Die Urnerinnen versäumten es anlässlich ihres fünften Einsatzes in der Meisterinnenklasse, etwas Vorentscheidendes für eine bestmögliche Torbilanz zu tun. Gegen die Ranglistenvorletzten aus Emmen schaute in der Baldini-Sporthalle nur ein bescheidener 16:12-Erfolg heraus. Der HC KTV Altdorf führt jetzt bei Halbzeit in der Meisterinnenklasse mit dem Punktemaximum (10) vor den zählergleichen Mythen-Shooters, die jedoch eine Partie mehr ausgetragen haben. Die Urnerinnen weisen eine positive Tordifferenz von +27, die Schwyzerinnen eine solche von +25 auf – Hochspannung ist somit bezüglich des Titelrennens angesagt. Die übrige Konkurrenz wird nichts mehr zu bewegen vermögen: 3. KTV Muotathal (5/4), 4. Emmen (6/2), 5. Stans/Sarnen (6/2).

 

Zur Partie gegen Emmen starteten die Altdorferinnen hypernervös. Sie produzierten zahlreiche Fehlschüsse, entwickelten keinen Druck und wenig Tempo. Glücklicherweise stand die 6:0-Verteidigung gut, sonst hätte es wohl bereits bis zur Pause eine negative Überraschung abgesetzt (6:5). Wenig bis kein Echo fand bei den KTV-Girls die Gardinenpredigt Trainer Silvio Zgraggens. Die Partie wirkte seitens der Gastgeberinnen, die zuviel in Einzelaktionen machten und die Teamzusammenarbeit immer wieder vermissen liessen, auch während des zweiten Spielabschnittes weitgehend zerfahren. Dass die Punkte schliesslich dennoch sichergestellt wurden, war auch während der zweiten halben Stunde primär das Verdienst der kompakt wirkenden Defensive, in der die beiden Torsteherinnen Luzia Briker und Isabelle Studer immer wieder mit sehenswerten Paraden auftrumpften. „Möglicherweise war unser Kollektiv ganz einfach zu sicher, die Partie mit Links gewinnen zu können. Oder waren es wohl die Nachwirkungen der närrischen Zeit, die sich negativ zu Buche schlugen? Eine beachtliche Leistung erbrachte Marina Sapina, die von den U15-Juniorinnen zum Team gestossen war“, bilanzierte Coach Silvio Zgraggen.

 

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Isabelle Studer; Livia Arnold, Marlise Arnold, Noemi Gisler, Stephanie Gisler, Katarina Kristo, Isabelle Lauener, Thea Pavic, Monia Pedroncelli, Livia Waser, Marina Sapina.