Dagmersellen wurde mit 26:20, Grasshoppers/Amicitia Zürich im Final mit 25:15 gebodigt.


Eine Woche vor dem Meisterschaftsstart in der zweitobersten nationalen Stärkeklasse trat der HC KTV Altdorf im nördlichen Nachbarkanton zum traditionellen Raiffeisencup an. Nachdem letztes Jahr das Ziel, sich für den Final zu qualifizieren, nicht erreicht worden war, glückte das Vorhaben dieses Mal in Muotathal auf recht eindrückliche Art und Weise. Trainer Jan Sedlacek sowie Coach Primus Camenzind stand das gesamte Kader zur Verfügung.

 

Auftakt mit Sand im Getriebe

Hürlimann+Thomas++11x

Am Cup beteiligten sich die vier Mannschaften TV Dagmersellen, KTV Muotathal, Grasshoppers/Amicitia Zürich sowie die Urner. Gegen Dagmersellen erbrachte der KTV-Trupp nach dem Trainingswochenende keine berauschende Leistung. Coach Primus Camenzind sprach gar von der „schlechtesten Partie“ der Vorbereitungsspiele. „Wir waren vom Anpfiff weg nicht ganz wach und erbrachten vor allem während der ersten Halbzeit eine schlechte Angriffsleistung. Wir zeigten keinen Zug auf das gegnerische Tor, wirkten weitgehend zu passiv, zu langsam und unbeweglich und vor allem mental irgendwie müde. Zudem schien die Spielfreude, die noch anlässlich des vorangegangenen Wochenendes gezeigt worden war, wie weggeblasen“, legte Camenzind nach. Mehr als ein Dutzend Fehlschüsse sowie acht technische Fehler führten dazu, dass der HC KTV Altdorf bis zum Seitenwechsel mit 11:13 Toren in Schieflage geriet, zumal auch die Abwehr immer wieder arge Schnitzer beging. Jan Sedlacek sprach in der Kabine dann Klartext. Er bezeichnete es als Pflicht, die Partie während der ersten zehn Minuten des zweiten Spielabschnittes zu wenden. Diese Vorgabe wurde weitgehend 1:1 umgesetzt. Ab Mitte zweiter Halbzeit hatten die Urner die Partie nach erfolgtem Ausgleich voll im Griff. Sie landeten den angestrebten Sieg, der mit sechs Toren Differenz schliesslich doch noch recht klar ausfiel. Die Bilanz der Partie: 26 Fehlschüsse sowie 13 technische Fehler.

 

Zürcher an die Wand gespielt

Gegen Grasshoppers/Amicitia (vor einiger Zeit zum grössten Handballsportverein der Schweiz fusioniert), den Gegner der nächsten Meisterschaft, wurde ganz anders zur Sache gegangen. Die Zürcher, welche im Qualifikationsspiel gegen die Gastgeber gewonnen hatten, sahen sich entfesselten Innerschweizern gegenüber. Letztere agierten druckvoll und von jeder Position aus brandgefährlich. Allerdings bleibt anzumerken, dass die Quote mit anderthalb Dutzend Fehlschüssen sowie sieben technischen Fehlern noch immer klar zu negativ ausfiel. Die Finalissima endete letztlich mit 25:15 zugunsten des KTV-Trupps, der damit den diesjährigen Cup klar für sich entschied. „Grasshoppers/Amicitia Zürich stellte eine junge, vielversprechende Mannschaft, die allerdings auf einige Standardspieler verzichten musste. Wenn wir innerhalb von einer Stunde nur 15 Minustreffer kassierten, ist das eine starke Bilanz. Daran hatten unsere beiden Torsteher Nicolas Stocker (erste Halbzeit) sowie Marcel Luthiger grossen Anteil. Sie warteten immer wieder mit echt sehenswerten Paraden auf“, bilanzierte Primus Camenzind. Zu den Altdorfer Torschützen bleibt anzumerken, dass Thomas Hürlimann sowie Neuzuzüger Florian Wisotzki mit 11 respektive 10 Treffern ihr Visier, gefolgt von Daniel Röösli (9) klar am besten eingestellt hatten.

 

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Florian Wisotzki (10), Peter Szilagyi (6), Marc Fallegger (1), Ivan Fallegger (1), Flavio Fallegger, Gregor Bär (3), Christian Bär (2), Edi Zakarauskas (6), Tizian Dossenbach, Martin Betschart (2), Daniel Röösli (9), Thomas Hürlimann (11).