Nationalliga B: HC KTV Altdorf – Grauholz 35:34

 

rooslidaniWeiterer Achtungserfolg für die Urner in der viertletzten Quali-Runde. Das Abstiegsgespenst wurde dadurch definitiv verscheucht.

 

Die letzten Spiele des HC KTV Altdorf hatten ausnahmslos höchst knapp geendet. An diesem Fazit änderte auch die Heimpartie der Urner am Samstagabend nichts. Sie holten vor eigenem Publikum gegen die Berner beide Punkte ab. Der Sieg war gleichzeitig Abschied aus der Relegationsproblemzone, zumal die im Zwischenklassement benachbarten Teams Federn liessen. Besser noch: Der KTV-Trupp hat jetzt gar die Teilnahme an den Playoffs im Visier (vier beste Teams). Die Tabellenspitze in der Zwölfergruppe: 1. Endingen 31 P., 2. Kadetten Schaffhausen 26, 3. GC/Amicitia Zürich 21, 4. Altdorf 20 (+23), .5. Steffisburg 20 (+14), 6. Yellow Winterthur und Stans je 18.

 

Sechs-Tore-Vorsprung nach Auftaktviertelstunde

 

Mit Ausnahme von Ivan Fallegger (Auslandaufenthalt) traten die Altdorfer gegen Grauholz komplett an. Die Gastgeber übernahmen das Zepter vom Anpfiff weg. Vorerst wurden allerdings mehrere sichere Chancen versiebt. Doch danach rollte der Urner Express, unterstützt durch einen sicher wirkenden Marcel Luthiger im Tor, mit Volldampf. Nach 10 Minuten war die 7:2-Führung, nach 15 Minuten gar ein vielversprechendes 12:6 perfekt. In der Folge schlichen sich bei den Platzherren vermehrt Ungenauigkeiten ein. Die Berner nützten die Gunst der Stunde, um bis zum Pausenpfiff den Rückstand auf zwei Längen zu reduzieren (19:17). Grundsätzlich hatten die Altdorfer die Partie bis zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich im Griff, so dass die Führung in Ordnung ging.

Rote Karte für Topskorer Wisotzki

 

Nicht wunschgemäss gelang den Innerschweizern der Auftakt zur zweiten Hälfte. Die Deckung liess Schwächen erkennen. Anderseits wirkte der Angriff oft etwas deroutiert. Hinzu kamen sehenswerte Paraden des gegnerischen Junioren-Nationalmannschaftstorstehers Portner. Nach 38 Minuten riss Grauholz die Führung erstmals an sich (22:23), um diesen bis zur 47. Minute gar auf vier Längen auszubauen. Der zwischenzeitlich ins KTV-Tor beorderte Nicolas Stocker, welcher sich auch als Penaltykiller auszeichnete, machte seine Sache ebenfalls ausgesprochen gut. Dies wirkte sich positiv auf den weiteren Verlauf der Partie aus. Für einen leichten Schubser gegen einen Berner Angreifer (Gegenstossaktion) erhielt Florian Wisotzki die rote Karte (welche eine Spielsperre zur Folge haben dürfte) unter die Nase gestreckt. Der Fight beinhaltete bezüglich Hochspannung in den letzten Spielminuten so ziemlich alles, was attraktiver Handballsport zu bieten vermag: 5 Minuten vor Spielschluss lautete das Skore 31:33 – in der 56. Minute 33:33. Nach zwei Rüden Fouls, an Marc Fallegger verübt, erwies sich Daniel Röösli als nervenstarker Penaltyexekutor (35:33). Ein souveräner Nicolas Stocker sowie clever agierende Altdorfer schaukelten den winkenden Sieg über die Zeit, wobei der gegnerische Anschlusstreffer erst in der Schlusssekunde fiel und mit dem Ausgang der Partie nichts mehr zu tun hatte.

 

Jetzt steht die heikle Auswärtspartie gegen Biel, das zum Klassenerhalt noch auf jeden Zähler angewiesen ist, bevor, ehe dann am Freitag, 8. März, 20.30 Uhr, die letzte KTV-Heimvorstellung der Qualifikationstour (gegen den Tabellenletzten Lyss) auf dem Programm steht.

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Martin Betschart (5), Jost Brücker (7), Tizian Dossenbach, Stefan Epp, Flavio Fallegger, Marc Fallegger (6), Daniel Röösli (9), Peter Szilagyi (6), Florian Wisotzki (2), Edi Zakarauskas.

  

ZUM BILD

Daniel Röösli, mit neun Treffern Topskorer und cleverer Penaltyexekutor in der Schlussphase.

FOTO: RUEDI AMMANN