|
Damen, 2. Liga: HC KTV Altdorf – Handball Emmen 23:24
Gegen die favorisierten Luzernerinnen wäre zum Saisonauftakt ein Remis verdient gewesen. Ein Gegenstoss vereitelte den angestrebten Teilerfolg.
Zum Meisterschaftsbeginn weilte am Samstag in der Feldli-Sporthalle ein hochkarätiger Gegner zu Gast. Handball Emmen hatte sich als Gruppensieger der letzten Saison als ungeschlagenes Team profiliert und sich nach Auflösung der Damenabteilung von Borba Luzern mit einigen Akteurinnen verstärkt. Im KTV-Kollektiv fehlten Topskorerin Shelly Eisner (verletzt), Olivia von Deschwanden und Livia Arnold sowie Stephanie Gisler.
Vier-Tore-Führung preisgegeben
Erklärtes Ziel der Altdorferinnen war es, am Thron der Besucherinnen zu rütteln und sich für die beiden Niederlagen, während der letzten Meisterschaft kassiert, zu revanchieren. Das erste KTV-Saisontor markierte Michaela Jauch, doch nach 5 Minuten führten die Besucherinnen (1:3). Fränzi Brand, Brigitte Kempf und Monja Pedroncelli sorgten bis zur 15. Minute für den Gleichstand (4:4), danach setzte Kempf einen Penalty zur erstmaligen Führung ihres Teams in die Maschen der Luzernerinnen. Pech war es in der Folge, bis zur Halbzeit auf Brand (Verletzung) verzichten zu müssen. Nach 23 Minuten zogen die Urnerinnen ungeachtet dieses Ungemachs durch Treffer von Cornelia Rickli, Belinda Kieliger, Alissa und Monja Pedroncelli mit 9:5 in Front, nachdem Torsteherin Michèle Zwahlen mehrmals mit sehenswerten Aktionen aufgewartet hatte. Beim Stande von 9:6 vergab Kempf eine Penaltychance. 10:8 lautete das Skore nach einem verwerteten Sieben-Meter-Ball (Manuela Bär). Einige Unkonzentriertheiten in der KTV-Abwehr nutzte Emmen zum 10:12 – Bär reduzierte den Rückstand kurz vor dem Pausenpfiff auf 11:12.
Fehlende Cleverness
Der zweite Spielabschnitt verlief weiterhin ausgeglichen. Nach wie vor gelang es dem HC KTV Altdorf, dank starker Angriffsaktionen mit den Luzernerinnen in Tuchfühlung zu bleiben und 1 Minute vor Spielschluss den Gleichstand zu bewerkstelligen. 30 Sekunden vor Spielschluss verscherzten die Urnerinnen die Möglichkeit, die Entscheidung herbeizuführen. Schlimmer noch: Aufgrund eines technischen Fehlers produzierten sie einen dummen Ballverlust. Den daraus resultierenden Gegenstoss nützte Emmen zum alles entscheidenden Siegtreffer. „Den durchaus verdienten Remispunkt verscherzten wir durch eine fatale Unzulänglichkeit und fehlende Cleverness“, bedauerte Trainer Angelo Pedroncelli.
Altdorf spielte mit: Michèle Zwahlen, Luzia Briker; Mirjam Arnold, Manuela Bär (2), Fränzi Brand (4), Manuela Frey (1), Michaela Jauch (1), Brigitte Kempf (3), Belinda Kieliger (2), Alissa Pedroncelli (2), Monja Pedroncelli (4), Simone Renner, Cornelia Rickli (4), Catherine Styger.
ZUM BILD
Mirjam Arnold – trotz Behinderung mit letztem Einsatz. FOTO: RUEDI AMMANN
|