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NLB: PSG Lyss – HC KTV Altdorf 33:37
Dank beeindruckender Teamleistung entschieden die Urner die Partie in der zweiten Halbzeit für sich. Altdorf jetzt in der vorderen Tabellenhälfte.
Die Truppe von Jan Sedlacek hatte das Handicap zu verkraften, ohne den für zwei Spiele gesperrten Daniel Röösli auskommen zu müssen. Der Linkshänder auf der rechten Flügelposition musste deshalb ersetzt und das Spielkonzept etwas umgemodelt werden. Doch der Trainer fand dazu die entsprechenden Alternativen. Erschwerend für die Urner war, dass sie während des letzten Spieldrittels auch noch ohne Peter Szilagyi agieren mussten: Er handelte sich nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte (Restausschluss ein). Einige harsche Worte, die Szilagyi hatte fallen lassen, galten einem Mitspieler, doch die Unparteiischen werteten sie als Kritik an sich und fällten deshalb den geschilderten Entscheid wegen vermeintlichen Reklamierens.
Blitzstart der Berner
Die Gastgeber, welche ihre letzten Partien ausnahmslos verloren hatten, wollten unbedingt auf die Erfolgsstrasse zurückkehren. Sie nutzten einige Abstimmungsprobleme im Lager des sehr offensiv verteidigenden HC KTV Altdorf gnadenlos aus, dabei immer wieder ihr Heil mit Gegenstössen und schnellen Anspielaktionen an den Kreis - Daniel Zitterli erzielte für seine Farben gleich zehn Treffer - suchend und von sehenswerten Abwehraktionen ihres Torstehers profitierend. Nach zwölf Minuten führte Lyss 9:4. Im Lager der Altdorfer war damit natürlich Alarmstufe eins ausgelöst. Nach einem angeforderten Timeout begann sich in den Reihen der Innerschweizer die Lage zu normalisieren. Sie verstanden es, die bislang aufgetretenen Unzulänglichkeiten weitgehend auszumerzen, wirbelten die gegnerische Abwehr immer wieder mit sehenswerten Spielzügen gehörig schwindlig und vermochten den Rückstand bis zur Pause auf eine Länge zu reduzieren.
Jetzt-erst-recht-Trotzreaktion
Zum Auftakt des zweiten Spielabschnittes wogte der Fight im Kampf wider die Zugehörigkeit zur Abstiegszone hin und her. Keine Mannschaft vermochte sich vorentscheidend abzusetzen, auch wenn sich die Platzherren wieder einen Drei- bis Vier-Tore-Vorsprung zu erarbeiten verstanden. Nach dem geschilderten Restausschluss Peter Szilagyis - er hatte bis zu diesem Moment bereits viermal ins gegnerische Tor getroffen - war im Lager der Innerschweizer „Erfindergeist“ angesagt. Zumal Lyss versuchte, ab diesem Zeitpunkt Topskorer Florian Wisotzki (dank acht Treffern erneut bester Skorer des KTV-Kollektivs) mit einer aufsässigen Manndeckung vermehrt an die Leine zu legen. Genial schlugen sich in dieser Phase speziell Thomas Hürlimann sowie Tizian Dossenbach. Sie erhielten von Jan Sedlacek ebenso wie die Gebrüder Marc und Ivan Fallegger, ferner auch Jost Brücker, welche ausgezeichnet auf die gegnerischen Intentionen, das Zepter an sich zu reissen, reagierten, spezielle Anerkennung gezollt. Dem HC KTV Altdorf gelang es schliesslich in einer Art Jetzt-erst-recht-Trotzreaktion sehenswerte Akzente zu setzen, die Führung nach dem 29:29 an sich zu reissen, den Match definitiv zu prägen und ihn schliesslich mit vier Toren Differenz für sich zu entscheiden. „Wir hatten unsere Gegner vor dem wichtigen Match anhand vorliegender Videoaufnahmen umfassend studiert. Dies gestattete uns, trotz der etwas verkorksten Auftaktphase zu reagieren und das richtige Rezept zu finden. Unsere Mannschaft hat eine starke Leistung abgeliefert. Zum wichtigen Erfolg haben ausnahmslos alle beigetragen. Die beiden ergatterten Punkte verschaffen uns in der Tabelle etwas Luft, obwohl wir noch dringend weiterer Punkte bedürfen, um definitiv aus der Gefahrenzone wegzukommen“, bilanzierte Jan Sedlacek.
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Vier Teams mit 9 Punkten
Unmittelbar vor Abschluss der ersten Hälfte der Qualifikationsrunde zeigt sich, dass die Abstände im Spitzen- wie Relegationsbereich mehrheitlich ausgesprochen eng sind. Endingen und der HC KTV Altdorf haben als einzige Formationen über 300 Treffer markiert. Die Erstgenannten führen die Zwischenrangliste mit 16 Punkten, vor Schaffhausen (15), Chênois Genf und GC/Amicitia Zürich (beide 12) an. Hinter dem Quartett lauert Yellow Winterthur (10). Danach folgen gleich vier Teams (je 9 Zähler): Altdorf, Steffisburg, Lyss und Biel. Stans (8), der HBC West (7) sowie Grauholz (4), welches den wichtigen Sonntagnachmittagsmatch gegen Steffisburg mit 25:29 verlor, bilden das Schlusstrio.
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Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Christian Bär, Jost Brücker (4), Tizian Dossenbach (4), Flavio Fallegger (2), Ivan Fallegger (5), Marc Fallegger (5), Thomas Hürlimann (5), Peter Szilagyi (4), Florian Wisotzki (8), Edi Zakarauskas.
ZUM BILD
Tizian Dossenbach und Marc Fallegger (hinten) erzielten je fünf Treffer und von Trainer Jan Sedlacek ausgezeichnete Kritiken attestiert. FOTO: RUEDI AMMANN
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