| Der geniale Hüpfer auf Platz zwei! |
| Geschrieben von: Ruedi Ammann |
| Sonntag, den 29. Januar 2012 um 14:01 Uhr |
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Nationalliga B: TV Steffisburg – HC KTV Altdorf 36:38
Anlässlich des ersten Fights im neuen Jahr brillierten die Urner ohne Wenn und Aber. Ungeachtet der gegnerischen Verstärkungen.
Nach der nicht unbedingt erbaulichen Leistung im letzten Trainingsfight gegen NLA-Vertreter Gossau war das Kollektiv von Spielertrainer Daniel Brack am Samstag mit dem festen Vorsatz zum TV Steffisburg gereist, alles in jeder Beziehung besser machen zu wollen. Auch wenn auf den Einsatz von Dave Zürcher (Fingerbruch am Mittwoch-Training und jetzt Ausfall für rund vier Wochen) verzichtet werden musste, war rasch ersichtlich, dass die Urner die heikle Mission mit letzter Konsequenz in Angriff nahmen, ungeachtet der mit drei Verstärkungen angetretenen Gastgeber. Dies konnten gleich auf drei Vertreter des spielfreien NLA-Partnerklubs Wacker Thun – mit Topskorer Fabian Studer an der Spitze – zurückgreifen. Doch der „Giftzahn Studer“ wurde von dessen Spezialbewachern Jost Brücker und Ivan Fallegger weitgehend souverän entschärft. Da die Partie zwischen Steffisburg und Altdorf am Wochenende einziger NLB-Fight war, haben sich die Innerschweizer jetzt (mit einem Mehrspiel gegenüber der weiteren Konkurrenz) auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben. Es führt weiterhin Yellow Winterthur mit 20 Punkten, vor Altdorf (19), Schaffhausen II (18) sowie Chênois Genf (17). Die übrigen Teams dürften nun kaum mehr um die Entscheidung bezüglich Vergebung der beiden „Aufstiegsplätze“ (NLB/NLA) mitzureden in der Lage sein.
Unglaubliche Angriffseffizienz
Der HC KTV Altdorf nahm die Partie in Steffisburg mit einer schier unglaublich anmutenden Angriffseffizienz unter die „Räder“. In der Tat war es schlichtweg beeindruckend, dass während der ersten Halbzeit nur gerade ein allereinziger (!) technischer Fehler (während der gesamte Partie lediglich deren vier) begangen wurden. Schnörkellos wurde die Vorgabe des Spielertrainers, konzentriert und zielstrebig zur Sache zu gehen, umgesetzt. Von zehn Gegenstossaktionen während der 30 Auftaktminuten wurden sämtliche verwertet, wobei immer wieder Jost Brücker speziell im Vordergrund stand. Über 8:4, 12:8 und 14:8 wurde bis zur Pause ein vielversprechender 24:19-Vorsprung herausgearbeitet. Im Wissen um einige der letzten grossen internationalen Spiele erinnerte sich das KTV-Team natürlich daran, dass ein Fünf-Tore-Vorsprung noch längst keinerlei Garantie im Hinblick auf einen finalen Sieg darstellt…
Gegner holte noch zweimal auf
Der TV Steffisburg zog nach dem Tee alle Register seines Repertoires. Die Berner räumten gewisse Defizite in den eigenen Reihen aus, setzten die Urner mächtig unter Druck und hatten nach der 45. Minute prompt auf 29:29 aufgeholt. Altdorfs anschliessenden Dreifacherfolg steckten die Gastgeber nochmals weg (33:33). In der Folge war es der sich einer höchst eindrücklichen Tagesform erfreuende Peter Szilagyi (insgesamt siebenfacher Skorer), welcher den Schlussspurt seines Team einläutete, unterstützt durch Daniel Röösli sowie Marc Fallegger – Letzterer verstand es, sein Trainingsdefizit infolge Militärdienstes an diesem Spielabend locker wegzustecken. Der Urner Sieg bildete schliesslich den wohlverdienten Lohn nach einer tollen Leistung, die Spielertrainer Daniel Brack – nebst dem seinerseits kaum an die Leine zu legenden Jost Brücker ebenfalls neunmal skorend – seiner Truppe attestierte. Trotz der zahlreichen Minustreffer, drei Dutzend an der Zahl, durften sich übrigens auch die Leistungen der beiden KTV-Torsteher Marcel Luthiger (1. bis 30., 45. bis 60. Minute) und Nicolas Stocker durchaus sehen lassen.
Und jetzt das grosse Urschweizer Derby
Auf den Lorbeeren darf (und wird) sich der HC KTV Altdorf nach diesem wichtigen Sieg natürlich nicht ausruhen. Denn bereits steht eine weitere Bewährungsprobe auf dem Terminkalender. Am kommenden Samstag steigt in der Stanser Eichli-Halle (Anspiel: 19.30 Uhr) das immer wieder von den Sitzen reissende Derby gegen den Nidwaldner Traditionsklub. Der BSV hat noch eine Rechnung offen: Er gedenkt sich für die anlässlich der Vorrunde in Altdorf eingehandelte Niederlage zu revanchieren. Was sicher ist: Die Halle dürfte sich am Samstagabend proppenvoll präsentieren. Und der HC KTV Altdorf wird als neuer Tabellenzweiter eine hundertprozentige Leistung abliefern müssen, will er seine herausragende Position an der NLB-Spitze verteidigen.
Altdorf spielte in Steffisburg mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Daniel Brack (9), Jost Brücker (9), Marc Fallegger (4), Peter Szilagyi (7), Daniel Röösli (5), Sebastian Munzert (4), Martin Betschart, Ivan Fallegger, Flavio Fallegger, Christian Bär.
Zum Bild
Jost Brückers geniale Performance: neun Treffer (wie auch Spielertrainer Daniel Brack). FOTO: RUEDI AMMANN
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