Home Spielberichte Saison 2010/2011 Herren 1 Die Crux mit den Torumrandungstreffern
Die Crux mit den Torumrandungstreffern
Geschrieben von: Ruedi Ammann   
Sonntag, den 12. Dezember 2010 um 21:51 Uhr
NLB: HC KTV Altdorf – Yellow Winterthur 26:28

 

Ein Spiel, das nie und nimmer hätte verloren werden dürfen. Aber die Urner überboten sich gegenseitig im Auslassen hundertprozentiger Chancen

 

Das war nicht der Abend der Platzherren. Sie verpassten es, zwei Punkte in Sicherheit zu bringen. Und drifteten im Gesamtzwischenklassement nach elf von 22 Runden wieder in höchst unruhige (Abstiegsplatz-) Gewässer ab. Hinter dem klar in Verzug liegenden Schlusslicht Grauholz (6) weisen der HBC West jetzt 8, Altdorf, Biel und Lyss (das gegen Stans eine 22:42-Ohrfeige kassierte), je 9 Zähler auf. Und noch etwas: Als Thomas Hürlimann von der Winterthurer Deckung im Verlaufe der zweiten Halbzeit (38. Minute) rüde von den Beinen geholt wurde und auf den Kopf stürzte (fatale Folge: Spitaleinlieferung mit einer Hirnerschütterung, wobei die Gäste von den Spielleitern Hess/Zimmermann nicht einmal bestraft wurden!) machte sich im KTV-Team vermehrte Verunsicherung breit. Hürlimann dürfte im nächsten Fight vor der längeren Meisterschaftspause (erste Partie am 29. Januar) am kommenden Samstag im Team der Urner fehlen. Der HC KTV Altdorf verscherzte es schon im Verlaufe der ersten Halbzeit, aber auch später, den Fight vorzeitig für sich zu entscheiden. Doch mit einem Visier, das bei den meisten Akteuren schlecht bis miserabel eingestellt war (rund ein Dutzend Bälle landeten an der gegnerischen Torumrandung!), ferner einer Unzahl nicht ausgewerteter weiterer Topchancen, liess sich kein Staat machen, so dass letztlich die Punkte eben nach Winterthur gingen. Im Kollektiv der Platzherren fehlten ausserdem unverkennbar gewisse Automatismen. Offensichtlich gelang es dem Team nicht, auf die durch den erneuten Ausfall von Daniel Röösli (letzte Spielsperre) bedingten Umstellungen zu reagieren respektive sich auf die neuen Voraussetzungen mental gebührend einzustellen.

 

13 unverwertete Chancen, ein verschossener Penalty

 

Schon die erste Halbzeit liess erkennen, dass die KTV-Crew nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Insgesamt wurden zahlreiche hochkarätige Chancen versiebt. Florian Wisotzki vergab eine Penaltymöglichkeit. Er vermochte als bislang zweitbester Skorer der Liga nur selten Akzente zu setzen. Allerdings bleibt anzumerken, dass ihm seitens der Winterthurer über weite Phasen der Partie das besondere Augenmerk (Manndeckung) geschenkt wurde. Bester Akteur im Team der Urner war für einmal Peter Szilagyi. Er traf denn auch insgesamt neunmal ins Volle. Sehr gut zu gefallen wusste auch Nachwuchsspieler Jost Brücker. Er markierte fünf Treffer.

 

Schon nach einer Minute lautete das Skore 0:2. Die Altdorfer Deckung wirkte in der Auftaktphase wenig überzeugend. Im Anschluss an das 1:4 und 3:6 verkürzten die Gastgeber immer wieder. Sie kamen mehrmals bis auf ein Tor an die ungemein wirblig zur Sache gehenden Gäste heran. Zu mehr reichte es nicht. Zur Pause lautete das Skore 13:16. Gar nicht zur Zufriedenheit des sichtlich entnervten Jan Sedlacek. „Einige unserer Akteure verrichteten ihren Job mehr schlecht als recht. Es fehlten über weite Distanzen Team- und Kampfgeist. Jetzt gilt es, die entsprechende Antwort zu geben“, erklärte der Trainer in der Kabine.

 

Phasenweise Sechs-Tore-Rückstand

 

Peter Szilagyi verkürzte nach dem Tee auf 14:16. Beim Stande von 18:22 parierte Marcel Luthiger einen Sieben-Meter-Ball des gegnerischen NLB-Torschützenbesten Patrik Läng mirakulös. Yellow Winterthur vermochte in der Folge den Vier-Tore-Vorsprung bis kurz vor Schluss zu verteidigen. Einen letzten Hoffnungsschimmer auf (wenigstens) ein Unentschieden liess Edi Zakarauskas mit dem 24:27 aufkommen. Doch zu mehr reichte es nicht, auch wenn Ivan Fallegger wenige Sekunden vor Spielschluss das Skore wenigstens noch auf 26:28 zu verschönern verstand. „Das war ganz einfach nicht unser Tag. Wir wussten unser Potenzial nicht abzurufen, wirkten zu oft fahrig, nervös und phasenweise gar unkonzentriert. Doch die Meisterschaft dauert ja noch weitere elf Spiele“, befand Florian Wisotzki abschliessend.

 

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Martin Betschart, Michael Bissig, Tizian Dossenbach, Stefan Epp (1), Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger (2), Thomas Hürlimann (2), Peter Szilagyi (9), Florian Wisotzki (2), Edi Zakarauskas (2), Jost Brücker (5).

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Ivan Fallegger hebelt die Yellow-Verteidigung aus.

 

 

 

 

 

 

Hürlitho

 

Schreckminuten für die Altdorfer: Thomas Hürlimann blieb nach harter

gegnerischer Attacke mit einer Gehirnerschütterung liegen und schied

in der 38. Minute vorzeitig aus.

 

FOTOS: RUEDI AMMANN

 

 

 

 

 

 

 

 
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