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Schweizer Cup: TV Willisau (1. Liga) - HC KTV Altdorf (NLB) 29:26
Im Sechzehntelsfinal kam für die Urner das Aus. Erst die letzten Minuten führten die Entscheidung herbei.
Dass die Luzerner über ein homogenes Team verfügen – in ihren Reihen mixten auch zwei Ex-NLA-Akteure erfolgreich mit - war den Urnern bekannt. Sie traten am Mittwochabend deshalb mit einer gehörigen Portion Respekt an. Infolge einer Verletzung fehlte in den Reihen der Innerschweizer Peter Szilagyi. Ein Handicap, dem wohl entscheidender Charakter zufiel. Denn insbesondere in der Abwehr, aber auch im Aufbau, fehlte der Leistungsträger unverkennbar. Zur Niederlage der Urner bleibt anzumerken, dass sie sich im Spiel gegen die Luzerner Erstligisten - diese haben im laufenden Championat erst eine (knappe) Niederlage kassiert - durch Fortuna alles andere als verwöhnt sahen. Zahlreiche Bälle trafen im Verlaufe der spannenden Begegnung nämlich lediglich die gegnerische Torumrandung…
Überragender Marcel Luthiger
Erwartungsgemäss begann der Cupfight ausgesprochen einsatz- und kampfbetont. Die Luzerner vermochten immer wieder einen klitzekleinen Vorsprung in die Waagschale zu werfen. Nachdem für die Altdorfer bis zur 13. Minute vorerst Spielertrainer Daniel Brack viermal und Sebastian Munzert zweimal, ferner Daniel Röösli ins Volle getroffen hatten, lautete das Skore 7:7. In der Folge sah sich Brack mit einer engen Manndeckung konfrontiert, nachdem er in der 14. Minute die erstmalige Führung zugunsten seiner Truppe markiert hatte. In der Folge vermochte sich weiterhin keine Mannschaft abzusetzen. Dies umso mehr, da zwischen den Pfosten der Urner ein Marcel Luthiger in Hochform stand. Er lieferte während der ersten halben Stunde ein volles Dutzend hochkarätiger Paraden ab. Auf der Gegenseite war es der Willisauer Schlussmann, der immer wieder sein Veto gegen Altdorfer Abschlussversuche einlegte. Die Seiten wurden beim Stande von 13:13 gewechselt. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte Daniel Röösli den Gleichstand markiert.
Zu diesem Zeitpunkt hätten die Altdorfer eigentlich in Front liegen sollen, ja müssen. Doch das Versieben guter bis bester Chancen rächte sich. Hinzu gesellten sich (zu) viele technische Eigenfehler. Dies alles verunmöglichte es den Gästen ganz einfach, die Partie – wie erhofft – in den Griff zu bekommen.
Entscheidung fiel kurz vor Spielschluss
Die Platzherren erwiesen sich auch nach Wiederaufnahme der Begegnung als unbequeme Widersacher. Pech hatte in den Reihen des HC KTV Altdorf der zwischenzeitlich eingewechselte Nicolas Stocker; er zog sich in der 38. Minute eine Verletzung zu. Das Zünglein an der Waage schien sich noch vor Anbruch der letzten Viertelstunde zugunsten der Willisauer zu neigen. Die Luzerner hatte sich mit drei Toren Vorsprung in Front gebracht (44. Minute, 22:19). Doch die Urschweizer zeigten beeindruckenden Kampfgeist. Sie glichen aus. In der 55. Minute war es Daniel Röösli, der gar die Führung (26:25) zugunsten seines Teams erzielte. Danach überstürzten sich die Ereignisse. Altdorf erhielt zwei Penaltys - beim einen handelte es sich um einen höchst fragwürdigen Entscheid - aufgebrummt, Brücker traf (einmal mehr) nur den Pfosten und sah sich bei einem Gegenstoss unverständlicherweise zurückgepfiffen. Der TV Willisau, unter dem Zepter von Trainer Hanspeter Arnold, nützte schliesslich die Gunst der Stunde, um sich den Sieg definitiv an seine Fahne zu heften.
Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Christian Bär, Dave Bär, Martin Betschart, Daniel Brack (7), Jost Brücker (4), Flavio Fallegger, Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (2) Sebastian Munzert (3), Daniel Röösli (7), Dave Zürcher (1).
ZU BILD
Daniel Röösli, gegen den TV Willisau siebenmal erfolgreich. FOTO: RUEDI AMMANN
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