Home Spielberichte Damen 1 | 2. Liga Warten auf ersten Sieg geht weiter
Warten auf ersten Sieg geht weiter
Geschrieben von: Ruedi Ammann   
Samstag, den 29. Oktober 2011 um 22:40 Uhr

Damen, 2. Liga: HC KTV Altdorf – BSV Stans 16:19

 

Fast zwei Dutzend versiebte hochkarätige Chancen brachen Urnerinnen das Genick. Tristes Fazit: Weiterhin herumdümpeln am Tabellenende.

 

Dem Urschweizerinnenderby wurde mit grosser Spannung entgegengeblickt. Würde es dem HC KTV Altdorf gelingen, endlich den angestrebten ersten Saisonsieg einzufahren? Mitnichten! Doch es war nicht primär die (durchschnittliche) Leistung der Nidwaldnerinnen, welche den Ausschlag bezüglich Vergebung der Punkte gab, sondern vielmehr die eklatante Abschlussschwäche der KTV-Truppe in der Baldini-Halle am Samstagnachmittag – vor rund 50 Zuschauern. Unter ihnen weilte auch Shelly Eisner, die Langzeit(schulter-)verletzte im Lager der Gastgeberinnen. Die Torjägerin und starke Rückraumschützin hat immerhin – nach mehrmonatigem Ausfall – das Training wieder aufgenommen und sollte, nach deren eigener Aussage, im Hinblick auf die Rückrunde wieder mit dabei sein können. Gebrauchen können die Altdorferinnen eine „Verstärkung“ diskussionslos. Denn im Angriff muss ganz einfach ein frischer Wind her. Zumal bezüglich Tabellenlage mit weiterhin erst einem Punkt aus sechs Spielen zurzeit ganz einfach kein Staat zu machen ist.

 

Michèle Zwahlen als Penaltykillerin

 

Die Begegnung verlief für den HC KTV Altdorf vorerst recht vielversprechend. Denn nach anfänglichem Rückstand hatte er sich bis zum Ablauf der Startviertelstunde ein Pölsterchen von zwei Längen zugelegt (5:3, später 6:4 und 7:5). Fränzi Brand, an diesem Spieltag mit etlichen missratenen Flügelaktionen mehrheitlich überhaupt kein Glück aufweisend, war nach dem 7:7 immerhin für das 8:7 besorgt. Zwischen der 22. und 24. Minute brillierte Michèle Zwahlen. Sie wehrte gleich zwei gegnerische Penaltybälle magistral ab und vereitelte wenig später zusätzliche Chancen der Gegnerinnen souverän. Altdorf hatte es in der Folge in der Hand, einen grösseren Vorsprung in die Pause zu retten, doch – nach vorgängig mehreren Lattenknallern – schaute aus den erarbeiteten Möglichkeiten herzlich wenig heraus, von einem sehenswerten Treffer Manuela Bärs – in Unterzahl erzielt – abgesehen. Die Seiten wurden beim Stande von 9:8 gewechselt.

 

Nach der 40. Minute war der Ofen aus

 

Die zweite Halbzeit, im Tor durch Luzia Briker bestritten, liess vorerst weiter auf den ersten Saisonsieg hoffen: Fränzi Brand war für einen Zwei-Tore-Vorsprung besorgt. Doch Stans nützte weitere, teils haarsträubende Fehler in den Reihen der KTV-Truppe kaltschnäuzig aus, um in der Folge eine Vier-Tore-Reserve herauszuarbeiten (12:16). Damit war die Vorentscheidung gefallen, denn die Urnerinnen taten sich gegen die mehrheitlich kompakt zur Sache gehende Deckung der Nidwaldnerinnen schwer respektive wirkten immer wieder ideen- und oft konzeptlos. Der BSV Stans zeigte sich mit seinen Aktionen cleverer, nützte die sich bietenden Chancen. Immerhin erzielten die Altdorferinnen die beiden letzten Tore der Partie durch Fränzi Brand (Gegenstoss) und Manuela Bär (Penalty). Doch mehr als Resultatkosmetik war dies natürlich nicht mehr. Als dann in den letzten Spielsekunden Belinda Kieliger allein vor dem gegnerischen Tor aufkreuzte und den Ball verschoss, war diese Aktion für den Verlauf de Partie symptomatisch. Zu Recht enttäuscht zeigte sich Trainer und Coach Angelo Pedroncelli: „ Wenn in einem Spiel gleich rund zwanzig gute bis beste Möglichkeiten verscherzt werden, muss man sich nicht wundern, wenn ein Fight in die Binsen geht.“

 

Altdorf spielte mit: Michèle Zwahlen, Luzia Briker; Mirjam Arnold (1), Manuela Bär (2), Fränzi Brand (4), Manuela Frey (3), Stephanie Gisler, Linda Kieliger, Monja Pedroncelli (2), Cornelia Rickli, Cathérine Styger (2), Olivia von Deschwanden (1), Alissa Pedroncelli (1).

 MiriamArnold

 

Mijam Arnold versetzt die Abwehr der Stanserinnen; mit Nr. 4 Cornelia Rickli, mit Nr 11 Stephanie Gisler.

 

 

 

 

KieligerBelinda

 

 

 

Belinda Kieliger setzt sich durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schrecksekunden

 

 

Schreckskunden: Cathérine Styger blieb nach einem bösen Foul benommen liegen, konnte aber später wieder mittun; Trainer Angelo Pedroncelli kümmert sich um die Verletzte. FOTOS: RUEDI AMMANN

 

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