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Montag, 11 Oktober 2010 11:22

Wisotzkis Goldhändchen allein genügte nicht

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Handball, NLB: Chênois Genf – HC KTV Altdorf 30:28

 

Die angestrebte Revanche für die letztjährige Cup-Niederlage gelang nicht. Hauptschuld an der Schlappe trugen zu viele verpatzte Chancen.

 

Die Truppe von Trainer Jan Sedlacek hatte nichts dem Zufall überlassen. Um den Reisestress nach Genf zu mindern, war sie bereits am Samstag in die Romandie gefahren, um dort gleich auch den Einsatz des nächsten Widersachers, BSV Stans, zu studieren. Die Nidwalder fügten dem HBC West eine Niederlage zu, die Waadtländer damit weiterhin allein am Tabellenende lassend. In der Problemzone figurieren nach der fünften Meisterschaftsrunde jetzt Steffisburg (4 Punkte), Stans (3), Altdorf und Grauholz (je 2) sowie der HBC West (0).

 

Knappe Halbzeitführung

Die beiden Mannschaften legten ein schnelles Spiel vor. Auffallend war, dass sich die Platzherren, als Aufsteiger aus der 1. Liga, im Vergleich zum Vorjahr verstärkt hatten und über eine schnittige Angriffswaffe verfügten. Allerdings brauchten sich auch die Urner nicht zu verstecken. Sie liessen rasch erkennen, dass sie unbedingt den zweiten Sieg in der noch jungen Meisterschaft anstrebten und den Schwung aus der klar gewonnenen Cup-Partie (Handball Brugg) mitzunehmen wussten. Zur Pause liess sich die Situation noch gut an: Der HC KTV Altdorf lag mit einer Länge (14:13) im Vorsprung.

 

Fataler Durchhänger

Die ersten Minuten des zweiten Abschnittes verliefen erneut ausgeglichen. Danach verzeichneten die Innerschweizer einen fatalen Durchhänger. Die Romands nützten die Gunst der Stunde resolut aus, um auszugleichen und gar mit drei Toren Differenz wegzuziehen. Dieses Minipolster gaben die Genfer bis zum Schluss nicht mehr preis. Allerdings profitierten sie dabei von allzu vielen gegnerischen Patzern der kämpferisch stark wirkenden Altdorfer, die indessen immer wieder gute bis ausgezeichnete Chancen versiebten. Hinzu kam, dass auf das Mittun des angeschlagenen Peter Szilagyi verzichtet werden musste. Er konnte sich lediglich an der Bande als Coach nützlich machen. Als Topskorer erwies sich einmal mehr Florian Wisotzki. Er traf gleich zehnmal ins Schwarze. Sehr viel, aber doch zu wenig, um die Partie noch drehen zu können. Zweitbester Skorer bei den Urschweizern war Tizian Dossenbach, der sich nach seinem Militärdienst wieder einer guten Form erfreute. Nicht ganz auf sein volles Rendement kam der noch immer etwas handicapiert wirkende Daniel Röösli, der wie Marc Fallegger dreimal erfolgreich blieb. Jetzt wartet auf die Altdorfer der BSV Stans, den es am kommenden Samstag aufzusuchen gilt. Aufgrund der Tabellenausgangslage kann das Motto nur „verlieren untersagt“ lauten…

 

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Marcel Luthiger; Christian Bär, Martin Beschart (1), Jost Brücker (2), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (3), Tizian Dossenbach (4), Daniel Röösli (3), Edi Zakarauskas (2), Thomas Hürlimann (1), Florian Wisotzki (10).

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