NLB/1. Liga: HC KTV Altdorf – KTV Muotathal 37:30
Nach vierwöchiger Pause bestritten die Urner wieder einen Wettkampf. Im Rahmen des Vorbereitungsspieles liessen die komplett einlaufenden Gastgeber nichts anbrennen.
Während der letzten Meisterschaftsspiele hatte der HC KTV Altdorf (Nationalliga B) der gefürchteten Verletzungshexe Tribut zu zollen. Für mehrere Spielen standen die Teamstützen Daniel Brack (Fingerbruch), Peter Szilagyi (Aduktorenverletzung) sowie Torsteher Nicolas Stocker nicht zur Verfügung. Glücklicherweise stellte sich während dieser Zeit der reaktivierte Ex-Bundesliga-Akteur Florian Wisotzki in den Dienst des Urschweizer Teams. Die anschliessend spielfreien Wochen (seit 18. Dezember) kamen dem Urner Fanionteam zupass. So vermochten die angeschlagenen Kaderspieler ihre Verletzungen auszukurieren. Nachdem das Training am 9. Januar weitgehend mit dem kompletten Kader wieder in Angriff genommen worden war, wurde nun am Samstagabend ein Trainingsfight gegen den KTV Muotathal (im Mittelfeld klassiertes 1.-Liga-Team) ausgetragen.
Rückstand in Vorsprung umgewandelt
Die Schwyzer, unter dem Zepter von Trainer Matthias Gwerder stehend, hinterliessen speziell in der Auftaktphase einen starken Eindruck. Nach dem durch Daniel Brack erzielten Führungstreffer wendeten sie das Blatt, dabei mit 4:6 und 5:7 das Zepter an sich reissend. In der Folge entwickelte der HC KTV Altdorf vermehrt Druck. Bis zum Seitenwechsel zogen die Platzherren, in deren Reihen während der ersten Halbzeit Nicolas Stocker und später Theo Ulrich gute Torhüterleistungen zeigten, in der Baldini-Halle - unter der weitgehend souveränen Leitung des erstmals zusammen arbitrierenden Duos Philipp Tresch/Edi Zakarauskas - mit 19:14 in Front. Als versierter Penaltyschütze entpuppte sich während der ersten 30 Spielminuten Spielertrainer Daniel Brack: Gleich fünf Penaltys setzte er problemlos in die gegnerischen Maschen.
Beeindruckender Schlussspurt
Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes nützten die Gäste einige Aussetzer in der Altdorfer Deckung zur Verminderung ihres Rückstandes rigoros aus. Nach dem 23:18 übernahm Marcel Luthiger die Keeperposition, dabei gleich verschiedentlich mit einigen überzeugenden Interventionen seine Aufwartung machend. Mit sehenswerten Gegenstössen (Daniel Röösli, Ivan Fallegger) erhöhten die Altdorfer ihren Vorsprung. Zwischen der 47. und 53. Minute leisteten sich die Platzherren etliche technische Unzulänglichkeiten. Die Täli-Truppe liess sich nicht zweimal bitten: Nach 53 Spielminuten hatte sie sich wieder ins Gespräch gebracht (28:26). Eine numerische Überlegenheit (drei Tore innerhalb von 2 Minuten; Gebrüder Fallegger sowie Daniel Röösli) läutete den sehenswerten Altdorfer Schlussspurt ein, den Marc Fallegger mit zwei beeindruckenden Treffern krönte. Die Partie wurde mit 37:30 von den Einheimischen schliesslich klar siegreich gestaltet. „Das Ergebnis spricht zugunsten unserer Angriffsleistung Bände – es wurden vor dem gegnerischen Kreis überdurchschnittliche Leistungen erbracht. Hingegen bildete die Abwehr weiterhin eine „Baustelle“: Verschiedene Umstellungen führten (noch) nicht zum gewünschten Erfolg. An diesen Unzulänglichkeiten muss weiter hart gearbeitet werden“, bilanzierte Spielertrainer Daniel Brack, der zusammen mit Predrag Ceko die „Einsatzzentrale“ des HC KTV Altdorf souverän dirigierte.
Letzter Prüfstein: NLA-Vertreter Gossau
Einen guten Draht besitzt der KTV zum Ostschweizer NLA-Verein Gossau. Letzterer erklärte sich gerne bereit, gegen die Urner vor Wiederaufnahme der Meisterschaft in den beiden obersten Handballstärkeklassen eine Trainingspartie zu bestreiten. Diese findet nun am kommenden Freitagabend auswärts statt. Die NLA-Tabellenvorletzten (17 Spiele, 8 Punkte, 486:534 Tore) dürften für den HC KTV Altdorf einen idealen Sparringpartner absetzen. Die Urner - 3. mit 17 Punkten hinter Winterthur (20) und Kadetten Schaffhausen II (18) - nehmen das NLB-Meisterschaftsrestprogramm am 28. Januar mit der Auswärtspartie gegen Steffisburg in Angriff. Die Berner beschlossen das Restprogramm 2011 mit eigentlichen Höhenflügen respektive Siegen. Sie deuteten dadurch an, dass mit ihnen im neuen Jahr alles andere als gut Kirschenessen sein wird (9., 9 Zähler; also der Problemzone noch nicht entfleucht).
Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass Ende Saison keine NLB-Playoff-Partien (beste vier Mannschaften) wie in den letzten Jahren stattfinden. Vielmehr kreuzen die beiden NLB-Ersten die Klingen in einer einfachen Auf-/Abstiegstour mit den NLA-Ranglisten-Zehnten- respektive -neunten (Vergebung zweier NLA-Plätze, während die beiden NLA-Letzten direkt in die NLB absteigen. (Die oberste nationale Stärkeklasse wird im Hinblick auf die Saison 2013/14 von 12 auf 10 Teams reduziert.).
Altdorf spielte gegen Muotathal mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Theo Ulrich; Daniel Brack, Peter Szilagyi, Sebastian Munzert, Daniel Röösli, Martin Betschart, Marc Fallegger, Ivan Fallegger, Dave Zürcher, Christian Bär, Jost Brücker, Chris Herzog.
ZUM BILD
Daniel Brack hat seine Fingerbruch-Verletzung auskuriert und agiert wieder in bekannt souveräner Manier. FOTO: RUEDI AMMANN
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