In der Stanser Eichli-Halle stiegt am Wochenende das Urschweizer Derby zwischen der SG Stans/Altdorf sowie dem KTV Muotathal. Erklärtes Ziel der Gastgeber war es, einen Sieg an Land zu ziehen und dadurch einen grossen Schritt bezüglich Klassenerhalt zu tun. Doch das Vorhaben missriet. Den Schwyzern wurden mit 26:27 Sieg wie Punkte überlassen, nachdem auf das Trio Mark Herzog, Raffi Lanski wie auch Stammtorsteher Cyrill Kottmann verzichtet werden musste. Durch die Niederlage rutschten die Nidwaldner/Urner im Zwischenklassement auf den 6. Platz (13 Zähler) ab und sahen sich durch Muotathal gar überholt (5., 14 Punkte). Immerhin beträgt die „Reserve“ auf die ominöse rote Zone noch sechs Längen: drei Teams stehen mit 7 bis 2 Punkten am Ranglistenschluss.

Manndeckung nur ein Teilerfolg

Mit einer Manndeckung gegen Muotathals Topskorer Jan Gwerder (U17- Nationalspieler) wollten die Gastgeber dessen Wirkungskreis eingrenzen. Dies gelang nicht optimal. Bereits in den Anfangsminuten vermochte er aus Freistosssituationen mehrmals Profit zu schlagen. Es entwickelte sich eine sehr enge Partie. Kein Team konnte sich absetzen. In SGSA-Angriff harzte es offensichtlich. Der Spielfluss wirkte zu behäbig, so dass die Gegner nicht in Verlegenheit zu bringen waren. Trotzdem konnte bis zur Pause ein knapper Vorsprung (14:12) realisiert werden.

Nach erfolgtem Seitenwechsel veränderte sich das Bild nicht, obwohl die Platzherren nun mehr Chancen zu kreieren vermochten. Sie verstanden es indessen fatalerweise  nicht, die zahlreichen von den Gegnern kassierten 2-Minuten-Strafen auszunützen. Negativ fiel weiter ins Gewicht, dass im Abschlussbereich öfters arg gesündigt wurde.

Fatale Torsteher-Zeitstrafe

Bis zur 57. Minute schaute immerhin eine 26:24-Führung heraus. Genau in dieser Phase sah sich die SGSA ebenfalls mit einer eher harten 2-Minuten-Strafe bedacht. Muotathal witterte nochmals seine Chance und zog prompt gleich. Im anschliessenden Angriff verloren die Altdorfer/Stanser den Ball nach einem technischen Fehler. Als sich dann Torhüter Fuchs Simon 10 Sekunden vor Schluss noch eine völlig unnötige Zeitstrafe einhandelt hatte, kam, was sich abgezeichnet hatte: Die Schwyzer nützten die Überzahl gekonnt aus. Sie erzielten 7 Sekunden vor dem letzten Sirenenton den Siegtreffer.

Der Spielkommentar der Trainer/Coaches: „Wir agierten zu statisch. Gegen die offensive angelegte gegnerische Verteidigung vermochten wir uns zu wenig durchzusetzen. Wer dann noch vier Penaltychancen versiebt, muss sich nicht wundern, wenn am Ende die Punkte flöten gehen. Wir haben den Gegner recht eigentlich eingeladen, beide Zähler für sich zu behalten.“

Für die SGSA spielten: Simon Fuchs, Cyrill Casanova; Dave Arnold (6/2), Elias Arnold (4/2), Romano Fischer (1), Manuel Gisler (3), Flavio Gnos (2), Nando Kuster  (2), Ramon Lüönd (1), Darius Rosenkranz (3), Luca Sciarusa (1), Livio Wanner (1), Cyrill Waser (2), Carlo Zurfluh.