ZgraggenHC KTV Altdorf II bodigte BSV Stans II 41:21

 

Das Urschweizer Derby wurde zur einseitigen Angelegenheit. Weiterer Schritt Richtung Aufstiegsrunde in die 3. Liga ist getan.

 

Anlässlich der Vorrunde hatte sich gezeigt, dass die Nidwaldner eine eigentliche Knacknuss darstellten. Damals trennten sich die beiden Formationen nämlich remis. Jetzt aber gaben die Urner ganz klar den Ton an. Durch den Kantersieg schloss der HC KTV Altdorf II zum führenden Emmen auf. Die Luzerner haben indessen eine Partie weniger bestritten, dafür weisen sie die deutlich schwächere Tordifferenz (+61, Altdorf +99) aus. Sollte es dem KTV-Trupp gelingen, die restlichen Partien der Qualifikationstour siegreich zu gestalten und den Gruppenmeistertitel zu erringen, würden sie direkt ins Oberhaus promovieren, hätten als Gruppenzweite- respektive -dritte aber immerhin noch die Gelegenheit, das angestrebte Aufstiegs-Saisonziel über eine Zusatzrunde zu erreichen.

 

Konteraktionen als taktische Vorgabe

 

In den Reihen des HC KTV Altdorf II fehlte der verletzte Simon Ziegler. Das übrige Kader stand vollumfänglich zur Verfügung. Die bisherige Erfolgstaktik, aus einer kompakten Abwehr heraus den Gegner mit Kontern zu zermürben, erwies sich auch gegen den BSV Stans II als effizientes Mittel, um zum Erfolg zu gelangen. Die Deckung der Urner erwies sich rasch als veritables Bollwerk. Bis zur 23. Spielminute wurden den Nidwaldnern nur mal gerade drei Erfolgserlebnisse zugestanden, während auf der gegenüberliegenden Seite der Ball 14-mal ins Ziel fand. Grossartig fightete während des ersten Spielabschnittes Sebastian Aschwanden. Im Altdorfer Tor wehrte er nicht weniger als 63 (!) Prozent aller auf ihn abgefeuerten Bälle magistral ab. Die Seiten wurden beim Stande von 18:7 gewechselt.

 

Penaltyqualitäten der Torhüter

Erklärtes Ziel der Platzherren war es, das vorgelegte hohe Tempo auch während der zweiten 30 Minuten aufrecht zu erhalten und etwas für das Torverhältnis zu tun. Dies umso mehr, als dieses für die Vergebung des Titels durchaus ausschlaggebend werden könnte. Gesagt – getan: Altdorfs Torproduktionsmaschine funktionierte weiterhin wie geölt. Nach 50 Minuten führten das Kollektiv 32:14, bis zuletzt gar mit 20 Längen Differenz. Zum Spiel bleibt anzumerken, dass lediglich der Rückraum-rechts-Akteur des BSV Stans II nie so richtig in den Griff bekommen werden konnte. Allerdings figuriert er in der Topskorerliste nicht von ungefähr auf der dritten Position. Beim HC KTV Altdorf II hatte sich für das Urschweizer Derby – erstmals in der laufenden Saison – auch Silvio Zgraggen das Spielerdress übergestreift. Er fütterte seine Kreisläufer wie in „alten“ Zeiten Mal für Mal mit Präzisionszuspielen, dabei gleich auch selber zweimal ins Volle treffend. Altdorfs Torhüter Thomas von Deschwanden wie Sebastian Aschwanden schrieben übrigens selber wieder Handballgeschichte: Ein weiteres Mal zeichneten sie sich nicht nur auf ihren Posten aus, sondern traten auch als erfolgreiche „Penaltyexekutoren“ auf.

 

Altdorf II spielte mit: Sebastian Aschwanden (1), Thomas von Deschwanden (1), David Bär (6), Andreas Baumann (4), Adrian Bucher (7), Flavio Fallegger, Flavio Gisler (3), Daniel Kempf (6), Marco Planzer (2), Tobias Rieder, Andreas Schranz (5), Dennis Wipfli (4), Silvio Zgraggen (2).

 

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Silvio Zgraggens erfolgreiche Saisonpremiere. FOTO: RUEDI AMMANN