Donnerstag, 11 Oktober 2012 18:01

Beim Nati-B-Meister 2011/12 zu Gast

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NLB: HC KTV Altdorf tritt bei Yellow Winterthur an

 

Die Urner haben einen schweren Gang vor sich. Beim Champion der letzten Meisterschaft und Tabellenfünften der neuen Meisterschaft geht es um viel.

 

HuwylerLukasNach der Topvorstellung und dem klaren Heimsieg gegen Endingen vor eigenem Publikum heisst es für den HC KTV Altdorf nun wieder auswärts anzutreten. Und zwar beim Nationalliga-B-Ersten der letzten Meisterschaft, Yellow Winterthur.

 

Den Zürchern ist der Auftakt zum Punktemarathon 2012/13 nicht ganz wunschgemäss gelungen. Nach vier Einsätzen haben sie bereits ebenso viele Zähler ans Bein streichen müssen. Daher heisst es für die samstäglichen Gastgeber wohl, keinen weiteren Flop mehr zu produzieren, wollen sie erneut mit der Playoff-Teilnahme liebäugeln. Nach dem Sieg über Möhlin (41:34) und dem Auswärts-Cup-Erfolg (erste Hauptrunde) gegen den Tabellenzweiten der 1. Liga, Willisau (Mittwochabend, 31:24; es verbleiben im Cup im Hinblick auf den Sechzehntelsfinal 22 NLB-Teams sowie unterklassige Mannschaften im Wettbewerb, zu welchen sich jetzt noch die NLA-Vertreter gesellen), hat Yellow bewiesen, dass seine Leistungskurve nach oben zeigt. Im Meisterschaftsfight gegen Möhlin profilierten sich übrigens als Winterthurer Topskorer Flavio Müller (neunmal) sowie Niels Ham, Nico Riwar und Philipp Rüeger (je siebenmal) als brandgefährliche Akteure. Der HC KTV Altdorf wird gut daran tun, sein besonderes Augenmerk auf dieses Quartett zu richten.

 

Zum erwähnten Cup-Match vom Mittwochabend bleibt nachzutragen, dass das Yellow-Kollektiv gegen den „Underdog“ aus dem Kanton Luzern mit 4:8 in Schieflage geraten war, wonach anlässlich eines angeforderten Time-Outs Trainer Oliver Roth seinen Schützlingen die Leviten verlas und seine Akteure daraus offenbar die entsprechenden Konsequenzen gezogen hatten. Die erste Hauptrunde stand weiter im Zeichen der zweiten Innerschweizer Vertretung (BSV Stans), die sich ebenfalls weiterqualifizierte (29:21-Sieg gegen Möhlin, NLB) – anderseits verlor NLB-Leader Chênois Genf gegen Solothurn/Grauholz völlig überraschenderweise sang- und klanglos mit 13:38.

 

Video eingehend studiert

 

In den Reihen der Urner wurde im Hinblick auf die bevorstehende heikle Mission nichts unterlassen, um sich bestmöglich vorzubereiten. KTV-Coach Predrag Ceko: „Zusammen mit Spielertrainer Daniel Brack habe ich die Spielanlage der Winterthurer eingehend studiert. Darauf haben wir das Training ausgerichtet und ein valables Spielkonzept entwickelt. Wir werden uns insbesondere auch vor der Spezialität der Platzherren, dem Tempospiel, in Acht nehmen müssen“, sagt Ceko im Vorfeld der wichtigen Samstagabendpartie. Bezüglich gegnerischer Abwehr, die letztlich eher etwas durchzogene Leistungen ablieferte (58 Minustreffer in zwei Spielen), gibt sich Ceko überzeugt, dass Yellows Deckung zuzulegen versteht und zu keinerlei Konzessionen bereits sein dürfte.

 

Vom Kader des HC KTV Altdorf wird weiterhin Flavio Fallegger (Schulterverletzung) fehlen. Tizian Dossenbachs Einsatz ist fraglich (Militärdienst). Anderseits stecken Lukas Huwiler und Dave Zürcher (beide nach verletzungsbedingten Pausen) wieder in den Startpflöcken. Die definitive Mannschaftsaufstellung hält das Zweigespann Ceko/Brack verständlicherweise bis unmittelbar vor Spielbeginn unter Verschluss: „Wir möchten die Katze nicht vorzeitig aus dem Sack und Yellow Winterthur diesbezüglich im Ungewissen lassen“, lautet ihr „Credo“.

 

Reserven beim Leader zu Gast

 

Der HC KTV Altdorf II hat es am letzten Wochenende verscherzt, seine Ausgangslage in der 3. Liga im Hinblick auf den weiteren Meisterschaftsverlauf zu optimieren. Nach einer völlig versiebten Schlussphase wurde der Match gegen gegen Willisau verloren (23:25) – der „Kontostand“ blieb nach vier Einsätzen bei ebenso vielen Punkten (Tordifferenz: -6) stehen. Am Samstag haben die Urner in der Höhle les Löwen – genauer: in Malters – anzutreten. Die Gastgeber grüssen im Zwischenklassement als klare Leader (3/6, +12) und werden bestimmt nicht zu Konzessionen bereit sein. Dessen ungeachtet hätte der KTV-Trupp durchaus das Potenzial, auch einer favorisierten Formation ein Schnippchen schlagen zu können.

 

ZUM BILD

Der verletzungsbedingt während längerer Zeit ausgefallene Lukas Huwiler ist wieder „fit“ – er könnte dem KTV-Angriff zusätzlichen „Pep“ verleihen. FOTO: RUEDI AMMANN

 

 

 

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