brikerluziaAuswärtseinsatz. Sie traten beim LK Zug mit einem eigentlichen Minikader an: Es standen nur sieben Feldspielerin sowie eine Torsteherin zur Verfügung. Für das Coaching zeichnete Jürg Gisler verantwortlich, da Headcoach Sebastian Munzert gleichzeitig, und zwar erfolgreich, mit dem Herren-NLB-Team im Einsatz stand. Die Partie in Zug wurde dank einer beeindruckenden Schlussphase und dreier durch Luzia Briker parierter Penaltybälle in extremis (19:18) siegreich gestaltet. Mit dem doppelten Punktegewinn etablierte sich der HC KTV Altdorf nun klar in der ersten 2.-Liga-Tabellenhälfte, mit der Option, vielleicht gar noch auf einen Podestplatz vorstossen zu können. Der Zwischenstand an der Ranglistenspitze: 1. Ruswil/Wolhusen/Nottwil 14/28, 2. Emmen 14/23, 3. Malters/Menznau 13/14, 4. Kriens 14/14, 5. HC KTV Altdorf 12/13.

Vorerst mit Ladehemmungen

Trotz des reduzierten Spielerinnenkaders trat das KTV-Kollektiv unverkennbar mit dem festen Willen an, zwei Zähler aus dem Feuer zu reissen. Gestartet wurde mit neuer Taktik: zwei Kreisläuferinnen, vier Angreiferinnen. Das Zusammenspiel klappte weitgehend gut, hingegen liessen die Abschlussversuche etliche Wünsche offen, ebenso wie die Kreisanspiele. Die vorerst eher schwache Abwehrleistung - oft wurde zu unkonzentriert und unentschlossen zur Sache gegangen - konnte mit zunehmender Spieldauer optimiert werden. Dessen ungeachtet musste bis zur Pause ein Vier-Tore-Rückstand in Kauf genommen werden (8:12).

Schlussminuten im Zeichen des KTV-Trupps

Der zweite Spielabschnitt wurde nach einer Pausen-„Auslegeordnung“ mit neuem Schwung in Angriff genommen. Die Deckung wirkte wesentlich kompakter, ausserdem wurden nur noch wenige Ballverluste produziert. Es gelang den Urnerinnen, den Rückstand kontinuierlich zu reduzieren. Sechs Minuten von dem letzten Sirenenton war der Gleichstand (17:17) perfekt. In der letzten Spielphase konnten schliesslich definitiv der Sieg an Land gezogen und beide Punkte nach Hause entführt werden.

Altdorf spielte mit: Luzia Briker; Mirjam Arnold, Noemi Gisler, Michaela Jauch, Brigitte Kempf, Belinda Kieliger, Cornelia Rickli, Alissa Pedroncelli.

ZUM BILD

Luzia Briker parierte in der entscheidenden Spielphase gleich drei Penaltybälle. FOTO: RUEDI AMMANN