Juniorinnen U18: HC KTV Altdorf – Mythen Shooters 16:10

 

Den Gegnerinnen mit Doppeldeckung den Giftzahn gezogen. Noch aber bleibt einiges zu tun, soll der Regionalmeisterinnenexpress definitiv lanciert werden.

 

Am späten Samstagnachmittag war in der Feldli-Sporthalle einiges los. So stand der Fight der beiden bisher unbezwungenen Teams in der Meisterklasse an. Der HC KTV Altdorf hatte auf Gabi Bissig zu verzichten, durfte aber ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen. Anderseits hatten die Gäste zwei Auswechselspielerinnen mehr auf der Bank sitzen.

 

Geheimrezept des Trainers

 

Silvio Zgraggen, assistiert durch Fränzi Brand, liess sich im Hinblick auf das Derby einiges einfallen. So hatte er gegen die Schwyzerinnen - bei diesen standen gleich drei Weber-Geschwister in den Reihen - vom Anpfiff weg eine Doppeldeckung verfügt. Der Order lebten die KTV-Girls nahtlos nach. Der Erfolg liess nicht auf sich warten: Die Gäste wirkten über weite Phasen verunsichert, begingen zahlreiche technische Fehler und brachten zwischen der 6. und 28. Minute überhaupt keinen Treffer (!) zustande, was die rund 80 Zuschauer/innen doch einigermassen überraschte, zumal die Mythen-Shooters nach der Auftaktphase mit 3:1 in Führung lagen. Noemi Gisler und Tea Pavic bewerkstelligten den Gleichstand. Die Letztgenannte war wenig später für die erstmalige Führung ihres Kollektivs besorgt. Zweimal Noemi Gisler, Monja Pedroncelli sowie Livia Waser schossen den HC KTV Altdorf bis zur 20. Minute gar mit 8:3 in Front. Isabelle Studer parierte in der Folge einen Penalty souverän. Nach dem 9:3 (Noemi Gisler) liess die Aufmersamkeit im Team der Gastgeberinnen deutlich nach. Prompt verkürzten die Mythen-Shooters bis zur Pause auf 10:5.

 

Ganz ohne Zittern ging es nicht

Nach Wiederaufnahme der Partie wirkten die Gastgeberinnen insbesondere in der Defensive, die oft allzu sorglos zur Sache ging, bedeutend weniger zielstrebig als zuvor. Anderseits wurden in der Offensive viel zu viele technische Fehler begangen sowie Torschüsse, die (zu) oft einem lauen Frühlingswindchen glichen, produziert. Die Urnerinnen erhielten für eine dumme Zeitstrafe innerhalb kürzester Zeit gleich drei Minustreffer verpasst. Als dann in der 44. Minute gleich noch ein Penaltyball den Weg in ihre Maschen fand, lautete das Skore nur noch 12:9: Die Mythen-Shooters waren drauf und dran, den Altdorferinnen noch das Gruseln beizubringen. Zum Glück waren aber da noch Noemi Gisler sowie zweimal Livia Waser. Sie markierten nach sehenswerten Angriffen drei Treffer zum 15:9, damit die definitive Entscheidung herbeiführend. Ein „zahmer“ Penalty von Marlies Arnold blieb unverwertet, ehe Katarina Kristo nach dem 15:10 mit dem letzten Treffer der Partie ihre Aufwartung machte. „Eine trotz allem sehenswerte Leistung unserer Truppe. Doch unverkennbare Abschlussschwächen müssen ausgemerzt werden, wollen wir weiterhin an der Tabellenspitze verbleiben und ein Wörtchen bezüglich Vergebung des Regionalmeisterinnentitels mitreden“, bilanzierten die Coaches Zgraggen/Brand.

 

In der Fünfer-Meisterklassegruppe präsentiert sich die Spitze jetzt wie folgt: 1. Altdorf 2/4, 2. Mythen-Shooters 3/4, 3. Emmen 2/2.

 

Altdorf spielte mit: Isabelle Studer, Luzia Briker; Livia Arnold (1), Marlies Arnold, Noemi Gisler (6), Stephanie Gisler, Katarina Kristo (1), Isabelle Lauener (1), Tea Pavic (2), Monja Pedroncelli (2), Magdalena Sapina (1), Livia Waser (2).

 

Zu den Bildern

GisleNoemi

 


Noemi Gisler, siebenfache Skorerin.

 

 

 

 

Pavic

 

Tea Pavic traf zweimal ins Schwarze.

 

 

 

 

 

Lauener


 

Isabelle Lauener als erfolgreiche Flügelflitzerin.

 

 

Fotos: Ruedi Ammann