Damen, 2. Liga: HC KTV Altdorf – SG Ruswil/Wolhusen/Nottwil 20:36

 

Gegen die 1.-Liga-Absteigerinnen und Wiederaufstiegs-favoritinnen waren die Einheimischen überfordert. Luzernerinnen gaben vom Anpfiff mehrheitlich den Ton an.

 

KempfwolnttGegnerinnen eines ganz besonderen „Kalibers“ weilten am Samstagabend in der Baldini-Halle zu Gast. Die SG Ruswil/Wolhusen/Nottwil hatte in ihren Reihen mehrere frühere Oberklassige stehen. Sie waren es, welche die Fäden zogen und zeigten, dass die Ungeschlagenheit ihres Kollektivs nicht von ungefähr kommt und Letzteres unverkennbar mit geblähten Segeln dem Wiederaufstieg ins Oberhaus entgegeneilt. Die Besucherinnen zeigten sich auf einigen Positionen klar besser besetzt. Die Altdorferinnen liessen jedoch trotz allem gute Ansätze erkennen, aber auch verschiedene Defizite aufscheinen. Durch die klare Niederlage verbleibt der HC KTV Altdorf in der 2.-Liga-Zwischenrangliste vorerst im Problembereich (6. Platz, 10 Spiele/9 Punkte), vor Zug (11/9), Stans und den Mythen-Shooters (je 12/8) sowie Schlusslicht Sursee (11/4).

 

Nach dem 1:1 bald klarer Rückstand

 

Die Luzernerinnen setzten sich unmittelbar nach dem Anpfiff mehrheitlich in der Altdorfer Platzhälfte fest. Livia Waser bewerkstelligte nach dem frühen 0:1 zwar den Gleichstand und nach dem 1:5 den Anschlusstreffer, doch nach der Auftaktviertelstunde lagen die Urschweizerinnen bereits mit sechs Längen Differenz zurück: Zu viele Ungenauigkeiten respektive Ballverluste hatten die Besucherinnen zu diesem Zeitpunkt bereits Mal für Mal schnörkellos ausgenützt. Im Anschluss an das 2:8 gerieten die Urnerinnen immer deutlicher in Schieflage. Zwei Zeitstrafen, gegen die Gastgeberinnen verhängt, kamen den Luzernerinnen zusätzlich entgegen. Sie setzten sich bis zur Pause auf 9:18 ab.

 

Gegenstösse gingen ins Auge

 

Im weiteren Verlauf der Partie lieferte Luzia Briker im KTV-Tor mehrmals sehenswerte Paraden ab. Doch sie sah sich allzu oft von ihren Vorderleuten schmählich im Stich gelassen, um allein Entscheidendes gegen die zielstrebig vorgetragenen gegnerischen Angriffe ausrichten zu können. Im Altdorfer Kollektiv waren während der zweiten halben Stunde etwelche sehenswert aufgezogene und auch abgeschlossene Angriffe auszuloten. Doch prägten anderseits weitere technische Eigenfehler und damit fatale Ballverluste den Matchverlauf. Primär waren es Gegenstossaktionen, welche die SG Ruswil/Wolhusen/Nottwil Mal für Mal lancierten und die Luzernerinnen sichtlich aufbauten. Pech für die Einheimischen war, dass einige der gegnerischen Attacken der raueren Art Folgen zeitigten. Shelly Eisner schied für den Rest der Partie beispielsweise mit einer fatalen Nasenverletzung aus. Beste KTV-Akteurin war im Rahmen der zehnten Meisterschaftsrunde Juniorin Noemi Gisler. Sie erwies sich als kaltschnäuzige Penaltyschützin und erzielte auch aus dem Spiel heraus sehenswerte Treffer – insgesamt deren sieben. „Wir erkannten bald, dass es gegen die favorisierten Gegnerinnen keine Lorbeeren abzuholen gab. Das zu unkonsequente Zurücklaufen nach Ballverlusten und auch sonstige Mängel speziell in der Defensive liessen die hohe Zahl von drei Dutzend Minustoren Tatsache werden. Den verlorenen Punkten heisst es nicht nachzutrauern, sondern nach vorne zu blicken und zu versuchen, definitiv einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erobern. Einen wichtigen Schritt in dieser Richtung streben wir am 27. Januar an. Dannzumal treten wir auswärts gegen die Tabellenfünften in Willisau an“, resümierte Trainer Sebastian Munzert.

 

Altdorf spielte mit: Luzia Briker; Mirjam Arnold (2), Shelly Eisner, Noemi Gisler (7), Michaela Jauch (2), Brigitte Kempf, Belinda Kieliger, Isabel Lauener (2), Kora Munzert, Alissa Pedroncelli (2), Cornelia Rickli (3), Livia Waser (2).

 

 

ZUM BILD

 

Brigitte Kempf enteilt der Abwehr der Leaderinnen. FOTO: RUEDI AMMANN

 

 

 

Trainingsgalopp gegen NLA-Klub Kriens

 

Die erste Herrenmannschaft hat nach einer kleinen Verschnaufpause das Intensivtraining im Hinblick auf die verbleibenden Rückrundenspiele wieder aufgenommen. Am Samstag beispielsweise stand für die Tabellenersten im Zwischenklassement gar eine „Doppellektion“ auf dem Terminkalender. Am kommenden Samstag empfängt der HC KTV Altdorf zu einer Vorbereitungspartie den Nationalliga-A-Verein HC Kriens in der Feldli-Halle (13 Uhr). Die NLB-Meisterschaft wird am 2. Februar mit dem Auswärtsfight gegen Solothurn/Grauholz fortgesetzt.