| Verschlafenen Start knallhart bestraft |
| Geschrieben von: Ruedi Ammann |
| Dienstag, den 07. September 2010 um 21:06 Uhr |
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Der Auftakt in die neue Saison missriet. Mangelnder Spielwitz und über zwei Dutzend Fehlschüsse bildeten das Negativfazit. Nachdem der HC KTV Altdorf das Team aus der Limmatstadt im Rahmen des Raiffeisencup-Finals in Muotathal eine Woche zuvor noch deutlich geschlagen hatte, wurde der Auswärtspartie am Samstagnachmittag mit etwelchem Optimismus entgegengesehen. Doch die Zürcher hatten aufgerüstet. Im Klartext: In ihren Reihen gelangten auch Akteure aus der ersten Formation (NLA) zum Einsatz, da die Mannschaft der obersten nationalen Liga spielfrei war.
Fünf-Tore-Rückstand zur Pause Bereits die ersten beiden Spielminuten hatten es in sich. Zum einen versiebte Peter Szilagyi einen Penalty, zum zweiten zog sich Gregor Bär eine Verletzung zu, die ihn zur Aufgabe zwang. Rasch war aus Altdorfer Optik ersichtlich, dass das Niveau der eigenen Leistung mit der guten Vorstellung im „Täli“ in keiner Art und Weise vergleichbar war. Zu langsam wirkten die Aktionen in der KTV-Abwehr, zu unkonzentriert die Gegenstossaktionen. So kam, was sich abzuzeichnen begann: Die agilen Gastgeber erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus. Am eigenen Kreis gingen die Zürcher um einiges konzentrierter und entschlossener als die Innerschweizer zur Sache. 4:0 lautete das Skore zugunsten von GC/Amicitia nach 6 Spielminuten. Den ersten Treffer der Altdorfer markierte in der Folge Florian Wisotzki. Bis zur 10. Minute (5:3) skorten Peter Szilagyi und Daniel Röösli. Nach 18 Minuten hatten die Platzherren die Nase bereits deutlich im Wind (12:6). Altdorfs Angriff wirkte weiterhin zaghaft, ja oft erschreckend unentschlossen. Schlussmann Nicolas Stocker war in der Meisterschaftsauftaktpartie wohl der einzige KTV-Akteur, der eine Normalleistung abzurufen vermochte. Bis zur Pause tat sich bezüglich Toredifferenz nicht viel Neues: GC/Amicitia lag mit 17:12 voraus.
Bis auf eine Länge aufgeschlossen
Erfreulicherweise fanden die Urner im Verlaufe der zweiten Halbzeit wesentlich besser ins Spiel. Auch die Deckung wirkte kompakter. Die Zürcher vermochten zwischen der 31. und 40. Minute nur einmal (mittels Penalty) zu reüssieren. So kam es, dass der KTV nach zwei Dritteln der Gesamtspielzeit dank Treffern von Florian Wisotzki (2), der Gebrüder Marc und Ivan Fallegger sowie Thomas Hürlimann auf 18:17 verkürzt hatte. Eine zunehmende Altdorfer Eigenfehlerquote liess in der Folge die Gastgeber wiederum vermehrte Spielanteile für sich beanspruchen. 24:20 lautete das Skore 10 Minuten vor Spielschluss. Die Fünf-Tore-Reserve der Platzherren (56. Minute) war schliesslich zu gross, um aufgeholt werden zu können, auch wenn Marc Fallegger und Florian Wisotzki (zweimal mittels Penalty) das Skore bis auf zwei Längen zu reduzieren vermochten. „GC/Amicitia wirkte generell einfach wacher, schneller und hatte in gar mancher Situation auch das Glück auf seiner Seite. Wir hatten zahlreiche Pfosten- respektive Lattenschüsse zu beklagen. Jetzt gilt es für uns, den Auftaktflop möglichst wegzustecken und nach vorne zu schauen. Ich bin zuversichtlich, dass unser Team am kommenden Samstagabend gegen Schaffhausen II in der Feldli-Sporthalle (Anspielzeit: 18 Uhr) zeigen wird, was wirklich in ihm steckt“, bilanzierte Coach Primus Camenzind.
Die übrigen Spiele zum NLB-Saisonauftakt endeten mehrheitlich mit knappen Resultaten, mit einem bis zwei Toren Unterschied (Schaffhausen - Lausanne, Lyss - Steffisburg, Biel - Grauholz). Nur Endingen hielt sich Genf mit einem satten 36:26 klar vom Leibe.
Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Christian Bär, Gregor Bär, Martin Betschart, Tizian Dossenbach, Flavio Fallegger, Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (1), Thomas Hürlimann (4), Daniel Röösli (5), Peter Skilagyi (5), Florian Wisotzki (10, davon 4 Penaltys), Edi Zakarauskas. |