Nati B: Kadetten Schaffhausen – HC KTV Altdorf 31:19

 

HürlimannThomasDie Urner enttäuschten auf der ganzen Linie. Nun ist eine Trotzreaktion gegen den Leader gefragt.

 

Mit der Gewissheit im Gepäck, dass die Schaffhauser trotz ihrer ausgezeichneten Klassierung (2. Platz hinter Leader Endingen) durchaus zu schlagen sein würden – die Heimpartie endete im Herbst nur mit einem hauchdünnen Sieg der Gäste mit 31:30 – traten die Altdorfer am Samstagnachmittag in der Nordschweiz an. Bereits die Vorbereitungsphase liess sich für die Innerschweizer indessen ausgesprochen schlecht an. Gleich mehrere Spieler waren nämlich im Strassenverkehr stecken geblieben, so dass Trainer Sedlacek seine Truppe nur mit Hängen und Würgen auf das Spiel vorbereiten konnte.

 

Rascher 0:6-Rückstand

 

Die Begegnung verlief für die weitgehend desorientierten KTV-Spieler miserabel. Sie vermochten in keiner Art und Weise an die Leistung, die acht Tage zuvor in Lausanne/Crissier erbracht worden war, anzuknüpfen. Speziell die Deckung liess sich Mal für Mal aus den Angeln heben, während im Angriff kein Rezept gegen die Schaffhauser gefunden wurde. Nach rund zehn Spielminuten lautete das Skore aus der Sicht der Innerschweizer bereits 0:6. In der Folge konnte - nach einem durch Jan Sedlacek geforderten Timeout - immerhin viel verlorenes Terrain gutgemacht und ein vorübergehend durchaus gutes Spiel aufgezogen werden. Über 12:12 respektive 14:14 wurde den Favoriten vorübergehend Paroli geboten. Vom danach wieder abflachenden Leistungsniveau der Gäste profitierten die Platzherren bis zur Pause mit einer erneuten Drei-Tore-Führung.

 

Fatale Karambolage

 

Nachdem anfangs zweiter Halbzeit Marcel Luthiger für Nicolas Stocker den Torhüterposten übernommen hatte, passierte ein Malheur: Luthiger prallte mit einem gegnerischen Angreifer unglücklich zusammen. Aufgrund der neuen Direktiven sah er sich dadurch die rote Karte unter die Nase gestreckt. Nicolas Stocker übernahm in der Folge den verwaisten Posten erneut, vermochte aber keine zusätzlichen Akzente zu setzen. Allerdings wurde er von seiner Vorderleuten immer wieder schmählich im Stich gelassen. Im Angriff der Altdorfer wurde während des zweiten Spielabschnittes weitgehend viel zu ideenlos zur Sache gegangen. So bildeten eigene Torerfolge eigentliche Mangelware, während Schaffhausens Kollektiv schliesslich einen klaren Sieg mit deftigen zwölf Toren Unterschied einfuhr. Trainer und Coach Jan Sedlacek stellte seinem Team generell ein schlechtes Zeugnis aus, Marc Fallegger als besten Akteur seiner Truppe bezeichnend. „Mit dieser Einstellung war ganz einfach gegen die zielstrebigen Kadetten kein Blumentopf zu gewinnen“, bilanzierte der Big-Manitou, nicht ohne anzumerken, dass die vorangegangenen, aus verschiedenen Gründen schlecht besuchten Wochentagstrainings an der Misere mitschuldig gewesen sein dürften. „Gegen Endingen, den Tabellenleader, werden wir am Samstag ganz anders auftreten müssen, wollen wir uns nicht erneut als Kanonenfutter verkaufen lassen“, erklärte Sedlacek nach der Partie, die er nach eigenen Aussagen „ganz einfach möglichst rasch vergessen“ will, „zumal die Platzherren am Samstag mit einer auch nur einigermassen kompakten Leistung durchaus zu packen gewesen wären“.

 

Zum Glück für die Altdorfer änderte sich für die Urner im Ranglistenspiegel aufgrund der übrigen Resultate nicht sehr viel, auch wenn der Fight wider die Relegation doch wieder eine Prise enger gestrickt erscheint: 1. Endingen 13/22, 2. Schaffhausen 13/18, 3. GC/Amicitia 13/15, 4. Yellow Winterthur 13/14, 5. Steffisburg 13/13, 6. Altdorf 14/13, 7. Chênois Genf 13/12, 8. BSV Stans 13/12, 9. Biel 13/11, 10. Grauholz 13/10, 11. Lyss 13/9, 12. HBC West 14/9.

 

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Marc Fallegger, Ivan Fallegger, Flavio Fallegger, Jost Brücker, Florian Wisotzki, Peter Szilagyi, Thomas Hürlimann, Tizian Dossenbach, Daniel Röösli, Martin Betschart, Stefan Epp, Edi Zakarauskas.

 

ZUM BILD:

 

Der erhoffte Höhenflug der Urner blieb fatalerweise vollständig aus; hier Thomas Hürlimann am Drücker. FOTO: RUEDI AMMANN