Zu seinem vierten Saisonturnier trat das jüngste Kollektiv des HC KTV Altdorf in Rothenburg an. Als erster Gegner erschien der HC Goldau auf dem Parkett. Die jungen Schwyzer kannten die Urner noch zur Genüge, denn Letztere hatten gegen diese schon in Nottwil den Kürzeren gezogen. Der Start verlief zurückhaltend. Beide Mannschaften spielten hinten kompakt. So blieben gute Tormöglichkeiten eher Mangelware (2:3). Zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischten die Goldauer den besseren Start (4:7). Die Urner zeigten jedoch eine starke Reaktion. Sie reduzierten den Rückstand (6:7). Doch dieser Kraftakt forderte seinen Tribut: Die Schwyzer nutzen einige Abstimmungs-probleme ihrer Gegner eiskalt aus und machten den Sack endgültig zu (7:9).

Arnold und Aschwanden als „Bomber“

Zum zweiten Match trat der HC KTV Altdorf gegen das Fanionteam des BSV Borba Luzern an. Beide Teams starteten offensiv. Altdorfs Torsteher Moritz Mattli und sein Gegenüber hatten alle Hände voll tun. Beide zeichneten sich mehrmals aus. Die Urner waren scheiterten mehrmals an der gegnerischen Torumrandung. 6:6 lautete das Skore zur Pause. Die Luzerner Abwehr wirkte nach dem Tee plötzlich extrem unkonstant, während das KTV-Kollektiv sich erheblich zu steigern vermochte. Vor allem die beiden „Bomber“ vom Dienst, Joël Arnold und Luca Aschwanden, beeindruckten. Sie erzielten zusammen in diesem Fight ganze 11 Treffer. Dank ihrer Tore und der geschlossenen Verteidigungsleistung errangen die Urner mit 16:11 den Sieg. Unglückliche Heldin dieses Spiels war Lynn Müller. Sie hatte ihren Treffer mit einem angeknacksten Knöchel zu „bezahlen“ und während der folgenden Partie zu pausieren.

Viele aberkannte Treffer

Als dritter Gegner trat der HC Fides Ruswil an. Die Begegnung versprach ein Spiel auf Augenhöhe zu werden. Der Match zeigte sich geprägt von den beiden Defensivblöcken und einer teils extrem fragwürdigen Schiedsrichterleistung. Die erste Halbzeit war ein Kampf um jeden Ball und jeden Zentimeter. Nach dem 4:4 zur Pause vermochte sich das Altdorfer Publikum kaum mehr auf den Sitzen zu halten. Gleich vier (!) Tore waren seinem Team aberkannt worden. Als Joël Arnold 20 Sekunden vor Spielende den vermeintlichen Siegtreffer erzielt hatte und auch dieser zu Unrecht sistiert worden war, tobte nicht nur Trainer und Coach Tobias Rieder auf der Spielerbank - auch etliche Urner Fans und Spieler verstanden die Welt nicht mehr. Doch mit dem Abpfiff folgte die Überraschung: Entgegen den Notizen der Altdorfer und Ruswiler stand es nicht 8:8, sondern 9:8 zugunsten der Urschweizer. „Auch wenn der Sieg am Ende kurios wirkte, haben wir ihn klar verdient“, kommentierte Tobias Rieder den zweiten Vollerfolg an diesem Turniertag.

Deutlicher Sieg zum Schluss

Im letzten Spiel standen sich Altdorf und Malters gegenüber. Die jungen Urner hatten sich fest vorgenommen, diese Partie bis zur Pause für sich zu entscheiden, um während der zweiten Hälfte dann einige neue Varianten ausprobieren zu können. Nach dem 5:3 war die zweite Halbzeit mehrheitlich mit nur drei Akteuren zu bestreiten. Laura Bulgheroni markierte ihren ersten Treffer. Auch Lynn Müller war wieder fit und schrieb sich in die Skorerinnenliste ein. Altdorf gewann 10:5 – ein klarerer Erfolg wäre durchaus möglich gewesen.

Nach drei Siegen in Serie belegte der HC KTV Altdorf den zweiten Turnierplatz, da Goldau im letzten Fight gegen Borba Luzern mit einem Unentschieden alles klar zu machen verstanden hatte.

 

Für Altdorf spielten: Alani Imhof Alani (Tor), Moritz Mattli (Tor/3); Joël Arnold (19), Seline Arnold (2), Luca Aschwanden (13), Laura Bulgheroni (1), Felicia Gaggiotti, Daniel Gisler, Moritz Gisler, Noah Imhof (2), Ivo Kamer, Lynn Müller (2), Rea Unternährer.