Damen, 2. Liga: HC KTV Altdorf – SG Malters/Menznau 21:19

 

Nach einem Zwei-Tore-Rückstand 8 Minuten vor Spielschluss bliesen die KTV-Frauen zum Generalangriff. Shelly Eisner siebenfache Torschützin.

 

Ein seinerzeit verschobenes Spiel wurde am Dienstagabend in der Baldini-Halle nachgeholt. Zu Gast weilte die SG Malters/Menznau. Die Luzernerinnen, bereits anlässlich der Vorrunde geschlagen (22:19) traten wesentlich stärker besetzt an. Durch den Sieg rückten die Urnerinnen (16 Punkte) jetzt in der Zehnergruppe zum Tabellenvierten Borba/Luzern auf. Sie liegen damit noch um einen winzigen Punkt hinter Malters/Menznau und 2 Zähler hinter Hochdorf. Leader ist weiterhin Emmen, mit satten 8 Punkten Vorsprung auf die direkten Verfolgerinnen.

 

Umkämpfte erste Halbzeit

 

Der HC KTV Altdorf - erstmals wieder, nach rund einem Jahr verletzungsbedingtem Ausfall, mit Kathrine Styger angetreten - zog zum Auftakt munter vom Leder. Nach 8 Minuten lautete das Skore bereits 3:0. In der Folge machten die Besucherinnen Terrain gut. Nach der Auftaktviertelstunde hatten sie den Gleichstand bewerkstelligt und zogen nach 17 Minuten erstmals in Front. Zweimal Shelly Eisner, Manuela Bär sowie Brigitte Kempf liessen bis zur Pause eine knappe 9:8-Führung für ihre Formation Tatsache werden. Für den Rest des Matches fiel Flügelflitzerin Fränzi Brand infolge einer Daumenprellung fatalerweise aus.

 

Lange Zeit auf des Messers Schneide

 

Der zweite Spielabschnitt verlief ebenfalls weitgehend ausgeglichen. Dreimal gelang es dem HC KTV Altdorf, eine Zwei-Tore-Reserve herauszuarbeiten. Doch die Luzernerinnen profitierten jeweils von einer vorübergehend etwas verunsichert wirkenden KTV-Deckung. Nachdem die Urnerinnen gleich zweimal einen Ballverlust im Mittelfeld produziert und die SGMM die sich bietenden Konterchancen kaltschnäuzig ausgewertet hatte, lautete der Zwischenstand 8 Minuten vor Spielschluss 17:19 für die Gäste. Deren Sieg zeichnete sich ab. Aber da war ja noch die gross aufspielende Luzia Briker im Tor der Altdorferinnen. Sie lieferte gleich ein gutes halbes Dutzend Glanzparaden ab, dadurch ihre Truppe im Spiel haltend. Manuela Bär und Manuela Frey besorgten innerhalb von 30 Sekunden den Gleichstand. Frey setzte den Ball in der Folge mittels Penalty zum 20:19 in die gegnerischen Maschen. Just bevor Manuela Bär in der 56. Minute das 21:19 markierte, schied Shelly Eisner – an diesem Abend mit sieben Treffern erfolgreichste Skorerin ihres Teams – infolge einer Prellung aus. Doch die nun in der Abwehr über sich hinauswachsenden Gastgeberinnen liessen nichts mehr anbrennen. Am Resultat änderte sich bis zuletzt nichts mehr. Viel Lob zollte Trainer Angelo Pedroncelli seinem Team: „Kämpferisch beeindruckend wurde im letzten Spielabschnitt vom gesamten Kollektiv zur Sache gegangen und den renommierten Gästeakteurinnen immer wieder der Wind aus den Segeln genommen. Vorgängig agierte unser Angriff indessen mehrmals überhastet, was zu etlichen unnötigen Ballverlusten geführt hatte. Luzia Briker fällt der Löwenanteil an der Siegsicherung in der von den Sitzen reissenden Schlussphase zu“, lautete der Kommentar des Teamchefs.

 

Bereits am Sonntag steht wieder eine 2.-Liga-Meisterschaftspartie auf dem reichbefrachteten Programm. Anzutreten ist in Hochdorf. Und nur zwei Tage später bestreitet der HC KTV Altdorf die zweite Runde des Regionalcups gegen den HC Kriens (auswärts). Die Luzerner Vorörtlerinnen hatten vorgängig eine 3.-Liga-Formation aus dem Rennen bugsiert.

 

Altdorf spielte mit: Michèle Zwahlen, Luzia Briker; Manuela Bär (3), Fränzi Brand (1), Michèle Eisner (7), Manuela Frey (3), Michaela Jauch, Brigitte Kempf (1), Belinda Kieliger, Alissa Pedroncelli (1), Cornelia Rickli (2), Kathrine Styger, Olivia von Deschwanden (3).


Eisnershelly

 

 

Shelly Eisner – siebenfache KTV-Skorerin.

 

 

 

 

BärManu

 

 

 

 

Manuela Bär traf dreimal ins Schwarze.

 

 

 

 

 

 

 

 

BrandFränzi

 

 

Pech für Fränzi Brand: Sie schied infolge Verletzung bei Halbzeit aus.

 

 

 

 

 

 

 

vonDeschwanden

 

Olivia von Deschwanden blieb ihrerseits dreimal erfolgreich

 

FOTOS: RUEDI AMMANN