Mittwoch, 21 November 2012 17:26

Aufsässige Widersacher werden erwartet

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Nationalliga B: TV Zofingen zu Gast

 

Der frühere Aargauer NLA-Spitzenklub darf nicht unterschätzt werden. Altdorfer wollen mit Topleistung siegen und Tabellenspitze verteidigen.

 

Zur Erinnerung: Der TV Zofingen war in früheren Zeiten die eigentliche nationale Handballhochburg. Die Geschichte gipfelte in der Erobung der Schweizer Meistertitel in den Jahren 1978 und 1983. In der jüngeren Zeit zeichnete sich allerdings der „Niedergang“ des Aargauer Erfolgsvereins ab. Doch zwischenzeitlich wurde zu neuen Ufern aufgebrochen, erfolgte der Wiederauftsieg aus der 1. Liga in die Nationalliga B und wurde auch ein vielversprechendes Zukungstkonzept entwickelt. „Die „Vision 2020“ hat sich zum Ziel gesetzt, aus der einstigen Handballhochburg Zofingen wieder einen Klub zu gestalten, auf den wir alle stolz sein können“ schreibt die Vereinsleitung. Und im Detail: „Moderne und professionelle Strukturen, eine umfassende und attraktive Juniorenförderung mit den dazugehörenden Nachwuchsmannschaften und ein Fanionteam an der Spitze, in dem sich die Jungen entwickeln können, bilden die Eckpfeiler des Konzepts. Geplant ist, bis ins Jahr 2020 eine Mannschaft an die nationale Spitze zu führen und diese in der obersten Liga zu etablieren“ lautet das hochgesteckte Credo der Aargauer.

 

Schuss vor den Bug

 

Die Aargauer – unter Trainer Samir Sarac – haben bereits im Rahmen des jüngsten ersten NLB-Meisterschaftsdrittels gezeigt, dass sie in der Lage sind, für Nägel mit Köpfen zu sorgen. Gegen den Tabellenzweiten Yellow Winterthur wurde vor wenigen Tagen nur mal mit einem klitzekleinen Tor Unterschied (30:31) verloren, nachdem die Zürcher zuvor mit sieben Toren Differenz an den Rand einer Niederlage gebracht worden waren. Der TV Zofingen belegt zurzeit hinter dem HC KTV Altdorf (14 Punkte) sowie Suhr/Aarau (13) und Winterthur (11) den vierten Ranglistenplatz (10). Ein Blick auf die Liste der besten NLB-Skorer sieht Marcel Lengacher mit 44 Treffern und Samuel Schärer mit deren 38 unter den Top-Zwanzig, unter welchen auch KTV-Spielertrainer Daniel Brack (5., 56) und Sebastian Munzert (17., 37) anzutreffen sind. Altdorfs Spielertrainer Daniel Brack zum bevorstehenden Fight, der am Samstagabend (18 Uhr) in der Feldli-Sporthalle angepfiffen wird: „Wir haben die Spielweise des TV Zofingen anhand eines Videos eingehend analysiert. Daraus lässt sich ableiten, dass uns keine leichte Aufgabe bevor steht. Einen Sieg streben wir natürlich an, doch werden die Gäste eine echte Herausforderung für unsere Formation – die komplett antreten dürfte – bilden. Mit einiger Sicherheit werden wir es bedeutend schwieriger als am letzten Wochenende gegen Chênois Genf haben, um siegreich zu bleiben.

 

Drei weitere Einsätze

 

Am Wochenende stehen drei weitere Mannschaften des HC KTV Altdorf respektive der SG Stans/Altdorf im Blickfeld. Die U19-Elite-Junioren haben nach fünf Spielen erst 1 Punkt ergattert. Sie treffen am Samstag (14 Uhr) in der Stanser Eichli-Halle auf die SG Stäfa/Uster. Die Zürcher dümpeln ihrerseits am Ranglistenende herum (6/3) und könnten mit einem Erfolg überflügelt werden. Die U17-Inter-Boys treten gleichenorts unmittelbar danach gegen den HSC Suhr/Aarau an. Die SG Stans/Altdorf grüsst zurzeit von der vierten Position (7/8), die Aargauer vom fünften Platz (7/6). Ein Punktegewinn würde die Nidwalder/Urner weiterhin auf einem Platz im Spitzenquartett unterwegs sehen. Die U15-Girls spielen am Samstag in Nottwil. Dabei treffen zwei Tabellennachbarteams aufeinander (Spono Nottwil 8., 7/4; Altdorf 6., 5/5).

 

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Vor dem packenden Dienstagabend-Cupviertelfinal


Am Dienstagabend, 27. November, dürften sich die Feldli-Sporthalle-Zuschauerränge proppenvoll präsentieren. Auf dem Programm figuriert nämlich der Schweizer-Cup-Achtelfinal zwischen dem HC KTV Altdorf (NLB) und dem Vertreter der obersten nationalen Stärkeklasse, Wacker Thun. Die Berner, im NLA-Zwischenklassement nur 1 Punkt hinter Leader Pfadi Winterthur liegend, treten nach ihrem Samstagspiel (24. November) gegen die Schaffhauser Kadetten natürlich sonnenklar favorisiert an. Altdorf gedenkt indessen, seine Haut teuerstmöglich zu verkaufen. Als spezieller Akteur von Wacker Thun wird der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden präsent sein. Der Berner Hochschulstudent ist zurzeit erfolgreichster Torschütze der Gästeformation. Er hat im Rahmen der laufenden Meisterschaft bereits 56-mal ins Schwarze getroffen, im Durchschnitt 5,1 Treffer erzielt, und belegt im NLA-Skorerklassement den stolzen 8. Platz. Anspielzeit der Cuppartie: 20.15 Uhr.

 

Deschwanden

 

 

Lukas von Deschwanden, der Ex-Altdorfer, agiert in den Reihen des Berner NLA-Ranglistenzweiten Wacker Thun - und bislang erfolgreichster Skorer seines Teams. FOTO: RUEDI AMMANN

 

 

 

 

 

 

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