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NLB: Kadetten Schaffhausen – HC KTV Altdorf 32:26
Sieg der starken Gastgeber ging in Ordnung. Nun pausieren die Urner bis zum 5. November.
Freude im Hause der Bracks: Spielertrainer Daniel und seine Gattin Gabi freuen sich seit Mittwoch über die Geburt ihres gesunden Stammhalters Bono (3385 Gramm, 49 cm gross – wenn das nicht beste Voraussetzungen für einen künftigen Handballer sind…). Die ganze KTV-Handballerfamilie gratuliert herzlich! - Weniger gross war schliesslich am Samstagnachmittag die „Freude“ über eine relativ klare 26:32-Niederlage des Altdorfer NLB-Fanionteams gegen die Schaffhauser Kadetten. Doch Daniel Brack bezeichnete den Erfolg der Nordschweizer als durchaus verdient, wenn auch vielleicht etwas zu hoch ausgefallen: „Wenn man bedenkt, dass die Akteure des renommierten Vereins wöchentlich zwischen fünf- bis siebenmal (!) trainieren (wir vergleichsweise dreimal) und sie in ihren Reihen über ausgesprochen grosse Nachwuchstalente und erfahrene Fighter verfügen, ist das Resultat eigentlich keine spezielle Überraschung.“
Altdorf jetzt auf Rang fünf
Die fünfte NLB-Meisterschaftsrunde brachte verschiedene interessante Ergebnisse. So etwa hatte wohl kaum jemand mit einer Niederlage des bisherigen Tabellenzweiten Biel (23:24 gegen Aufsteiger Siggenthal) gerechnet. Der zweite Innerschweizer Klub, BSV Stans, kassierte gegen Leader Yellow Winterthur eine deftige Auswärtsklatsche (16:27). Im Zwischenklassement führt jetzt Winterthur mit 10 Punkten vor den Schaffhauser Kadetten (8), Biel (7), Zofingen, Altdorf und Siggenthal (je 6), Chênois Genf (5), GC/Amicitia Zürich (4), Stans (3), Grauholz und Steffisburg (je 2) und NLA-Absteiger Arbon (1). Der HC KTV Altdorf steht nun für eine ganze Weile „Gewehr bei Fuss“. Erst am 5. November figuriert der nächste Meisterschaftseinsatz (auswärts gegen Arbon) auf dem Terminkalender. „Insofern eine ideale Pause, weil uns ermöglicht wird, bestehende Defizite in den bevor stehenden Trainings möglichst auszuräumen“, erklärt Daniel Brack dazu gegenüber dem „Urner Wochenblatt“.
Eine Novität: Phase mit sieben Feldspielern
Was schon fast zu erwarten war: Daniel Brack als Leader im NLB-Torschützenklassement erhielt in Schaffhausen vom Anpfiff weg eine hautenge Manndeckung verpasst. Das Urner Kollektiv tat sich deshalb schwer, den gewohnten Rhythmus zu finden. In der Deckung (6:0) fehlte die nötige Aggressivität, im Angriff beklagte das KTV-Kollektiv gegen die clever zur Sache gehenden Gastgeber eine relativ schlechte Abschlussquote. Die Seiten wurden beim Stande von 15:10 zugunsten der Kadetten gewechselt.
Eine Novität liessen sich Spielertrainer Daniel Brack und Coach Predrag Ceko zu Beginn des zweiten Spielabschnittes einfallen. Der eigene Torsteher wurde an den Spielfeldrand beordert. Anderseits stülpte sich Daniel Brack das Torhüterdress über, um auch als siebter Feldspieler zu agieren. Der Griff in die Trickkiste schien vielversprechend auszufallen. So gelang es den Urnern, ihren Rückstand zu reduzieren. Die Schaffhauser vermochten vorerst eher selten, vom meist leer stehenden Altdorfer Tor (mit Distanzschüssen) zu profitieren. Mit zunehmender Spieldauer waren es dann aber doch die Kadetten, welche das Skore wieder zu ihren Gunsten zu erhöhen vermochten, so dass die Innerschweizer während der letzten Spielphase (ab 50. Minute) wieder zur „normalen“ Gangart – mit Torhüter – zurückkehrten. Den sich zwischenzeitlich längst abzeichnenden Sieg gaben die Gastgeber dank ihrer konzentriert und zielstrebig vorgetragenen Aktionen bis zuletzt nie mehr aus der Hand. Bester Spieler im Altdorfer Kollektiv war an diesem Spieltag wohl Sebastian Munzert. Er wusste sich immer wieder sowohl in der Deckung wie im Angriff (insgesamt sieben erzielte Tore) auszuzeichnen.
Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Daniel Brack, Sebastian Munzert, Marc Fallegger, Ivan Fallegger, Flavio Fallegger, Jost Brücker, Dave Zürcher, Dave Bär, Christian Bär, Daniel Röösli, Martin Betschart, Peter Szilagyi.
ZUM BILD
Sebastian Munzert; gegen die Schaffhauser Kadetten der wohl beste Akteur im Lager des HC KTV Altdorf. FOTO: RUEDI AMMANN
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