3. Liga: HC KTV Altdorf II – Willisau 23:25

Fünf Längen Vorsprung genügten nicht. Schlussphase völlig verpatzt.

 

ZuercherDie zweite Mannschaft hätte es in der Hand gehabt, mit einem Sieg über Willisau in der Zwischenrangliste ganz vorne mit dabei zu sein. Doch nach der Niederlage im Regionalcup (auswärts gegen die „Underdogs“ der Mythen-Shooters mit 24:25 kassiert) lief im Fight gegen die Luzerner in der Schlussphase so ziemlich alles, was aus dem Ruder laufen konnte, schief. In der etwas unübersichtlichen 3.-Liga-Rangliste (unterschiedlich zahlreich absolvierte Partien verschiedener involvierter Teams) führt nun in der Zehnergruppe Malters (3/6) vor Dagmersellen (4/6), Willisau (4/6), Ruswil/Wolhusen (6/4) und Altdorf II (4/4).

 

Absenzen, aber Dave Zürcher als Verstärkung

 

Nachdem diese Saison bereits einmal gegen Willisau die Klinge gekreuzt worden war – die Urner gewannen mit einem klitzekleinen Tor Vorsprung – sollte nun möglichst auch die Heimpartie erfolgreich gestaltet werden, auch wenn es auf Flavio Fallegger (Schulterverletzung), Mägi Planzer (abwesend), Dennis Wipfli (erkrankt) und Kevin Ledermann (Einsatz mit dem NLB-Team) verzichtet werden musste. Hingegen erhielten die „Reserven“ Verstärkung von Dave Zürcher (Herren I), der nach seiner längeren Verletzung Spielpraxis zugestanden erhielt.

 

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Die KTV-Abwehr wirkte mehrheitlich kompakt. Auch wenn der gegnerische Kreisläufer nicht immer wunschgemäss neutralisiert werden konnte. In der Offensive waren die Altdorfer durch schnell vorgetragene Angriffe regelmässig erfolgreich. Zum Negativpunkt wurde die direkte rote Karte, die sich Andreas Baumann nach gut 20 Minuten einhandelte: Er stoppte einen Gegner von hinten, und da der KTV-Akteur letzte Verteidiger war, kam es (reglementsgemäss) zum Ausschluss. Trotz allem Ungemach führten die Urner zur Pause knapp 13:12.

 

Mickrige drei Treffer in Schlussviertelstunde

 

Im Hinblick auf den zweiten Abschnitt hatten sich die Altdorfer vorgenommen, gegnerische Kreisanspiele möglichst frühzeitig zu unterbinden, im Angriff schneller zu agieren und vermehrt zu so genannten einfachen Toren zu kommen. Dies gelang bis zur 45. Minute (5-Tore-Vorsprung) – der Sieg schien aufgegleist. „Was dann passierte war völlig unerklärlich“, stufte Coach Patrik Amrhein die letzte Viertelstunde ein. Willisaus aggressiveres Verhalten in der Abwehr warf das KTV-Konzept weitgehend über den Haufen, die technischen Eigenfehler häuften sich und luden die Luzerner zu Gegenstossaktionen förmlich ein. Ganze drei Treffer bildeten die Ausbeute der Altdorfer zwischen der 45. und 60. Minute. Tristes Fazit: 23:25-Niederlage. „Was wir nach den vorgängigen Phasen gezeigt hatten, war höchst vielversprechend, was folgte, überhaupt nicht 3.-Liga-reif. Wir verschenkten den Sieg förmlich. Trotzdem heisst es, nach vorne zu schauen und an unser vorhandenes Potenzial zu glauben. Insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden samstäglichen Fight gegen den noch verlustpunktelosen Leader Malters“, bilanzierte Patrik Amrhein.

 

Altdorf II spielte mit: Sebastian Aschwanden, Luca Segantini; Dave Bär (4), Andreas Baumann, Migi Bissig (5), Joy Gisler (5), Adrian Herger (1), Daniel Kempf, Andreas Schranz (1), Marc Vollenweider, Thomas von Deschwanden (2), Simon Ziegler, Dave Zürcher (5).

 

ZUM BILD

Der längere Zeit ausgefallene NLB-Akteur Dave Zürcher gab bei den „Reserven“ vielversprechendes Comeback: fünf Tore. FOTO: RUEDI AMMANN