TV Willisau – HC KTV Altdorf 17:18

Revanche für die Vorrunden-Heimniederlage (23:25) gelang in extremis. Wichtiger Schritt in vordere Tabellenhälfte.

MunzertKoraIn unguter Erinnerung hatten die KTV-Damen das Vorrundenspiel. Es musste völlig unprogrammgemäss aus der Hand gegeben werden. Erfreulicherweise konnte am Wochenende auswärts aber Gegensteuer gegeben werden. Die beiden ergatterten Punkte gestatteten es den Altdorferinnen, nun gar in der vorderen Tabellenhälfte Einsitz zu nehmen: 5. Altdorf (11/11), 6. Willisau (13/11), 7. Zug (13/9), 8. Stans (13/8),9. Mythen-Shooters (13/8), 10. Sursee (12/6).

Dezimiertes KTV-Kader

Nicht mit von der Partie sein konnten im Lager der Altdorferinnen Livia Waser, Isabell Lauener und Monja Pedroncelli. Trainer Sebastian Munzert standen elf Akteurinnen zur Verfügung. In Willisau wurde mit Belinda Kieliger (Linksaussen), Noemi Gisler (hinten links), Mirjam Arnold (Mitte), hinten rechts Shelly Eisner, Rechtsaussen Cornelia Rickli, Kreismitte Alissa Pedroncelli und im Tor Luzia Briker gestartet. Die KTV-Angreiferinnen wirkten vorerst etwas verschlafen – bis zur 11. Minute erzielten sie kein einziges Tor. Immerhin liess die weitgehend kompakt wirkende eigene Abwehr bis zu diesem Zeitpunkt nur drei Minustreffer zu. Aufgrund dieser Sachlage  orderte Sebastian Munzert ein frühzeitiges Timeout, um seine Schützlinge entsprechend neu einzuschwören. Ins Deckungszentrum wurde nun Brigitte Kempf beordert. Sie verstand es denn auch mit einem physisch starken Auftritt den Gegnerinnen Respekt einzuflössen. Der Rest des Teams orientierte sich an ihr. So konnten mehrere Bälle erobert werden, der Rückstand wurde aufgeholt und bis zur Pause mit den Widersacherinnen gleichgezogen.

Charakter gezeigt

Während der Pause wurden vorweg die hohe Eigenfehlerquote und das teils leichtfertige Auftreten im Angriffsektor thematisiert. Dennoch glich der Auftakt zu den zweiten 30 Minuten jenem des ersten Spielabschnittes: Erneut musste bald einem Drei-Tore-Rückstand hinterhergelaufen werden. In der Folge zeigte sich der Charakter der KTV-Truppe. Nach einer erneuten Auszeit und der Vorgabe, die taktischen Mittel - aus den Trainings herrührend - umzusetzen, die Bälle schnell zu spielen und am Kreis mehr Effizienz zu entwickeln, wurde Gegensteuer gegeben. Ungeachtet der gegnerischen „Mann“-Deckung, gegen Eisner/Arnold, später gar Eisner/Arnold/Gisler verhängt, liessen sich die Urnerinnen nicht irritieren. In der 50. Minute glückte die erstmalige Führung. Totale Hektik respektive Hochspannung prägte dann die Schlussminute. Vorerst machte Michèle Zwahlen eine schier hundertprozentig wirkende gegnerische Chance magistral zunichte, unmittelbar danach war es die Gattin des Trainers, Kora, welche sich ein Herz fasste, auf der Rechtsaussenposition startete und abdrückte – zum siegbringenden 18:17.

ZUM BILD

Kora Munzert erzielte den siegbringenden Treffer. FOTO: RUEDI AMMANN