altdorfer Tor um Tor. Sie behielten das bessere Ende mit 9:2 für sich.

Auch wenn der Turniersieg infolge der Tordifferenz knapp verpasst worden war, zeigte sich Tobias Rieder mit seiner Mannschaft abschliessend zufrieden. „Wir haben insgesamt nur 18 Treffer erhalten, was fantastisch ist. Falls wir es nun schaffen, die Effizienz vor dem gegnerischen Tor etwas zu steigern, werden sich die künftigen Gegner warm anziehen müssen.“

Für Altdorf spielten: Luca Aschwanden (Tor/Feld, 14), Alani Imhof (Tor, 1); Joël Arnold (16), Seline Arnold, Lukas Baumann, Laura Bulgheroni, Felicia Gaggiotti, Daniel Gisler, Moritz Gisler, Noah Imhof, Ivo Kamer, Lynn Müller (1), Fabio Schenker, Rea Unternährer.

 

ZUM BILD

Die Heimpremiere glückte den KTV-Benjaminen (hier mit Trainer Tobias Rieder), mit einer Ausnahme, sehr gut. FOTO: RUEDI AMMANN