Nati B: GC/Amicitia Zürich – HC KTV Altdorf 29:38

Urner festigten Leaderposition (Vorsprung jetzt 3 Punkte). Weil Direktverfolger HSG Suhr/Aarau gegen Siggenthal/

Vom Stein mit 23:27 strauchelte.

 

SzilagiyDatenübermittlung ist das eine – Verlässlichkeit darauf das andere. Genauer: Die Wochenendmedien (inklusive Teletext) berichteten von einem Auswärtserfolg des HC KTV Altdorf in Zürich gegen GC/Amicitia in Grössenordnung von 28:34. In Tat und Wahrheit fuhren die Schützlinge von Spielertrainer Daniel Brack und Coach Predrag Ceko aber einen solchen mit satten 9 Toren Unterschied (29:38) ein. Dies könnte natürlich im Extremfall durchaus Einfluss haben, falls später mal zu einer Klassierungs-Entscheidfindung die Tordifferenz beigezogen werden müsste…

 

Bereits zur Pause klar in Front

 

Um es vorweg zu nehmen: Die Altdorfer lieferten gegen die sich im Abstiegsstrudel - und deshalb erst recht unberechenbaren - befindenden Limmatstädter nicht gerade die berauschendste aller Leistungen ab. Immerhin reichte sie dazu aus, den „Underdogs“ ganz klar den Tarif durchzugeben. Die Startphase gestalteten die Kontrahenten ausgeglichen. Nach dem 8:8 legten die Innerschweizer aber einen Zahn zu, setzten sich ab und liessen bis zur Pause einen 7-Tore-Vorsprung (17:10) Tatsache werden. Damit waren die Altdorfer recht gut bedient – GC/Ami hätte ein etwas schmeichelhafteres Zwischenresultat durchaus verdient gehabt.

 

Ein „Mini-Zwischentief“ korrigiert

 

Im Verlauf des zweiten Spielabschnittes gelang es den Gastgebern, den Rückstand bis auf drei Längen zu korrigieren. Doch in der Folge vermochten sie dem gegnerischen Angriffswirbel nichts Gleichwertiges mehr entgegenzusetzen. Daniel Bracks Kommentar: „Unsere Leistung war bei Weitem nicht über alle Kritik erhaben. Aber wichtig sind die bilanzierten Punkte. Und diese brachten wir doch recht mühelos ins Trockene.“ Brack und sein Kollektiv freuten sich natürlich über den (eher unerwarteten) Ausgang der Partie zwischen Siggenthal/Von Stein gegen den direkten KTV-Verfolger HSG Suhr/Aarau. Das Team des vormaligen Altdorfer Akteurs (und neuen Coach der Siggenthaler) Peter Szilagyi leistete den Urnern damit recht eigentlich „Steigbügelhalterdienste“. Der KTV-Trupp führt jetzt das NLB-Zwischenklassement mit 3 Punkten Differenz an: 1. Altdorf 18 P., 2. Suhr/Aarau 15, 3. Yellow Winterthur 15, 4. Möhlin 13, 5. Chênois Genf 12, 6. Zofingen, Endingen und Siggenthal/Vom Stein je 10.

 

Prekär ist die Lage des zweiten Urschweizer Klubs, dem BSV Stans, geworden. Die Nidwaldner liegen nach der 10. Runde mit 6 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz (13.), zählergleich mit GC/Amicitia Zürich, Biel und Horgen. – Am Sonntagabend, 9. Dezember, 18 Uhr, steht nun in der Feldli-Arena der grosse Urschweizer Thriller zwischen dem HC KTV Altdorf und dem BSV Stans auf dem Terminkalender.

 

Altdorf spielte gegen GC/Amicitia Zürich mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Iwan Fallegger, Jost Brücker, Daniel Brack, Sebastian Munzert, Christoph Piske, Dave Zürcher, Thomas Mohenski, Kevin Ledermann, Christian Bär, Lukas Huwiler, Martin Betschart, Tizian Dossenbach.

 

 

ZUM BILD

Der Ex-Altdorfer Peter Szylagyi (neuerdings Trainer von Siggenthal/Vom Stein) war mit seiner Truppe Wegbereiter der überraschenden Niederlage gegen Altdorfs direkten Verfolger HSG Suhr/Aarau, so dass der KTV nun die Zwischenrangliste mit 3 Punkten Vorsprung anführt. FOTO: RUEDI AMMANN