Nationalliga B: HC Arbon – HC KTV Altdorf 25:33
Erst nach der Pause gelang den Urnern der Umschwung.
Acht Tore in Serie führten die Wende herbei.
Die Ostschweizer, nach der letzten Saison aus der Nationalliga A abgestiegen, kämpften in letzter Zeit unglücklich. Insbesondere die hauchdünne 25:26-Niederlage gegen Chênois Genf war schmerzlich. Immerhin hatte sie den Urnern deutlich aufgezeigt, dass ihrer am Samstagnachmittag eine heikle Mission bevor stand.
Manndeckung gegen Daniel Brack
Dass Arbon es versuchen würde, durch eine enge Manndeckung – auf Topskorer Daniel Brack angelegt – das Heil zu suchen, lag weitgehend auf der Hand. Die Altdorfer hatten natürlich damit gerechnet und sich ein entsprechendes „Szenario“ zurecht gelegt. Nicht sonderlich gut waren übrigens die abschliessenden Trainings besucht gewesen, da krankheits- und schulbedingt, ferner infolge militärischer Verpflichtungen gleich fünf Standardakteure (Marc, Ivan und Flavio Fallegger, Nicolas Stocker sowie Jost Brücker) Absenzen angemeldet hatten.
Der HC Arbon liess frühzeitig erkennen, dass er den Urnern keinerlei Konzessionen einzuräumen gewillt war. Prompt glichen die Thurgauer einen 2:4-Rückstand aus und zogen mit 8:6 in Front. In den Reihen des HC KTV Altdorf erhielten durch die geschilderte Brack-Manndeckung im Speziellen Marc Fallegger, Dave Zürcher und Peter Szilagyi gewisse zusätzliche Freiräume. Sie gestatteten es ihren, weitere Mitspieler immer wieder erfolgreich zu lancieren. Beim Stande von 14:14 hatten die Altdorfer beste Chancen, einen Minivorsprung in die Pause zu retten, verscherzten eine sich bietende Möglichkeit aber sträflich. Arbon fackelte nicht lange, um das 15:14 für sich zu buchen. Im Rahmen der Pausenabsprache orteten Daniel Brack und Predrag Ceko einige Unzulänglichkeiten in den Reihen ihres Teams, denen im Hinblick auf den zweiten Spielabschnitt der Riegel geschoben werden sollte.
Ausgezeichnet aus den Startlöchern gekommen
Die entsprechenden Vorgaben beherzigte das KTV-Kollektiv. Zwar bauten die Innerschweizer nach dem 20:16 durch dumme Zeitstrafen die Gegner nochmals auf (21:21). Doch danach schnappte die Falle der Altdorfer zu. Sie liessen sich acht Treffer in Serie notieren, damit die gegnerische Moral vorzeitig knickend. Dies gelang umso besser, da die KTV-Abwehr nun deutlich kompakter wirkte und sich immer wieder Bestnoten verdiente. Arbon versuchte sein Heil während der letzten zehn Minuten darin, gegen praktisch sämtliche Altdorfer Spieler eine Manndeckung zum Tragen zu bringen, stiess damit aber auf das Veto der Gäste. Sie liessen sich durch die gegnerischen Massnahmen ganz einfach nicht ins Bockshorn jagen respektive nichts mehr anbrennen, um die Partie schliesslich - ein Verdienst des ganzen Feldspielerkollektivs sowie der beiden Torhüter Luthiger/Stocker sowie der erfolgreichsten Skorer Brack (11/3) und Brücker (7) - deutlich für sich zu entscheiden. Im Zwischenklassement hat sich der HC KTV Altdorf nun auf den dritten Tabellenplatz verbessert: 1. Yellow Winterthur 6/12, 2. Kadetten Schaffhausen 6/10, 3. Altdorf 6/8, 4. Biel 5/7, 5. Chênois Genf 6/7. Interessantes Detail: Die Urner haben bisher am meisten Treffer unter den zwölf NLB-Mannschaften markiert (183).
Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Jost Brücker (7), Ivan Fallegger, Marc Fallegger (3), Dave Zürcher, Daniel Brack (11/3), Dave Bär, Peter Szilagyi (5), Christian Bär, Daniel Röösli (4), Flavio Fallegger, Sebastian Munzert (3), Martin Betschart.
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Am Mittwochabend der Cup-Thriller
Am Mittwochabend, 9. November, hat der HC KTV Altdorf im Rahmen des Schweizer-Cup-Sechzehntelsfinals auswärts gegen den STV Willisau (Anspielzeit: 20.30 Uhr) anzutreten. Die Gastgeber eliminierten in der vorangegangenen Runde Frauenfeld mit 30:28, Altdorf den SV Fides St. Gallen mit 39:31. Willisau führt im Übrigen die Zwischenrangliste in der 1.-Liga-Meisterschaft mit dem Punktemaximum an und weist in seiner Grppe die beste Minustorquote aus. Allein schon deshalb dürften die Luzerner einen ausgesprochen spielstarken Widersacher darstellen. Altdorfs Trainer Daniel Brack: „Wir wissen um die Gefährlichkeit des STV Willisau und insbesondere die Effizienz seiner Schützen. Ich hoffe, mit dem kompletten Kader antreten zu können, auch wenn es noch einige Blessuren verschiedener Akteure, die sie sich im Rahmen der Trainings respektive des letzten Meisterschaftsspieles in Arbon eingehandelt haben, noch auszukurieren gilt. Erklärtes Ziel unserer Truppe ist es selbstverständlich, im Cup-Achtelfinal Einzug zu halten.“
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Jost Brücker traf in Arbon siebenmal ins Schwarze. FOTO: RUEDI AMMANN
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